brauche Rat - Waschzwang

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Dieses Thema im Forum "Kinderkrankheiten - Symptome + Behandlung" wurde erstellt von Sternenschweif, 24 April 2011.

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  1. Sternenschweif

    Sternenschweif Aktives Mitglied

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    Nein, verletzt hat sie sich nie.

    Gestern bei dem 2. Gespräch ging es schon etwas besser. Dabei kam auch heraus das sie Angst hat sie könnte sich eine Erkrankung, wie z.B. die Schweinegrippe.
    Deshalb hat sie schon in der Grundschule angefangen sich mehr zu waschen.
    Der Doc sagt dass sich dieses Verhalten unmerklich verstärkt und dann zum Schluss erst so auffällig wird. Dann muss man mit Gesprächen, und Hilfen unsererseits, dagegen arbeiten.
    Wir sollen das Toillettenpapier, Shampoo, Duschgel, etc. genau einteilen für ihren Verbrauch. Dann von Woche zu Woche an normalere Dosen heranarbeiten.
    Die Zeit die sie in der Dusche verbringt sollen wir einteilen.
    Letztes Mal beim duschen hat sie 1 1/2 Stunden darunter verbracht. Nach den ersten 30 Minuten habe ich ihr bescheid gesagt, dass sie rauskommen soll. Sie brach in Tränen aus und bat mich um mehr Zeit. Dieses letzte Mal gab ich nach, da das Gespräch am nachfolgendem Tag war und ich mir selber sehr unsicher war, wie ich mich zu verhalten habe.
    Nächstes Mal beim duschen werde ich ihr nach 15 Minuten bescheid sagen, dass sie nur noch 15 Minuten lang darunter bleiben darf. Mal schauen ob das dann klappt.

    Jedenfalls habe ich wieder Hoffnung, dass sie wieder irgendwann eine normale Beziehung zum waschen bekommt.

    Wir haben uns einen Briefkasten gekauft, in densoll jedes Familienmitglied: Wünsche, Sorgen, Botschaften und sonstiges, auf Zettel vermerkt einwerfen. Dieser soll einmal in der Woche geleert werden und alles besprochen werden.

    :bye: :weg
     
  2. June77

    June77 Aktives Mitglied

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    Hallo Sternenschweif,

    danke für Deine Antwort.
    Bei meinem Sohn ist es heute noch so, dass er in Phasen, in denen er sich unsicher fühlt (Umzug, Schulwechsel etc.), die Angst entwickelt, krank zu werden, sich anzustecken.
    Er liest etwas oder sieht im Fernsehen, wie über eine Krankheit berichtet wird und schon steigert er sich rein, er könne auch daran erkranken.

    Er selber sieht es so: er verdrängt die eine Angst (vor der neuen Schule) mit einer anderen (Angst vor einer Krankheit), die für ihn anscheinend leichter zu ertragen ist bzw. ihn von der Ursprungsangst ablenkt.

    Ich wünsche Euch, dass ihr auf dem richtigen Weg seid und Eure Tochter bald wieder ein "normales" Leben hat.

    LG
    June
     
  3. Sternenschweif

    Sternenschweif Aktives Mitglied

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    Das gleiche wünsche ich auch deinem Sohn und dir !

    Vielen lieben Dank!
     
  4. hitnak

    hitnak Namhaftes Mitglied

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    Hallo,

    zunächst einmal einige allgemeine Worte: Zwangsstörungen gibt es in allen möglichen Ausführungen; der Waschzwang ist nur eine davon. Der betroffene Mensch wiederholt eine Handlung, auch gegen sein eigenes besseres Wissen, also obwohl er weiß, dass es ihm nicht gut tut, dass er Probleme mit seiner Umwelt bekommt, dass .... - der betroffene Mensch kann nicht anders. Und er kann nicht anders aus einem bestimmten Grund - eine Zwangsstörung ist keine Krankheit an und für sich, sondern sie ist Ausdruck von psychischen Erkrankungen und Problematiken, deren Kreis ausgesprochen vielzählig ist. Auch Missbrauch, weil er hier mal wieder ins Feld geführt wurde, ist ein möglicher Auslöser für eine solche psychische Erkrankung oder Problematik ( mit Problematik meine ich Dinge wie mangelndes Selbstbewusstsein, zum Beispiel) sein, die zu einer Zwangsstörung führen kann, aber es ist ein vergleichsweise seltener Auslöser.

