Das neue Unterhaltsrecht

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usagimoon

Guest
Ich bin nur froh, das mein Mann solche Probleme nicht hat :hilfe:
 

mafa

Aktives Mitglied
usagimoon, ich auch ;D

Zitat:
Dieses gesteigerte Erwerbobliegenheit besteht künftig aber auch für die geschiedene Mütter, es obliegt ihnen, für ihren eigenen Unterhalt aufzukommen ?


Was glaubst du eigentlich was die Mehrzahl der geschiedenen Frauen heute schon tut? Lt. der von dir verlinkten Seite geben (AFAIR) 10% der getrennten Frauen EU als einzige Einkommensquelle zu haben.

Nicht unbedingt als einzige aber sicherlich als einfachste. Oft reicht ja auch ein neuer Partner aus. Aber sie rechnen oft fest mit den möglichen Unterhaltsansprüchen ( mit Rückendeckung der Gerichte, die ja in der vergangenheit oft in den meisten Fällen zugunsten der Mütter entschieden haben ) und setzen diesen Anspruch auch oft inbrünstig durch.

Wenn es in der Praxis mit der Mehrzahl der Mütter so wäre, wie du versuchst zu vermitteln, warum geht dann in der Politik zumindest für die C-Parteien hier durch die Reform das Abendland unter?

Ich persönlich hoffe, hier sehen die Trennungsväter dann eine reale Chance, sich ein neues Leben aufzubauen. Denn in der Vergangenheit bedeutete jede Beziehung mit einem Unterhaltspflichtigen Vater (Unterhaltspflicht für die Ex möglicherweise Lebenslänglich) oft auch den sozialen Abstieg.

Auf der anderen Seite würde ich mich freuen, wenn sich hier durch die neue Gesetzgebung die Zahlungsmoral bezüglich Kindesunterhalt wesentlich verbessern würde…hier fällt es den Vätern sicherlich leichter, hauptsächlich für den KU verantwortlich zu sein und nicht zusätzlich und langfristiger auch für den der Ex.

Vielleicht reduziert sich durch die kommende Unterhaltsreform dann sogar auch das Streitpotential nach der Trennung, Geld hat leider viel mit einen vernünftigen Umgang zu tun.

Gerechtigkeit….ja besonders die Mütter ohne Trauschein waren oft nur auf der verliererstraße, auch war vielen Müttern möglicherweise eine Versorgungsehe sehr wichtig…warum heiratet man heute – wegen der Liebe, wegen der Steuer oder wegen der sozialen Absicherung?

Siehe dazu auch einen alten Beitrag: http://www.elternforen.com/thema14641.htm


Nun hoffe ich mal, trotz der CSU wird die Reform heute durchgeführt und von den Gerichten umgesetzt. Auf der anderen Seite bietet die Reform nun viel Verhandlungsfreiraum…da wird statt dem sofortigen Gang zum Jugendamt und zum nächsten Anwalt versucht, eine tragbare Regelung mit dem Fokus auf das Kind oder die Kinder mit dem Ex-Partner auf gleicher Augenhöhe auszuhandeln.


Manfred
 

Hextina

KrisenmanagerIn ;-)
Teammitglied
Einer nach dem anderen ;-)

Original von mafa
..du kannst schließen was immer du willst. Ich sehe vieles aus Väter- bzw. Männersicht.Diese Sichtweise muss nicht immer ein vollständiges und allgemeinverbindliches Bild abgeben.

Sicher nicht, nur dann würde *ich* ja immer kennzeichnen was jetzt von den ganzen Links meiner Meinung entspricht, warum ich meine das der Link jetzt etwas beiträt usw usf. Ich würde schlicht meine Sichtweise auch abgrenzen von den verlinkten Seiten, wenn es denn etwas abzugrenzen gibt.

Es ist hier sicherlicht nicht zwingend erforderlich, einen Konsens zu erziehlen oder nur eine Meinung zu vertreten.

ACK

Und ich bilde mir meistens meine Meinung erst nach einer Diskussion.

Echt?!

Ich immer eher während ;-)
Ich gehe mit einem Standpuntk rein, gebe meine rgumente, höre mir die der anderen Seiten an und nehme dann den Standpunkt ein von dessen Argumenten ich am meisten überzeugt wurde.


Warum muss ich auf deine Argumente oder Gegenargumente immer antworten, darf ich sie nicht einfach akzeptieren, so wie sie ist..deine persönliche Meinung?

Du meinstschweigen bedeutet immer ja?!

Heißt das jetzt, das du jeder inhaltlich von dir nicht wiedersprochenen Äusserung von mir zustimmst?

Verabscheuungswürdig ist sicherlich ein zu hartes Wort..

