oh je, das liebe geld

kikra

Namhaftes Mitglied
Bei mir war es eher umgekehrt. Bin auch schon Urzeiten freiwillig versichert und habe gerade im Hinblick auf eine eventuelle Schwangerschaft immer die Finger von der privaten Versicherung gelassen. Als es dann so aussah, als würde es bei uns mit dem Kinderwunsch nichts werden, hab ich mich allerdings kurzzeitig geärgert, dass ich nicht in die Private gewechselt war. Aber da war ich dann zu alt und der KK-Beitrag in der Zwischenzeit - wie ich fand - unverhältnismäßig zu hoch.

Dass wir eine Mehr-Klassen-Gesellschaft im Gesundheitssystem haben, ist ja nicht gerade brandneu. Ich hatte allerdings (bis auf eine Sache, bei der mir auch die private KK nichts genutzt hätte) das Glück, recht gesund zu sein *mal schnell auf Holz klopf*. Und im Krankenhaus hatte ich durch die Zusatzversicherung auch keinen Nachteil. Und jetzt, wo eben doch unsere Kleine noch auf die Welt gekommen ist und noch versichert werden musste - bin ich schon froh, in der gesetzlichen geblieben zu sein. Und zwar allem Ärger über die zu zahlenden Beiträge zum Trotz.

Dass es bei uns mit dem Nachwuchs nicht klappt.. tja, das hatten wir auch immer so gesehen und schon resigniert. Dann hatten wir unser Leben komplett auf Karriere ausgerichtet und wirklich alles danach organisiert... Und dann auf einmal: BINGO! :-D

Du siehst also, es kann schneller so weit sein, als man resp. frau denkt! ;-) :gap

Wenn ich recht informiert bin, liegt die Beitragsbemessungsgrenze bei Angestellten übrigens so um die 3.900 Euro.
 

Medusaa

Mrs. Unfreundlich/ Happy Mummy
Die Sorgen ums Geld hat denk ich jede werdende Mama.. das gehört glaub ich dazu wieder dicke Bauch! Ich hatte das auch. Sobald das Würmchen aber da ist, gehts einem diesbezüglich besser.
Im Grunde hat man ja doch vorher ausgerechnet, ob man sich ein Kind leisten kann oder nicht.

Und dann kommen in der SS die Gedanken "geht das überhaupt???"

Dann sollte man dran denken, das man sich ja schon mit dem Thema beschäftigt hat,

Aber die Ängste sind da, das ist klar.

Lass dich (falls es echt eng sein sollte) einfach mal beraten bei der Profamilia. Hat eine Freundin von mir gemacht und war erstaunt, was sie für Hilfen bekan.
Aber die war alleinerziehend, keine Ahnung, wie das bei Paaren aussieht!


Lieben Gruß und mach dich nicht verrückt!
 

Nebelwolf

Namhaftes Mitglied
Original von Mummla
Das Kind kann man nur in der gesetzlichen freiwillig versichern für um die 100 Euro. Und das gilt auch für den Fall, dass die Mutter gesetzlich pflichtversichert ist. Wenn einer der Elternteile privat versichert ist, kann das Kind nicht mehr in die Pflichtversicherung. Kein Wunder, dass kein Mensch mehr Bock hat, Kinder in die Welt zu setzen, da muss man ja reich für sein! Wenn ich bedenke, was mich die Schwangerschaft alleine bisher gekostet hat! Und wie man aus der privaten in die gesetzliche kommt, wüsste ich auch gerne....



Hallo Mummel ;)
Ich bin privat versichert, mein Partner gesetzlich. Unser Kind ist über ihn in der Gesetzlichen versichert (kostenlos).
Wir sind nicht verheiratet.
Wie man als Erwaxene privat in eine gesetzl. kommt, ganz einfach: Heiraten :gap Dann käme eine Familienversicherung in Frage...
Ansonsten gibts da keine Möglichkeiten... ausser festen Arbeitsplatz.
Jedenfalls hat uns das jemand von Krankenkasse Barmer erzählt.
 

Klingon Lady

In der Ruhe liegt die Kraft.
Tja, im Hinblick auf unseren Kinderwunsch sind weder mein Mann noch ich in die Private eingetreten, was sich jetzt wohl auch auszahlen wird, da wir derzeit einfach nur als freiwillig versichtert gelten und unser Kind jetzt problemlos über meinen Mann mitversichern können.