    Zwangsstörungen haben, wie gesagt, eine Vielzahl von möglichen Auslösern, und sie treten in einer Vielzahl von Formen auf. Und sie resultieren in einer weiteren Vielzahl von weiteren psychischen Problemen, wenn sie nicht umgehend und exzellent behandelt werden: Angst. Sozialphobie. Depression. (wobei es oft nicht möglich ist, einzugrenzen, ob diese Störungen bereits vorher da waren, und vielleicht selbst zu den Auslösern gehört haben). Nur um die drei wichtigsten Probleme zu nennen, die mit einer Zwangsstörung nahezu zwangsweise einher gehen, wenn man sie nicht richtig behandelt.

    Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist die Gefahr extrem hoch, solche sogenannten Komorbiditäten, also Begleiterscheinungen (die dann um ein Vielfaches ernster, aber eben weniger sichtbar als die Zwangsstörung sind) zu entwickeln. Das liegt daran, dass Kinder und Jugendliche körperlich und emotional noch in der Entwicklung sind, dass der Hormonhaushalt, der auch auf psychische Störungen einen Einfluss hat, im Ungleichgewicht ist, und das Kinder und Jugendliche heute mehr als früher Einflüssen ausgesetzt sind, mit denen sie nicht umgehen können. Denn heute sind Kinder und Jugendliche mit Dingen konfrontiert, die auf sie bedrohlich wirken, und die sie nicht greifen können: Schweingrippe. Japanische Strahlen. BSE. Dioxin. Das Zeug kann überall sein, und ein Kind, ein Jugendlicher, der kaum seine eigene Persönlichkeit gefunden hat, kann damit nicht umgehen. Die Kids in der Schule, die so viel cooler sind, als man selbst, zwischen denen man untergeht. Die Eltern, die Lehrer, die Druck machen, das Abi in 12, nicht 13 Jahren zu schaffen. Von alledem und noch viel mehr kann man sich mögliche Auslöser aussuchen.

    Die Tochter von Sternenschweif und ihre Zwangsstörung haben offensichtlich eine längere Entwicklung durchgemacht, und die Symptomatik, die Sternenschweif beschreibt, deutet darauf hin, dass ein Extrem erreicht ist: Sie verbringt ganze Tage im Bad, wenn sie kann. Dass sie es nicht tut, wenn sie dazu gezwungen wird, es nicht zu tun, ist keinerlei Anzeichen einer Besserung - ganz im Gegenteil: Sie sitzt dann in der Schule, oder zu Hause auf dem Sofa, und denkt darüber nach.

    Deshalb wirkt der therapeutische Ansatz, den Sternenschweif beschreibt, auf mich eher hilflos. Ein Waschzwang, wie Sternenschweif ihn beschreibt, wird nicht beseitigt werden, weil das Shampoo rationiert und die Duschzeiten auf 15 Minuten reduziert werden. Der sichtbare Teil des Problems mag dadurch beseitigt werden, dass man die Gegebenheiten beschränkt. Aber das Problem bleibt.

    Ich kann auch gerade kaum den sittlichen Nährwert in Marathon-Therapiesitzungen von zweieinhalb Stunden erkennen, zumal die Mutter dann danach hier erklärt, das Mädchen habe (Gott sei Dank) seine Tränen nicht zurück halten können. Ein solcher Seelenstriptease muss auf ein Kind an der Schwelle zur Pubertät mit großen Problemen wie ein fester Druck mit dem Daumen oben drauf gewirkt haben. Auch die Behandlung, die Sternenschweif wiedergibt, entspricht nicht dem therapeutischen Standard.

    Ich kann nur noch einmal ans Herz legen, sich möglichst zeitnah an die nächstgelegene Psychiatrie zu wenden. Denn eine Zwangsstörung diesen Ausmaßes sollte psychiatrisch behandelt werden.

    Das bedeutet auch nicht, dass man das Kind stigmatisiert. Man tut damit nur alles, damit dieses Kind zu einem Jugendlichen, und dann zu einem Erwachsenen werden kann, der nicht Jahrzehnte lang unter seinen psychischen Wunden leidet.
     
  5. Gerhard S.

    Gerhard S. fast-Alles-Versteher

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    Das Problem ist Angst vor Schweinegrippe-Infektion - s.o.

    ++++++News-Ticker von Mittwoch, 19. August 2009 ++++++
    Bis zu 1000 neue Fälle täglich in Stuttgart.
    Ganz Baden-Württemberg liegt mit 1500 Krankheitsfällen im bundesdeutschen Durchschnitt an der Spitze.