Ja, aber es ging um ganz konkrete Meinungen zu Umgang von Kindern mit gewalttätigen Eltern. Für diese Meinungen finde ich diese Wort angebracht, dazu stehe ich mit allem was ich bin.

ein ständiges Missverstehen wollen, ständige unnötige Provokation,

mafa, da sist keine Absicht, deine vertretenen Meinungen lassen diese Blickwinkel zu.

bei Sachdiskussionen persönlich zu werden

mafa, du hast dein privatleben in diese Threads gebracht. Wenn du nichtmöchtest das dieses breitgetreten wird dan solltest du es einfachnicht schreiben ;-)
Wenn ich etwas zu mir schreibe rechne ich ja auch immer damit das jemand dazu eine Meinung hat.

Je nu, da sist nicht fein kann aber passieren, geht dir bestimmt manchmal auch so. Aber wenn dem so ist bitte ich dich das in Zukunft immer gleich zusagen, ich werde mich dann angemessen entschuldigen, versprochen.

klassisches Schubladendenken,

mafa, ganz ehrlich ist das nicht etwas was di selbst in Reinkultur vertrittst?

Beleidigungen.....

Wo?! Das hätte ich jetzt gern belegt.

Zum Thema Besserwisserei könnte ich einiges schreiben


..und ich lese

Ah, ein Beitrag welcher von mir als klare Meinung gekennzeichtnet war ist Besserwisserei, man gut das ich das jetzt weiß.

aber öfter wird die Ohrfeige im strittigen Scheidungs- oder Umgangsprozess als Gewaltexzess aufgebauscht.

Ja, unbestritten, es ging aber um Umgang mit gewalttätigen Eltern und nicht um Falschbeschuldigungen zwischen Trennungspaaren.

Ich erspare mir hier einen Gegenüberstellung Gewalt zwischen Elternteil ./. Kind und Elternteile untereinander.

Kannst du ruhig bringen, das sind dann ja Äpfel und Birnen.
Elterliche Gewalt gegen Kinder ist ja nun noch wieder eine andere Baustelle.

Aber ich freue mich über deine Klassifizierung von Gewalt in der Beziehung.

Bitte, aber denk an den engen Konsenz in dem ich sie brachte wenn du sie verwenden willst ;-)

so, tut sie das? ..oder wieder so eine Unterstellung ins private?

Du schriebst so....... ansonsten s.o.zu dem Thema.

Sie erwartet von mir lediglich ein wenig mehr Aufmerksamkeit, wenn sie mal bei mir ist. Genauso die Tochter…

Das empfinde ich als Rechtfertigung nur mal so als Feedback ;-)

Tina
 

Hextina

KrisenmanagerIn ;-)
Teammitglied
Original von mafa
wieder mal nur ein Link

Aber einen ziemlich guten :)

..PS…bitte frage mich nicht, was ich hier mit diesem Link sagen will – ich finde ihn einfach interessant und ich denke darüber etwas mehr nach.

Ich weiß auch nicht was ein Artikel über Pflegekinder mit schwersten Deprivationssymptomen jetzt in diesem Thread zu suchen hat. Aber da steht jede Menge über die kindliche Verarbeitung von Traumata drin. Lies bitte mit diesem Wissen und aus diesem Blickwinkel betrachtet mal Hr. Gardner und vllt wirst du meine Kritik an ihm ein bißchen verstehen ;-)

habe nur als Kind mit ständiger Gewalt leben müssen.Ist aber keine gewalt, nie ein blaues Auge, nie ein gebrochenes Körperteil...nie etwas, was deutlich sichbar ist...außer mal eine blutige Nase oder mal ein kleiner blauer Fleck.

Hört sich nach jeder Menge emotionaler Gewalt auch an :-/
mafa, die sehe ich nur anders nicht besser oder schlechter und auch das bleibt Gewalt und dazu ist meine Meinung exakt die gleiche wie bei körperlicher Gewalt.

Ich hoffe du hast das mal irgendwo aufarbeiten können.

Tina
 

Hextina

KrisenmanagerIn ;-)
Teammitglied
Last one für today :)

Original von mafa
Was glaubst du eigentlich was die Mehrzahl der geschiedenen Frauen heute schon tut? Lt. der von dir verlinkten Seite geben (AFAIR) 10% der getrennten Frauen EU als einzige Einkommensquelle zu haben.

Nicht unbedingt als einzige aber sicherlich als einfachste.

Nun ja, aber was nützt das wenn es sie schlicht nicht gibt?

Oft reicht ja auch ein neuer Partner aus.

Sorry, aber das ist ja nun dessen alleinverantwortliche Entscheidung, oder?

Aber sie rechnen oft fest mit den möglichen Unterhaltsansprüchen ( mit Rückendeckung der Gerichte, die ja in der vergangenheit oft in den meisten Fällen zugunsten der Mütter entschieden haben ) und setzen diesen Anspruch auch oft inbrünstig durch.

Äh, und wieso haben dann nur 10% (AFAIR) das so angeben können?

Wenn es in der Praxis mit der Mehrzahl der Mütter so wäre, wie du versuchst zu vermitteln, warum geht dann in der Politik zumindest für die C-Parteien hier durch die Reform das Abendland unter?

Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung. Es ist als wären die irgendwie aus einem Dornröschenschlaf aufgewacht und bekommen jetzt panische Angst dassie ihr Weltbild ändern müssen.