Einziges Problem (und das könnte teuer werden): Ich habe irgendwie so gar keine Lust, nach der Entbindung mit zwei anderen Frauen auf einem Zimmer zu liegen, die womöglich nachts ständig aufstehen, herumlaufen, vielleicht Licht anmachen, schnarchen, deren Babies dann nachts auch schreien, die tagsüber Horden von Besuch empfangen und so weiter. :kotz: Wie soll man sich denn dabei erholen? Kein Wunder, daß am dritten Tag dann spätestens ein Heultag kommt... :rolleyes: Kurz und gut, ich hätte gerne ein Einzelzimmer - und bin gespannt, was das nun wieder kosten wird. :rolleyes:
 

Klingon Lady

In der Ruhe liegt die Kraft.
PS: Warum stehen der Kostenthread und der Erstausstattungsthread eigentlich bei den "Ängsten in der Schwangerschaft"? ?( ?( ?(
 

Olive_Oil

Aktives Mitglied
Hallo!

wenn Du verheiratet bist und Dein Mann privat krankenversichert bist, Du aber bisher UNTERHALB der Beitragsbemessungsgrenze gelegen hast (also PFLICHTMITGLIED) der gesetzlichen KV warst bist Du BEITRAGSFREI versichert.

ICH lage über der Beitragsbemessungsgrenze und war FREIWILLIGES Mitglied der gesetzlichen KV. Daher hätte ich (wenn ich nicht weitarbeiten würde) KV-Beiträge im Erziehungsurlaub bezahlen müssen. Diese werden wie folgt berechnet:

Gehalt des Mannes abzüglich Kinderfreibetrag, durch zwei geteilt, davon dann der KV-Beitrag. Habe auch ziemlich dämlich aus der Wäsche geschaut...

Gruß Olive
 

Olive_Oil

Aktives Mitglied
Hallo!

wenn Du privat versichert bist musst Du im Erziehungsurlaub die Kosten für die private KV Versicherung auch des ARBEITGEBERS!!!!!!!!!! tragen.

Daher habe ich mich nicht privat versichern lassen, so komme ich noch etwas günstiger weg. In die gesetzliche wechseln ist erstmal nicht möglich. Da hättest Du - sorry für den blöden Spruch - vorher dran denken müssen.

Mein Mann ist Versicherungsmakler und empfiehlt eine private KV für Frauen fast nie (es sei denn sie sind aus dem "Kinderkrieg" alter Raus oder können/wollen definitiv keine Kinder kriegen). Es rechnet sich einfach nicht. Es gibt zwar private Versicherungen, da ist das erste Jahr beitragsfrei, aber wenn man 3 Jahre Erziehungsurlaub nehmen möchte /muss (denn wo soll man sein Kind denn betreuen lassen, wenn es 1 Jahr ist und man wieder vollzeit arbeiten möchte???)


Sorry für die Hiobsbotschaft...

Olive
 

Mummla

Lässt die Finger von E-ma-nu-ela
Olive Oil, woran soll man denn da vorher denken, wenn es in jedem Ratgeber heisst: "In der Elternzeit sind sie beitragsfrei versichert" ? Und was soll man beim Kinderwunsch vorher tun? Auf Verkäuferin umschulen, damit man wenig genug verdient? Die ganze Zeit witrd rumgeheult, dass besonders Akademikerinnen und Frauen mit guter Ausbildung keine Kinder kriegen und wenn sie es dann tun, dann gehen die Kosten dafür in die Zehntausende. Auf genau den Betrag komme ich nämlich, wenn ich meinen Verdienstausfall für ein Jahr (Hier in Hamburg finde ich keine Kita, die mein Kind in einer Arbeitszeit betreut, die notwendig wäre, um meinem Job wieder nachzugehen) und die Versicherungskosten für mich und das Baby zusammenrechne. Ich sage nicht, dass es hier die Falschen trifft, aber ich kann verstehen, dass in Deutschland keiner mehr Kinder haben will.
 