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO ist äußerst besorgt über die schnelle Ausbreitung der Schweinegrippe, denn die Zahl der Todesopfer steigt ebenfalls äußerst rasant.
    ++++++++++++++++++++++++++++

    Und heute? ?( :bye:
     
  6. hitnak

    hitnak Namhaftes Mitglied

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    Was willst Du uns damit sagen?
     
  7. Gerhard S.

    Gerhard S. fast-Alles-Versteher

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    Dass die 12-Jährige mit ihrer Angst vor Schweinegrippe kein Einzelfall sein kann.

    :bye:
     
  8. hitnak

    hitnak Namhaftes Mitglied

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    Nein, ist sie nicht. Das ist hier aber auch nicht wichtig. Es zählt hier nur dieses eine Mädchen. Dass andere das gleiche Problem haben, ändert an ihrem Problem, und an der notwendigen Behandlung rein gar nichts.
     
  9. Gerhard S.

    Gerhard S. fast-Alles-Versteher

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    Ja, die notwendige Behandlung ist, dem Mädchen die Angst vor der Schweinegrippe zu nehmen.
     
  10. Hextina

    Hextina KrisenmanagerIn ;-) Mitarbeiter

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    *weia*

    Gerhardt, bitte, du hast genau keine Vorstellung von diesem Thema. Hast du den Beitrag von hitnak überhaupt gelesen?

    Es geht nicht um das scheinbar vorrangige Thema. sondern um das was dahinter liegt. Nimmt man die Angst vor der Schweinegrippe, so ist das Erleben und Verhalten *dahinter* nicht im Ansatz beseitigt.

    Ich denke auch, das hier - obwohl es sich um ein SPZ handelt - ganz anders interveniert werden müsste, diese Jugendliche gehört zu einem mit diesem Störungsbild hochvertrauten Kinder- und Jugendlichen Psychiater. Mit dem alleinigen scheinbaren abtrainieren der Symptome ist das nichts gewonnen.

    VG,
    Tina
     
  11. feivelmaus

    feivelmaus Aktives Mitglied

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    Hallo

    hitnak, so einfach ist das hier in Deutschland nicht. Glaubst Du im Ernst, eine Kinder- und Jugendpsychiatrische Klinik würde ein Kind mit Waschzwang stationär aufnehmen?

    Die haben ellenlange Wartelisten und selbst Kinder mit Borderline, die sich also wirklich auch extrem verletzen, müssen monatelang auf eine Therapie warten.

    Eine direkte Aufnahme gibt es nur in lebensbedrohlichen Situationen, wenn z.B. Kinder mit Esstörungen kritisch abnehmen.

    Ich habe das mit meinen Mädels mitgemacht. Meine Große mit ihrer Trich (auch eine Zangsstörung) und auch bei meiner Kleinen selbst als sie Selbstmordgedanken äußerte bekamen wir ein Merkblatt mit der Bitte, bei Versuch der Durchführung uns an die Polizei zu wenden und sie über diesen Wege einweisen zu lassen.

    Es wäre schön, wenn es so einfach wäre wie Du schreibst.

    Es macht auch schon Sinn, bei einer Zwangsstörung das Symptom zu behandeln wie es hier getan wird, um weitere Schäden am Körper zu vermeiden. Das alleine reicht natürlich nicht aus und es müssen auch nach zugrunde liegenden psychischen Störungen gesucht werden.

    Und nicht zuletzt darf ich mich hier auch outen, dass ich selbst ein wenig "Betroffen" bin. Ein wenig deswegen, dass ich meinen "Zwang" schon seit meiner Kindheit habe (mehrere Jahrzente) und ich ihn gut im Griff habe. Es geht um Türen und Lichtschalter. Ich ertappte mich desöfteren, den Lichtschalter zig Male ein und ausschalten bis er für mich wirklich "AUS" war, oder Türen noch einmal feste zuzudrücken, mehrmals, bis sie zu waren, Dinge zurecht zu rücken, mehrmals, bis sie so stehen wie sie sein sollen. Manche Menschen verbringen damit Stunden am Tag. Bei mir ist es jetzt so, dass ich viele Tage gar nicht mehr daran "Denke" und an anderen Tagen vielleicht 5 Minuten meinen Zwang auslebe, mich aber dann wieder zusammen reiße. Meine Partnerin belächelt dass, wohl auch, weil es begrenzt ist. Ganz selten ist es mal schon so, dass ich nochmal am Abend aus dem Bett aufspringe und im ganzen Haus schaue, ob das Licht wirklich aus ist. Das ist sehr, sehr selten, aber da kann ich diese extremen Zwinge nachvollziehen, da es einem dann einfach keine Ruhe lässt, solange bis man die Zwangshandlung durchgeführt hat.