Tina
 
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usagimoon

Guest
Echt ich sollte das dann noch schnell nachholen alles... meinen EX nicht nur auf KU verklagenn (ne hab ich nicht... komisch wo wir Mütter das doch alle tun *sigh*).. btw hab ich den auch net auf EU verklagt... das schon traurig genug das er sichs Brot von Mami schmiern laesst...

Ich habe wegen der Liebe geheiratet... wuerde ich an Steuern und Versorgerehe denken, dann haette ich mir nen Millionaer gesucht... haette keine Selbststaendigkeit..eig. sogar drei :unsch und mein Mann jetzt noch dazu ne feste Anstellung...

Aber ich hock soundso hier und wart aufs grosse Geldscheffeln, damit ich nie wieder arbeiten muss und bis ans Lebensende am abchillen bin :ironie:
 

Hextina

KrisenmanagerIn ;-)
Teammitglied
Original von Hextina
Last one für today :)

Doch nur fast ;-)

Koalition einigt sich auf neues Unterhaltsrecht
Erst die Kinder, dann die Frauen

Die große Koalition hat sich auf eine Reform des Unterhaltsrechts geeinigt. Das gab Bundesjustizministerin Brigitte Zypries nach einem Gespräch mit den Spitzen der Unions- und SPD-Fraktionen bekannt. Kinder sollen danach im Unterhaltsrecht Vorrang genießen.

Im Gegensatz zu dem ursprünglichen Entwurf des Bundeskabinetts werden aber geschiedene Ehefrauen besser gestellt. Damit ging Zypries auf Forderungen der Unionsfraktion ein. Nach ihrem bisherigen Entwurf, der vom Bundeskabinett im April 2006 bereits verabschiedet worden war, wären geschiedene Ehefrauen mit nicht verheirateten ehemaligen Partnern des Unterhaltsschuldners gleichgestellt worden, wenn beide kleine Kinder erziehen.
Geschiedene Ehefrauen bleiben priviligiert

Die Union setzte nun eine Privilegierung der geschiedenen Ehefrauen beim so genannten Betreuungsunterhalt durch.
Die geschiedenen Ehefrauen kommen nach den Angaben der Ministerin in den zweiten Rang, die nicht verheirateten Frauen in den so genannten dritten Rang.


[....]

Quelle:http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID6545302_REF1,00.html
 

mafa

Aktives Mitglied
?(

unverheiratete Mütter haben weiterhin das Nachsehen.....geschiedene Mütter werden sich wohl schneller um einen Job bemühen müssen... (Erwerbsobliegenheit).

Alle Kinder, ob ehelich oder nicht ehelich… bekommen zuerst ans Geld, wenn den da was da ist....

http://www.wiesbadener-kurier.de/politik...ikel_id=2761563

Letztlich bleibt es also dabei, dass nicht verheiratete Frauen im Unterhaltsrecht schlechter behandelt werden als geschiedene, auch wenn sie beide Kinder betreuen. Die nicht verheirateten Frauen werden auch schlechter gestellt als langjährige Ehepartner, die keine Kinder erziehen

Aus: http://www.abendblatt.de/daten/2007/03/23/711620.html


Nun sollte die Zahl der Eheschließungen sprundhaft ansteigen...oder ? :ironie:

Manfred
 
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usagimoon

Guest
Bislang mussten Ex-Partnerinnen ohne Trauschein sich schon nach drei Jahren um Arbeit bemühen, geschiedene mit kleinen Kindern erst nach acht. Künftig werden beide gleich behandelt

kann genauso bedeuten das alle erst nach 8 Jahren nun arbeiten müssen
 

mafa

Aktives Mitglied
Ich glaube nicht, das sich hier etwas positives für die nicht verheirateten Mütter ändert, ich gehe weiterhin von der gesteigerten Erwerbsoligenheit der verheirateten Mütter aus – im Prinzip ist diese eigentlich vorhanden, wurde bisher aber kaum umgesetzt.

Es erfolgte hier einen Änderung der Rangfolge, im Entwurf sollten Mütter mit kleinen Kindern sich immer im Rang 2 befinden…dort sind dann nur Ehefrauen und Ex-Ehefrauen…also ist die nicht verheiratete Mutter leider immer auf Rang 3…also unter ferner liefen…

Andere wesentlichen Änderungen am ursprünglichen Entwurf wurden bisher nicht mitgeteilt. Warten wir mal ab, wie das Gesetz in der Endfassung dann aussieht.


Aus: http://www.abendblatt.de/daten/2007/03/23/711620.html

„Zuerst die Kinder, dann die Erwachsenen.“ Auf Wunsch der Union soll künftig die Pflicht, möglichst bald nach der Trennung wieder arbeiten zu gehen und ohne Unterhalt auszukommen, künftig gleichermaßen für ehemals Verheiratete und nicht Verheiratete gelten. Voraussetzung ist aber, dass die Erwerbstätigkeit mit der Kinderbetreuung zu vereinbaren ist. Strikte Fristen soll es laut Röttgen dabei nicht geben.