Olive_Oil

Aktives Mitglied
Tach Mummla!

tja, was soll ich dazu sagen? Du hast absolut Recht, mir geht es ja genauso. Ich meinte damit eigentlich nur, das man sich es vorher gut überlegen sollte in die Private KV zu wechseln (was mein Mann übrigens auch nicht JEDEM Mann empfiehlt...) Ich habe mich vorher entsprechend informiert weil wir eben auch rechnen mußten, ob wir uns mit unserem gerade gekauften Haus und der dicken Lebensversicherung die mein Mann abschließen mußte (700 Euro monatlich!!!) um seine Geschwister in 5 Jahren ausbezahlen zu können, überhaupt ein Kind leisten können. Das ich mich nicht habe privat versichern lassen verdanke ich meinem Mann der vehement dagegen war - aus genau dem Grund. Er ist halt Fachmann und weiß Bescheid - das ist oft das Problem das man sich in diesen Fällen zu wenig erkundigt.

Zumindest sollte man das eingesparte Geld gut ansparen / zurücklegen für solche Fälle. Ungerecht finde ich das mit der privaten KV nicht soooooooooo sehr, man könnte ja in der gesetzlichen bleiben. Was ich unfair finde ist, das wenn man wie ich trotzdem in der gesetzlichen bleibt dann auch im Erziehungsurlaub noch Beiträge löhnen muss die ja vom Gehalt des Mannes berechnet werden und ganz schön happig sein können. Ich bin ja deshalb extra in der gesetzlichen geblieben, aber es gibt seit 2001 ein Urteil vom Bundessozialgericht, das Frauen die freiwillig gesetzlich versichert sind und deren Mann privat versichert ist in der Elternzeit KK Beiträge zahlen müssen. Danke liebes BundesSOZIAL(???)gericht. Damit ist die Chance auch auf eine Revision gleich null - ist ja schon die höchste Instanz.

Das finde ich eine echte Sauerei bei der man(n) sich wie Du schon schreibst wirklich NICHT wundern muss, wenn gut ausgebildete Akademikerinnen keine Kinder mehr in die Welt setzen, wenn sie so dafür bestraft werden.

1.) Beiträge für die KV für die Mutter sind zu löhnen
2.) Der Job ist nach 3 Jahren auch mit einer Ganztagesbetreuung im KiGa nicht zu machen (unsere KiGa betreuen "nur" von 07:30 - 16:00 Uhr - das schaffe ich mit einer theoretischen 40h Woche und Fahrtzeiten in keinem Falle
3.) Der Job (wie bei mir) meist nach der SS eh wegfällt, weil man froh ist mal wieder einen Arbeitnehmer von der Payroll zu haben.

Gruß Olive
 

Mummla

Lässt die Finger von E-ma-nu-ela
Olive, ich bin gesetzlich Pflichtversichert und muss trotzdem KK aus eigener Tasche löhnen, weil ich arbeitslos bin und als Arbeitslose keinen Erziehungsurlaub nehmen kann. Das finde ich ja so unberechenbar....das gebe ich meinem Kind direkt vor dem ersten Freund mit auf den Weg: "Frag, ob er privat versichert ist!! Falls ja, lass dich bloß nicht schwängern!"
 

Olive_Oil

Aktives Mitglied
Hi Mummla,

Das ist natürlich noch eine ganz andere Geschicht, da habe ich mir Gott Sei Dank keine Gedanken drüber machen müssen weil ich in der glücklichen Lage war noch SS zu werden als ich einen Job hatte (wobei das bei mir wohl haarscharf war - wäre ich nicht ss geworden hätte man mich wahrscheinlich gekündigt... :angryfire

Wie gesagt, Glück im Unglück gehabt. Obwohl... KK-Beiträge würde ich trotzdem zahlen müssen, aber Gott Sei Dank habe ich von meiner Firma einen Job per Homeoffice bekommen (mal sehen wie lange das gut geht bis sie mich trotzdem rausschmeißen weil alles in die Konzernzentrale verlagert wird...) :shake

Dir weiterhin viel Glück mit Deiner SS - Tur mir sehr leid, das das so für Dich gelaufen ist... Bedanke Dich bei den Regierungsbossen, die seit mehr als 30 Jahren das nicht auf die Reihe kriegen.

Tschö

Olive
 
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