    Deswegen möchte ich behaupten, zu wissen wovon ich rede.

    LG
    Micha
     
  12. June77

    June77 Aktives Mitglied

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    @Gerhard

    Da muss ich Dir auch widersprechen.
    Falls man dem Mädchen die Angst vor der Schweinegrippe nehmen kann, wird sie eine neue Angst entwickeln, falls sich die Therapie nur hierauf bezöge.
    (Das wäre dann in diesem Fall eine schlechte Therapie.)
    Denn hinter der Angst vor der Schweinegrippe und dem Waschzwang steckt doch das eigentliche Problem.
    Man muss die Ursache der Angst finden und darf nicht nur an den "Äußerlichkeiten" arbeiten.

    Natürlich war es bei meinem Sohn auch so, dass die Anzahl des täglichen Händewaschens immer kleiner gehalten wurde, bis ein normales Maß erreicht war. Das war aber nicht das Kernstück der Therapie.

    Bei meinem Sohn (damals 9) war es übrigens vordergründig die - völlig irrationale - Angst vor Aids, die ihn ständig ins Bad zum Händewaschen trieb.

    Gruß, June
     
  13. hitnak

    hitnak Namhaftes Mitglied

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    Hallo,

    @feivelmaus: Ich kenne die Schwächen des Systems auch. Und dennoch kann nicht anders, als zu raten, sich an eine Psychiatrie, oder einen Psychiater, zu wenden, wenn ich den Eindruck bekomme, dass dies notwendig sein könnte. Ich kann ja kaum sagen: "Ja, hier scheint es ein ernsthaftes Problem zu geben, aber weil die Situation so ist, wie sie ist, rate ich Euch, die Tochter doch erstmal mit Technik A, B oder C zu behandeln, auch wenn sie keine Fortschritte bringen werden." Denn: Gerade weil die Wartezeiten so lang sind, wie sie sind, ist es wichtig, jetzt ins System einzuchecken. Man kann die Wartezeit ja dann durchaus damit überbrücken, auch mal andere Herangehensweisen auszutesten. Aber wenn man erst das macht, und dann feststellt, dass es nicht funktioniert, und man doch ins System muss, dann hat man die Wartezeit plus der Zeit, die man mit anderem verbracht hat - man hat also Zeit verloren. Zeit, die bei einer solchen Symptomatik wertvoll ist.
     
  14. June77

    June77 Aktives Mitglied

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    Als betroffene Mutter, allerdings nicht als Fachfrau, sondern nur als Pädagogin, kann ich Hextina und hitnak in ihrer Einschätzung nur beipflichten.
    Auch der Maßnahmekatalog des Psychologen scheint mir ein wenig dürftig.
    Sorry, wenn ich das so sage. Aber ich habe im Laufe der Jahre durch meinen Sohn sehr viele Psychologen kennen gelernt. Tja und wie drücke ich mich nun aus, um niemanden zu verletzen, auch in dieser Berufsgruppe gibt es wie in jeder anderen auch sehr große Unterschiede. ;-)
     
  15. emmie

    emmie Guest

    Ich kann mich hitnak, hextina und June nur anschließen, lass dir einen Termin bei einer KJP-Ambulanz geben.
    Der Zustand, wie er jetzt ist, ist für alle ...vor allem für deine Tochter...sehr belastend.
    Als betroffene Mutter kann ich dir nur sagen, dass es bei uns fast ganz weg ist...war aber auch nicht so extrem...., er nur noch wenn er unter großem Druck ist mal wieder etwas länger in der Dusche ist oder zum Hände waschen braucht.

    Die Ursache muss erkannt und beseitigt werden,alles andere wird nur eine kurzer Zeit helfen!
    Es ist nicht leicht sich an eine KJP zu wenden, wer will das schon....sein Kind in die Psychiatrie bringen..., aber es ist alles nicht so schlimm wie man es sich vielleicht vorstellt, also mach einen Termin.