Aber ACHTUNG hier wird sich sicherlich am Unterhaltsbetrag einiges ändern, nicht immer zugunsten der Kinder.



http://alleinerziehend.net/artikel261.html

In Deutschland sind 2,2 Millionen Kinder von Alleinerziehenden unterhaltsberechtigt. Davon beziehen 95 Prozent von ihnen Unterhalt bis zu 135 Prozent des Regelbetrages. Diese Kinder sind von den neuen Unterhaltsregelungen betroffen.

Der neue Mindestunterhalt beträgt 304 Euro, Kinder unter sechs Jahren stehen nach dem neuen Gesetzentwurf davon jedoch nur 87 Prozent zu. Da das Kindergeld auf alle Beträge zur Hälfte angerechnet wird, bedeutet das für diese Kinder eine Verringerung von bis zu 37 Euro im Monat im Vergleich zur derzeitigen Regelung



manfred
 
U

usagimoon

Guest
Ich fand das grottendoof als ich vom Jugendamt Unterhaltsvorschuss bekommen habe, da wurde auch haelftig Kindergeld aufgerechnet. Einemal habe ich fuer einen! Monat Unterhalt fuer die Kinder vom EX gekriegt, damals habe ich Zuschuss fuer die KInder bekommen vom AMT, da ich studieren war und das bafoeg nicht ausreichte, da wurde mir das gleich ganz gestrichen, da der EX ja soviel gezahlt hatte (Regelsatz nach Düsseldorfer Tabelle) Ansonsten durfte ich gucken wie ich mit Bafoeg und Kindergeld fuer Kind und mich hinkam. Mein EX bekam weiterhin schoen Alg2 vom Staat. So und nun muesste er eigentlich arbeiten hat nurn ein Euro Job, kriegt aber Auto und WOhung von seinen ELtern bezahlt und kassiert zusaetzlich H4 + 1 Euro Job. Die Kinder kriegen nix. Ausserdem fand ichs fuer die Kinder ungerecht, als ich mit meinem damals Verlobten zusammenzog, das es weder vom Amt noch vom Jugendamt Kinderunterhalt gab, da musste er dann fuer aufkommen, was er zwar gerne tat, aber ich es ne Sauerei finde das der Kindsvater sich da so rausziehen kann. Im Moment isser schoen raus. H4 + ein euro job. Muss kein Unterhalt zahlen, auch nix zuschiessen zu Klamotten und Schulsachen. Macht sich nen tolles Leben, das weiss ich 100%! Damit ich ihn nicht verklage zahlt seine Mutter lediglich jeden Monat 96 Euro fuer das MIttagessen in der KIta. Ich bin aber manchmal kurz davor das einzuklagen... schon alleine deswegen, weil er die Kinder so alle 2-3 MOnate mal holt und dann Unmnegen an Geschenke fuer sie kauft, in grosse Freizeitparks usw geht. Erzaehlt dann so Sachen wie: ich habe kaum Zeit, weil ich so schwer arbeite usw. Und die Kinder ihm das alles glauben... das macht mich traurig. Dennoch versuche ich nie schlecht ueber ihn zu reden. Habe auch oft versucht das er sich mehr um die Kinder kuemmert, trotz der Vergangenheit aber nix. Jetzt hat er eine neue die hat jetzt auch ein Kind mit ihm. Jetzt hat er noch weniger Zeit fuer die beiden GRossen... Da stecken jetzt er und seine Eltern alles rein... das finde ich auch fies, den Grossen gegenüber...
.. Der hätte es nicht besser verdient gehabt... jahrelang zu zahlen... schon alleine um zu sehen,w as es bedeutet fuer eine Familie aufzukommen.. nur bei dem holen kannsu nix, ausser schlechtes Vorbild.. naja irgendwann werden die Kinder merken wie er wirklich ist und dann werden sies ihm unter die nase reiben, darauf freue ich mich, denn ich hoffe er wird merken, was er damit alles zerstoert hat!

@mafa: ich frage mich wieso du dich so fuer geschundene Maenner einsetzt und dir im Forum ich sowas erzaehle.. wie kannst du das vereinbaren?? Ich koennte dir noch mehr erzaehlen.. aber ehrlich ich waere echt dafuer, das die Exfrau vor der unverheirateten kommt, schon alleine, damit die KInder daraus resultieren koennen. Er zahlt ja soundso nix... also isses auch egal. Solche Männer sollten bluten ... und das meine ich ernst!
 

Montana93

Neues Mitglied
Hallöchen zusammen!

Ich bin durch Zufall auf Eure Internetseite gestoßen und ich weiß nicht ob ich in diesem Forum richtig bin. Vielleicht kann mir ja jemdand helfe....

Ich bin selber noch keine Mutter, aber ich habe einen Lebensgefährten, der einen Sohn (6 Jahre alt)hat.

Er ist schon seit ca. 6 Jahren von seiner Frau getrennt und sie läßt uns einfach nicht in Ruhe.