    LG
     
  16. Gerhard S.

    Gerhard S. fast-Alles-Versteher

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    Noch ne andere Sache:

    Das Toilettenpapier, bzw. der -Verbrauch, wie kann denn das mit einem häufigen Händewaschen zusammenhängen? Weiss man (oder die Mutter) wofür das Toilettenpapier 'gebraucht' wird?


    Ja, die Mutter eröffnete den Thread hier mit dem Titel Waschzwang. Allerdings ist das zunächst nur ein Schlagwort - eine Diagnose ist das nicht.
    Für die Experten sofort das Störungsbild geschaffen - wie praktisch :weg

    Bisher erfährt man ja von der Mutter darüber nichts weiter. Gut, schon klar, eine gesicherte Diagnose gäbe es nur vom Psychologen/Psychiater.

    @Hextina
    Gerhard, bitte, du hast genau keine Vorstellung von diesem Thema. Hast du den Beitrag von hitnak überhaupt gelesen?
    Es geht nicht um das scheinbar vorrangige Thema. sondern um das, was dahinter liegt. Nimmt man die Angst vor der Schweinegrippe, so ist das Erleben und Verhalten *dahinter* nicht im Ansatz beseitigt.


    -> Hinter der Selbstdiagnose der Mutter, ein 'Waschzwang' bei ihrer Tochter, liegt eine Angst vor Schweinegrippe. Und jetzt soll noch etwas hinter der, hinter dem Waschzwang befindlichen, Schweinegrippe liegen?



    Ich möchte damit sagen:
    Häufiges Händewaschen ist sicherlich ungewöhnlich. Und sich Einsperren ins Bad auch. Und massen Toilettenpapier vernichten wohl auch.
    Ich sehe aber keinen Sinn darin, die 12-Jährige deswegen auf ihre 'unnormalen Taten' hin zu abstrahieren. Das ist mit Stigmatisierung gemeint; die Stigmatisierung beginnt dort, wo jemand das Mädchen auf die "Händewaschende hinter verschlossener Badtüre" reduziert.
    Und die Stigmatisierung endet dort, wo jemand davon überzeugt ist, dieses Verhalten ist unnormal, welches beseitigt werden muss. Ist dieses Händewaschen erstmal dem Mädchen ausgetrieben, so muss es automatisch dem Mädchen besser gehen. Es hätte dann ein glücklicheres Leben.

    @Hextina+hitnak
    [BTW: Hextina+hitnak - habt ihr leibliche Kinder?]

    Ich weiss z.B., dass sich Psychiatrie-Ansätze oder auch fachlich anerkannte Regeln ändern, bzw. ändern können. Tja, woher ich das wohl weiss...

    Wäre die 12-Jährige meine Tochter, so würde ich ihr häufiges Händewaschen erstmal nicht unterdrücken wollen - denn es ist eine Seelensprache. Ob es ein Hilferuf ihrer Seele ist, kann ich nach einiger Zeit vielleicht von ihr selber erfahren. Ich halte lediglich in meinem Hinterkopf fest, dass es noch einen unbekannten Faktor geben könnte.
    Aber zunächst braucht sie wohl das Händewaschen für das körperliche und seelische Wohlbefinden. Ich würde meiner Tochter dieses Ventil nicht nehmen wollen.
    Für absolut wichtig halte ich es, dass meine Tochter das Vertrauen (zu mir) nicht verliert. Ein Handekzem kann sie ja immer noch bekommen - und dann fahre ich sie halt zum Arzt, wenn sie das nicht alleine tun möchte.
    Mit Psychiatrie-Zwang als Antwort auf Häufig-Händewaschen wäre das Vertrauen weg; mein Verhalten als Erziehungsbefohlener wäre dann auch eine unmittelbare Zwangshandlung an meinem Kind. Jedenfalls würde ich mich so einstufen.

    Und damit komme ich auf die Psychiatrie-Ansätze zurück.
    (*) abgeschrieben von der Deutschen Gesellschaft für Zwangserkrankungen

    Auch könnte es einen sexuellen Aspekt bei der 12-Jährigen geben. Aber man muss doch nicht gleich was schlimmes vermuten - es kann auch etwas schönes sein ...

    :bye: LG
     
  17. hitnak

    hitnak Namhaftes Mitglied

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    Hallo,


    ich habe versucht, es wenigstens hier in diesem Thread zu vermeiden, auf Gerhard einzugehen, aber es führt leider, wieder mal, kein Weg daran vorbei.

    Zunächst einmal: Der Ratschlag, Sternenschweif solle sich mit Tochter baldmöglichst an eine Psychiatrie oder einen niedergelassenen Psychiater wenden, beinhaltet keine Diagnose, sondern es handelt sich dabei auf eine Handlungsempfehlung auf der Grundlage einer Beschreibung von Symptomen, die auf ein sehr ernstes Problem hindeuten. Ob ein solches Problem vorliegt, kann nur ein dafür ausgebildeter Experte, der das Kind vor sich hat, entscheiden. Du schreibst ja selbst, eine gesicherte Diagnose gäbe es nur vom Psychiater. Also muss das Kind da hin.


    Ich möchte übrigens an dieser Stelle darauf hinweisen, dass Du hier Dutzendfach Menschen, größtenteils die ehemaligen Partnerinnen oder Partner von Postern mit dem Borderline-Syndrom diagnostizierst, und dabei auch nicht davor zurück schreckst, normales zwischenmenschliches Verhalten in die Schemata des Borderline-Syndroms zwängst, weil Dein Weltbild vorsieht, dass sich Menschen nicht zu trennen haben. Du tust also genau das, was Du uns vorwirfst, und Du tust es im Wissen, dass Du nicht die geringste Kompetenz besitzt, solche Aussagen zu treffen. Du bist kein Psychologe, kein Psychiater, und Deine (häufig fehlerhaften) Ergüsse sind nicht selten von diffusen Webseiten kopiert.

    Sternenschweifs Beschreibung der Symptome lässt nicht den allergeringsten Spielraum für die Vermutung, dass es sich dabei um etwas Normales handeln könnte. Ich habe bereits versucht, zu erklären, dass ein Zwang seine Ursache in etwas anderem hat - und zwar nicht in der Angst vor der Schweingrippe, sondern in der Angst selber, in diesem Fall. Und wenn Angst im Spiel ist, dauerhafte Angst, dann ist das eine Sache, die sofort begutachtet werden muss, denn Angst, dauerhafte Angst, macht schwer körperlich und seelisch krank.

    Der Ansatz, die sofortige Vorstellung beim Psychiater zu empfehlen, wird sich auch in hundert Jahren nicht geändert haben, denn auch in hundert Jahren noch kann eine solche Symptomatik auf eine schwer wiegende Störung hinweisen, die in andere schwerwiegende Störungen münden kann, und auch zu körperlichen Erkrankungen führen kann. Es passiert auch nicht selten, dass es bei Jugendlichen zu Selbstmordversuchen kommt, wenn eine Zwangsstörung nicht behandelt wird.

    In einem Punkt hast Du Recht: Ein Zwang ist die Sprache der Seele. Aber welchen Sinn soll es machen, als Eltern darauf zu warten, dass man diese Sprache versteht? Man würde zu hören bekommen, dass der Mensch, dem die Seele gehört, unsicher, vielleicht depressiv ist, unter anderen Möglichkeiten, und dass es ihm von Mal zu Mal schlechter gegangen ist, ohne dass jemand etwas dagegen getan hat. Dass man das Ventil nicht nehmen wollte, dass man nicht wollte, dass das Vertrauen nicht verloren geht, wird dann keine Rolle mehr spielen - denn wenn die Seele in solch einem Fall so spricht, dass auch Menschen wie Du sie verstehen, ist der Mensch, dem die Seele gehört, längst ein Wrack geworden.

    Denn ein Zwang, so wie Sternenschweif ihn beschreibt, kann genau das signalisieren: Dass der Mensch Probleme hat, und dass er damit nicht umgehen kann; dass er kaputt geht.

    Natürlich muss das nicht der Fall sein, und ich würde mich freuen, wenn es nicht so wäre. Möchte wirklich jemand abwarten, und schauen, was passiert?
     
  18. Gerhard S.

    Gerhard S. fast-Alles-Versteher

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    @hitnak
    Ich, der nie wirklich eine Zwangsstörung gehabt hat, habe mir erlaubt, das Wort gegen dich zu erheben? - wie scheinbar töricht von mir. Bleiben wir aber bitte immer bei der Sache hier, den Eltern mit ihrer 12-Jährigen.
    Ich habe schon verstanden, dass du lediglich aufgrund von gemachten Angaben der Mutter deine wertvolle Empfehlung in Bezug auf Behandlung der Tochter herausgibst.
    Aber deine Rede von Borderline ist -möche schon nicht sagen, dass es völlig fehl am Platze ist- nur 1 Gedanken wert.
    Die Sachlage aber spricht nicht für Borderline bei der 12-Jährigen. Für die Neulinge: Wenigstens 5 dieser 9 Kriterien sollen zutreffen, damit man von Borderline sprechen kann.