Wir zahlen jeden Monat pünktlich den Unterhalt (247 € und wir verdienen auch nicht die Welt) und haben schon ein bißchen länger, ca. 1 Jahr, nichts mehr von ihr gehört.
Gestern erhalten wir nun einen Brief vom Anwalt, das mein LG vom letzten Jahr sein kompletten Gehaltsnachweis bringen muss. Die Anwältin möchte es prüfen, weil seine Ex-Frau sagte, das sie ca. 20 € im Monat mehr bekommt. Die Gehaltsnacheweise darf doch nur die Anwältin einsehen oder darf bekommt die Ex diese auch zu Gesicht?? Sie ist neu verheiratet und bekommt zum Glück keinen Unterhalt mehr.

Kann das sein???? Ich habe gedacht, ich stehe im Wald. Wieso rennt jm. wegen 20 € zum Anwalt?? Wir haben auch noch ziemlich hohe Schulden abzutragen (wegen Selbstständigkeit). Kann es denn sein, das wenn wir die Schulden angeben, das wir evtl. weniger als 247 € zahlen müssen??

Was würdet ihr bei soetwas machen? Rechtsanwalt einschalten oder nicht? Die ganze Scheidung hat schon über 3 Jahre gedauert und es hört einfach nicht auf. Kann eine Frau nicht ihren Ex-Mann einfach mal "leben" lassen?! Sie hat doch damals Ehebruch begangen... Wir möchten auch gerne nächstes Jahr eine Familie gründen. Aber wenn das so weiter geht, könnten wir unseren eigenen Kindern ja gar nichts bieten.

Über Antworten wäre ich sehr dankbar!!

Lieben Gruße
 

Liliki

Mensch
Hallo Montana 93 und herzlich willkommen hier,


Deine Frage würden wir lieber in eigenem eigenen Thread = Diskussionsfaden diskutieren, weil in diesem Strang nun schon länger über grundsätzliche Aspekte des neuen Unterhaltsrechts diskutiert wird.

Traust Du Dir als Neuling schon zu, Deinen Text in einen neu eröffneten Thread mit einem von Dir selbst gewählten Titel zu kopieren?

Dazu befindet sich ganz oben rechts auf dieser Seite ein grauer Button mit der Aufschrift "neues Thema" - den Titel wählst Du wie gesagt selbst.

Mit ähnlichen Problemen haben sicher mehr unserer User zu tun, so dass es bestimmt Antworten für Dich geben wird.


Anschließend lösche ich gerne Dein und mein Posting hier, damit dieser Thread sein eigenes Thema behält.


Viele Grüße, Lili

EF-Team
 

mafa

Aktives Mitglied
..ansonsten ist er Auskunftspflichtig..spätestens wenn Klage eingereicht wird....ABER ACHTUNG !!..ab 1.7.2007 wird für ihn günstiger...und sie bekommt dann weniger:

Grund: neue, einfache Tabelle und die Anrechnung des Kindergeldes zu 50%

Ich würde versuchen, hier zu verzögern..im Hinblick auf die Reform

- um einen Prozeß zu vermeiden...zahle notfalls ab April 20€ mehr unter Hinweis auf deine eigenen Berechnungen gemäß DDT unter Vorlage einer Gehaltsabrecchnung für einen - passenden - Monat.

Genauere Berechnung kann ich machen, wenn mir die Einkommensituation genannt wird.


Manfred

@ usagimoon ich setze mich für vieles ein...auch für Tiere und versuche hier die Rechtslage verständlich zu machen. Wie gesagt - ohne eigene Betroffenheit :kisses
 

mafa

Aktives Mitglied
Ich stelle hier mal was von der Vaeterbewegung rein, was ich teilweise beachtenswert halte.

http://www.sueddeutsche.de/,tt1m3/deutschland/artikel/489/106383/


Interview mit Mathieu Carrière zum Unterhaltsgesetz
"Ein Kind ist kein Sack Kartoffeln"
Die große Koalition zankt über das Unterhaltsrecht. Demnach soll den Kindern von Scheidungseltern künftig absoluter Vorrang eingeräumt werden. Seit Jahren gehört der Schauspieler Mathieu Carrière zu den prominentesten Kritikern des geltenden Rechts. Seiner Meinung nach sollen sich die Frauen endlich von ihrer Mutterrolle emanzipieren - und arbeiten gehen.
Ein Interview von Thorsten Denkler



sueddeutsche.de: Herr Carrière, wenn Eltern sich trennen, dann geht es schnell um zwei Fragen: Wer bekommt die Kinder, wer muss zahlen? Wie ist ihre Erfahrung?

Mathieu Carrière: In Deutschland gehört das Kind wie ein Sack Kartoffeln dem Sorgerechtseigentümer. Er bestimmt über Besuchszeiten und das Unterhaltsgeld.

sueddeutsche.de: Viele Frauen sind auf das Geld angewiesen. Ohne das können sie weder sich noch die Kinder durchbringen.

Carrière: Die Frage nach dem Geld ist doch eine Scheindiskussion. Es ist ja gut, dass die Last nach einer Trennung ein wenig gerechter verteilt werden soll. Aber der eigentliche Skandal ist doch, dass fast 90 Prozent der Trennungskinder in Deutschland in den Besitz der Frau kommen und sich dann an den Tropf hängen. Auch Frauen sind doch erwachsene Menschen. Sie sind doch nicht durch das Kinderkriegen zu erwerbsunfähigen Krüppeln geworden.

sueddeutsche.de: Das Gesetz verlangt doch, dass Mütter ab einem bestimmten Kindesalter arbeiten gehen.

Carrière: Sie müssen nicht, sie sollen. Diese degressive Regel geht auch wieder davon aus, dass die Frauen behütet werden müssen wie Mimosen. In der Praxis kann kein Unterhaltszahler nachweisen, ob seine Ex einen reichen Liebhaber hat oder einen neuen Job.

sueddeutsche.de: Die Union will verhindern, dass das neue Unterhaltsrecht junge Mütter zwingt, arbeiten gehen zu müssen.

Carrière: Um Gottes Willen! Junge Mütter! Dies sind besonders schwach. Mütter unter Artenschutz. Mit Gleichberechtigung hat das nichts zu tun. Ich kann da nur mit Alice Schwarzer antworten, die seit 30 Jahren predigt: Frauen, emanzipiert euch von der Mutterrolle. Einem Kind ist es doch vollkommen egal, von wem es betreut und geliebt wird. Es hat da keine geschlechtspezifischen Grundbedürfnisse. Und ein alleinerziehender Vater muss auch arbeiten.

sueddeutsche.de: Viele Väter sind doch froh, wenn sie die Verantwortung für ihre Kinder abgeben können.

Carrière: Auch die müssen gezwungen werden, für ihre Kinder zu sorgen. Aber das ist viel seltener Fall, als man glaubt. Ein Großteil der Trennungen erfolgt auf Initiative der Frauen. Warum nicht eine einfache Formel einführen: Wer geht, der zahlt mehr. Warum wird unter „Gleichberechtigung“ immer verstanden, dass die Männer zahlen?

sueddeutsche.de: Was müsste denn im Sinne der Kinder grundsätzlich anders laufen?

Carrière: Zuallererst, dass die Eltern bei einer Trennung kooperieren. Jeder in unserer Gesellschaft ist frei, sich zu trennen. Aber aus dieser Freiheit folgt notwendigerweise die Verantwortung, weiter im Interesse des Kindes zu handeln und nicht aus dem Kind eine Goldmine zu machen.

sueddeutsche.de: Darf sich der Staat da einmischen?

Carrière: Er muss. Trennungseltern sind oft beratungresistent. Es geht immer um die Interessen der Kinder. Aber heute wird in Deutschland das Elternteil mit dem Sorgerecht ja geradezu ermutigt, den Umgang des Kindes mit dem Ex-Partner zu vereiteln. Da werden Zwangsgelder nicht durchgesetzt, weil die Jugendämter den Frauen vorrechnen, dass sie mehr Geld bekommen, wenn sie den Konflikt schüren. Darunter leiden vor allem die Kinder. Und der entsorgte Elternteil zahlt dafür, dass er seine Kinder nicht sehen darf.

(sueddeutsche.de)

Radikal...aber meiner Meinung nach o.k.

Manfred
 

Hextina

KrisenmanagerIn ;-)
Teammitglied
Original von mafa
Ich stelle hier mal was von der Vaeterbewegung rein, was ich teilweise beachtenswert halte.

Welche Teile denn? (*scnr*)

Carrière: Die Frage nach dem Geld ist doch eine Scheindiskussion. Es ist ja gut, dass die Last nach einer Trennung ein wenig gerechter verteilt werden soll. Aber der eigentliche Skandal ist doch, dass fast 90 Prozent der Trennungskinder in Deutschland in den Besitz der Frau kommen und sich dann an den Tropf hängen. Auch Frauen sind doch erwachsene Menschen. Sie sind doch nicht durch das Kinderkriegen zu erwerbsunfähigen Krüppeln geworden.

*autsch*

Sorry, aber wer von Kindern als Besitz redet schiesst sich nach meiner Meinung komplett selbst ins aus.

Radikal...aber meiner Meinung nach o.k.

Radikal sicher, das wäre auch kein Prob, aber ok finde ich da fast nix.

Tina *back at home *g**
 

mafa

Aktives Mitglied
habe den Link repariert...


Was den " Besitz" betrifft.....moeglicherweise meint er, die Muetter betrachten die Kinder als ihren persoenlichen Besitz...vielleicht auch als Kapital..den sie im Trennungsfall einfach mitnehmen...oder spaeter nicht mehr Teilen wollen..

-vielleicht verstaendlicher wenn der gesamte Artikel gelesen wird-

Ich finde die leichte Provokation und Offenheit soweit o.k. er nimmt kein Blatt vor dem Mund und nennt die Realitaet aus seiner Sicht...ohne diese wissenschaftlich belegen zu muessen.