    1. Starkes Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden. Beachte: Hier werden keine suizidalen oder selbstverletzenden Handlungen berücksichtigt, die in Kriterium 5 enthalten sind.
    2. Ein Muster instabiler, aber intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen, das durch einen Wechsel zwischen den Extremen der Idealisierung und Entwertung gekennzeichnet ist.
    3. Identitätsstörung: ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung.
    4. Impulsivität in mindestens zwei potenziell selbstschädigenden Bereichen (z. B. Geldausgeben, Sexualität, Substanzmissbrauch, rücksichtsloses Fahren, zu viel oder zu wenig essen).
    Beachte: Hier werden keine suizidalen oder selbstverletzenden Handlungen berücksichtigt, die in Kriterium 5 enthalten sind.
    5. Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstmordandeutungen oder -drohungen oder Selbstverletzungsverhalten.
    6. Affektive Instabilität infolge einer ausgeprägten Reaktivität der Stimmung (z. B. hochgradige episodische Dysphorie, Reizbarkeit oder Angst, wobei diese Verstimmungen gewöhnlich einige Stunden und nur selten mehr als einige Tage andauern).
    7. Chronische Gefühle von Leere.
    8. Unangemessene, heftige Wut oder Schwierigkeiten, die Wut zu kontrollieren (z. B. häufige Wutausbrüche, andauernde Wut, wiederholte körperliche Auseinandersetzungen).
    9. Vorübergehende, durch Belastungen ausgelöste paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome.


    Ihr könnt selbst sehen, dass plötzlich auftretendes, häufiges Händewaschen nichts mit Borderline zu tun hat. Zum Glück!!! Zum Glück vor allem auch für das Mädchen, kein Missbrauchsopfer zu sein!

    Nun zu deinen Ängsten:
    "...denn Angst, dauerhafte Angst, macht schwer körperlich und seelisch krank"
    "...dass es bei Jugendlichen zu Selbstmordversuchen kommt, wenn eine Zwangsstörung nicht behandelt wird."
    "...genau das signalisieren: Dass der Mensch Probleme hat, und dass er damit nicht umgehen kann; dass er kaputt geht."

    Deine Ängste in Bezug auf die Ängste der 12-Jährigen muss man verstehen. Denn du formulierst es nicht so kompakt en Block. Immerhin steht dann zwischendrin dein Satz
    "...dass ein Zwang seine Ursache in etwas anderem hat - und zwar nicht in der Angst vor der Schweingrippe, sondern in der Angst selber, in diesem Fall. "

    Auch ich komme in der Weltgeschichte herum; zwar nicht zwischen Israel und Germany - meine Welt ist beschränkt auf Niederlande, Germany, Österreich, Schweiz.
    Jedoch finde ich tausendfach diese öffentlichen Bekanntmachungen:
    "Händewaschen verringert vermeidbare Infektionen."
    "Leben Sie noch - oder haben Sie heute schon Ihre Hände gewaschen?"

    Lange Rede, kurzer Sinn:
    Auch ich empfehle, das Kind untersuchen zu lassen.
    Jedoch nicht: Alles, was mit 'massiv' und 'Heraustrennen' zu tun hat.

    Angst hat eine lebenswichtige Funktion für uns Menschen.

    Euer Blumenkind Gerhard
     
  19. hitnak

    hitnak Namhaftes Mitglied

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    Hallo,

    Deine Ausführungen sind ein sehr deutliches Zeichen dafür, dass Du gar nicht genau liest, wenn Du es überhaupt liest, was Du kommentierst.

    Ich habe nämlich zu keinem Zeitpunkt die Vermutung ins Spiel gebracht, das Mädchen könne Borderline haben. Vielmehr habe ich über Deine Angewohnheiot gesprochen, Menschen hier im Forum mit Diagnosen wie die Borderline-Syndrom zu "versorgen (wobei Du auch dort gerne Aussagen neu interpretierst, damit sie für Dich stimmig werden).
     
  20. Hextina

    Hextina KrisenmanagerIn ;-) Mitarbeiter

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    Danke.

    Ich wollte gerade auf Gerhard antworten, aber jetzt hab eich dem hier nichts ausser heftigstem Kopfnicken hinzuzufügen.