Irgendwo unter den Kommentaren habe ich noch einen netten Satz gelesen...die einzige Verbindung, die Trennungsmuetter zum Vater ihrer Kinder wuenschen ist die Bank - Verbindung... boese ..boese :ironie:

Manfred
 

mafa

Aktives Mitglied
Salz in der Wunde?

Kommentar dazu von dritter Seite:

Mann kann dem Schauspieler nur vollinhaltlich zustimmen -

und auch Frauen, die wirklich emanzipiert sind, können ihm nur zustimmen

So sehen es eben nur die Männer! Ober es hier wirklich emanziepierte..

Mann-fred ;D
 

Hextina

KrisenmanagerIn ;-)
Teammitglied
Original von mafa
Kommentar dazu von dritter Seite:

Mann kann dem Schauspieler nur vollinhaltlich zustimmen -

und auch Frauen, die wirklich emanzipiert sind, können ihm nur zustimmen

So sehen es eben nur die Männer! Ober es hier wirklich emanziepierte..

mafa, ein Kommentar sind nicht DIE Männer....

Komm mal wieder runter bitte :)

Tina *emanzipiert und unabhängig wie Carrière das fordert und trotzdem ist das für mich einer der größten Idioten die rumlaufen*
 

Hextina

KrisenmanagerIn ;-)
Teammitglied
Original von mafa

Was den " Besitz" betrifft.....moeglicherweise meint er,

Mir ist scheißegal was der möglicherweise meinen könnte.

Senderproblematik (Schulz von Thun solltest du dringend mal lesen, hat deine fast LG sicher imSchrank) weißt?

-vielleicht verstaendlicher wenn der gesamte Artikel gelesen wird-

Nein, aber dieser Absatz hat eine 'wunderbare' Selbstoffenbarungsebene:

Es müssten Treuhandkonten eingerichtet werden, auf das die Unterhaltszahlungen für die Kinder fließen. Dann können sich die Eltern keine Prada-Täschchen kaufen von dem Geld, dass den Kindern zusteht.

Wieviel Eltern wohl KU in einer Höhe erhalten welche Pradehandtaschen zuläßt. Also ich bekomme die 135%, da reichen 100% von dem KU für einen Monat nicht für ein Täschchen....
Mache ich jetzt etwas flashc?

Ich finde die leichte Provokation und Offenheit soweit o.k. er nimmt kein Blatt vor dem Mund und nennt die Realitaet aus seiner Sicht...ohne diese wissenschaftlich belegen zu muessen.

Seine Sicht ist das sicherlich, aber warum muss er nicht belegen? Weil er ein mittelmässiger Schauspieler ist, dann muss man nicht belegen sondern darf alles behaupten und die anderen müsen es als Wahrheit akzeptieren?

Ich werde Schauspielerin......

Irgendwo unter den Kommentaren habe ich noch einen netten Satz

Sehr nett, allerdings. *harhar* Und inhaltlich von einem solchen Argument. *tätschel*

mafa, weißt du was mit bei Typen wie dem fehlt?

Die Einsicht, das nicht Frauen immer die bösen sind und Männer immer nur die armen Opfer. Die Maskus bzw die Hardcorepappas (hast du die zudem Koranurteil gelesen? Unfassbar oder?) haben auf ihre Art und Weise genauso ein einseitiges verbohrtes Feindbild wie die Feministen. Die geben sich IMO schlicht nichts.
Mit starrem verharren auf der Opferrolle kommt man aber keinen Schritt weiter. Aber es jammert sich natürlich sehr fein, dem stimmt schon.

Nirgends ist mal etwas zu lesen das diese Bewegungen auch fordern das sich IN der Beziehung etwas ändern muss damit nach der Beziehung kein Ungleichgewicht entsteht. Wo fordern die Väter den gleichen Dualismus (Arbeit und Kinderbetreuung) für sich wie sie ihn von den Frauen fordern? Wo? Wo sind die wirklich gleichberechtigt und keine Rosinenpicker? Vllt übersehe ich ja etwas.

Ich war vorgestern bei einem meiner ältesten internetten Freunde. Der zeichnet für dieses Projekt http://www.vaetergruen.de/ verantwortlich. Das kann ich zB fast vorbehaltlos unterstützen, weil es *beide* Elternteile auch schon zu Beziehungszeiten *gleichberechtigt* in die Pflicht nehmen will. Wenn du mehr von Jörg lesen willst google nach Rumtrauben, aber Vorsicht der ist bei den Hardcorepapps ähnlich 'beliebt' wie ich und dein zementiertes Weltbild könnte Risse erfahren ;-)

Tina
 

mafa

Aktives Mitglied
Ich war vorgestern bei einem meiner ältesten internetten Freunde. Der zeichnet für dieses Projekt http://www.vaetergruen.de/ verantwortlich. Das kann ich zB fast vorbehaltlos unterstützen, weil es *beide* Elternteile auch schon zu Beziehungszeiten *gleichberechtigt* in die Pflicht nehmen will.


...netter Link

die Positionen sind sehr stark mit den ( teilweise utopischen) Zielen der Väterbewegung identisch. Ich wunder mich über deine Zustimmung und gleichzeitige Ablehnung der Väterbewegung die eigentlich nicht anderes fordern.