    @Gerhard, dir lege ich Dieter Nuhr ans Herz. Der hat mal eine sehr treffende Aussage getroffen. Google sie dir. geht mit 'Wenn man keine Ahnung hat...' los.

    VG,
    Tina
     
  21. Gerhard S.

    Gerhard S. fast-Alles-Versteher

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    Danke. Ich bin's nur.

    Hextina, die Intention der sehr treffenden Aussage ist dir verborgen geblieben. Da geht's um Rachefeldzüge von Linux-usern gegen ein anderes, weit verbreitetes FensterBetriebssystem.

    Es bleibt bei mir dabei: :Lesen ^^Lange Rede, kurzer Sinn...
    Und du hattest dich zur verfügung gestellt, falls eine Anfrage von Mutter Sternenschweif kommen sollte?
     
  22. hitnak

    hitnak Namhaftes Mitglied

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    Hallo,

    ach Gerhard. Bitte Google doch wenigstens mal richtig. Wo bitteschön geht es bei der Aussage Nuhrs: "Ich glaube, das ist damals falsch verstanden worden mit der Demokratie: Man darf in der Demokratie eine Meinung haben, man muss nicht. 'S wär ganz wichtig, dass sich das mal rumspricht. Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.“ um Linux oder Windows - außer dass einige den letzten Teil davon einem Pinguin in den Mund gelegt und bei Yotube hoch geladen haben?

    Anhören kann man das Zitat übrigens hier : http://www.vitalx.de/nuhr.htm
     
  23. Sternenschweif

    Sternenschweif Aktives Mitglied

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    Vielen lieben Dank euch allen!
    Immer wieder gut Eure guten Ratschläge zu lesen und ich nehme sie mir wirklich sehr zu Herzen.
    Aber der Arzt bei dem wir sind ist ein leitender Psychologe bei dieser SPZ.

    Nächste Woche Freitag haben wir den nächsten Termin, dann werden wir weitersehen.

    Bis dahin.

    :bye: :weg
     
  24. hitnak

    hitnak Namhaftes Mitglied

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    Hallo,

    ich kann nicht mehr tun, als Dir sagen, dass die Vorgehensweise, wie Du sie beschreibst, nicht dem Behandlungsstandard entspricht, und dass Du Dich sehr dringend an einen Psychiater wenden solltest, weil Deine Tochter, auf Grund der Symptome, die Du beschreibst, in der Gefahr steht, bleibende körperliche und seelische Schäden davon zu tragen.

    Ein Psychologe, auch kein "leitender Psychologe", ist kein Arzt; Ein Psychiater ist einer.

    Ich wünsche Deiner Tochter ganz viel Glück.
     
  25. Hextina

    Hextina KrisenmanagerIn ;-) Mitarbeiter

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    Liebe Sternenschweif,

    Mag sein, aber das heißt eben nicht das dieser Mensch wirklich etwas von Zwangserkrankungen im Kinder- und Jugendlichen Alter versteht. (Und Artzt und Psychologe schliesst sich aus, das sind 2 grundverschiedene Ausbildungen) Frag ihn bitte mal nach seiner Qualifikation zu genau duesem Thema, dazu hast du das Recht und meiner Meinung auch die Pflicht.

    Ein SPZ ist etwas anderes als eine Kinder- und Jugendlichen Psychiatrie. Ich denke eben auch das es letzteres braucht damit man deiner Tochter - die sich extrem verzweifelt anhört wie ich deinen Posts entnehme - wirklich helfen kann.

    Sitzungen über 2 und mehr Stunden, zumal in deinem Beisein würde ich fast als Kunstfehler deklarieren. Therapie eines Kindes muss OHNE die Eltern erfolgen und in einem Setting welches dem Kind völlige Verschwiegenheit auch und gerade gegenüber seinen Eltern sichert. Anders kann es nicht gehen.

    Das was du beschreibst ist, sowie ich es verstanden habe, in höchstem Grade unseriös und wäre es mein Kind dann würde ich laufen und mein Kind woanders unterbringen.

    Bitte tue deinem Kind den Gefallen und suche nochmal nach einer anderen Möglichkeit und das schnell, weil die Wartezeiten sind brutal lang. Sollte es bis zu einem Termin in einer Ki.-Ju.-Psychiatrie besser sein kannst du immer noch absagen......

    Ich wünsch euch Kraft,
    Tina
     

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