Für mich sind die meisten Punkte noch sehr fern...selbst bei der Väterbewegung und bei den Punkten Umgang bekomme ich leichte Bauchschmerzen...

bei Trennung und Scheidung soll automatisch vor dem Jugendamt eine gemeinsame Umgangserklärung abgegeben werden, in dem die Eltern gemeinsam eine Umgangsregelung verabreden. Die Erstellung dieser Regelung wird bei Bedarf - Antrag eines Beteiligten - durch Jugendamtsmitarbeiter unterstützt. Die getroffene Regelung ist rechtsverbindlich und vollstreckbar.


- Sofort bei Trennung das Mütter---äh..Jugendamt wegen Umgangsregelung einschalten - die sind dann noch mehr belastet und eher kontraproduktiv. Was ist wen einer der Elternteile nicht will? [/quote]

Eigene Erfahrung...in einer Trennungsberatung war Rat des JA zur Ex, den Umgang zu reduzieren..das ging selbst meiner Ex zu weit, sie verzichtete dann auf jede weitere Beratung.

Bei wiederholten festgestellten Umgangsvereitelungen - auch in geringem Maße - folgt sofortiger Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts. Der Lebensmittelpunkt muss davon nicht betroffen sein.
Hälftiger Umgang...ja, davon habe ich auch geträumt...


Wegzugverbot über eine Grenze von 50 km hinaus. Umgangskosten trägt der, der die Entfernung schafft. Wegzug nur bei gemeinsamen Einverständnis, auf Antrag und in Härtefällen möglich, bis zur Volljährigkeit der Kinder.
Umzugsverbot 50 km.....Spinnerei....


Umgangsvereitelung muss zur Straftat und zum Offizialdelikt werden - die Staatsanwaltschaft ist gezwungen, Ermittlungen aufzunehmen, wenn ihr ein solcher Vorgang bekannt wird.


..sehr schön…leider völlig an der realität vorbei
Wir plädieren für die vollständige Abschaffung des Ehegattenunterhalts für Ehen, die ab einem zu bestimmenden Datum geschlossen werden. Bestehende Ehen und Ehegattenunterhaltsregelungen sollen mit auf die Ehedauer umzulegende Übergangsfristen abgeschafft werden Ehegattenunterhalt soll nur noch dort bezahlt werden, wo eine eindeutige vertragliche Regelung vorhanden ist oder Einvernehmen oder Urteil darüber besteht, dass berufliche Fortbildungsmaßnahmen oder Wiedereingliederungsmaßnahmen notwendig sin


..ja, genau
Bei einer, wie von uns vorgeschlagenen, obligatorischen hälftigen Betreuung der Kinder ist eigentlich aber keine Kindesunterhaltszahlung mehr notwendig.
[/quote]

Jubel

Wir empfehlen als Richtschnur für Sorgerechtsverfahren das "Cochemer Modell", um ein für alle Beteiligten weitgehend streitfreies Verfahren zu finden.

..prima, eine alte Forderung der Väterbewegung :applaus

Dazu im Vergleich mal die Ziele des VAFK

• In vielen Fällen zieht ein Elternteil überraschend oder ohne wechselseitige Verständigung mit den Kindern aus. Bei gemeinsamem Sorgerecht ist das ein Rechtsbruch, der bisher nur selten geahndet wird. Auch bei nicht ehelichen Familien besteht die gleiche gelebte Elternschaft, ein einseitiger Wegzug ist insoweit auch dort nicht hinzunehmen. Durch diese eigenmächtige Aufenthaltsentscheidung werden in sehr vielen Fällen Fakten geschaffen, die die späteren Entscheidungen maßgeblich beeinflussen. Die aktuelle Situation begünstigt letztlich das mittelalterliche Faustrecht.
• Eine weitere Gefährdung des Kindeswohls erfolgt durch die Behinderung der notwendigen elterlichen Umgangskontakte. Die Nichteinhaltung von Umgangsregelungen, das eigenmächtige Aussetzen von Umgangskontakten oder auch der schleichende verdeckte Boykott fördern die Eltern-Kind-Entfremdung.
• Durch einen - auch späteren - Wegzug eines Elternteils mit den gemeinsamen Kindern über mehr als fünfzig Kilometer wird der Kontakt zwischen den Kindern und dem getrennten Elternteil noch weiter zerstört, damit wird gegen die grundgesetzlich garantierte Elternschaft verstoßen.
• Verschlechtert wird die Situation über zu geringe Handlungsmöglichkeit und mangelndes Engagement durch Jugendämter. Ebenso sorgt die teils lange Verfahrensdauer bei den Familiengerichten dafür, dass eine Lösung meist zu spät kommt.
• Selbst bei gemeinsamem Sorgerecht hat der betroffene Elternteil viele Informationsmöglichkeiten nicht bzw. nur unter erschwerten Bedingungen (Schule, Kindergarten, Arzt,....), sodass auch dadurch eine Einbindung in die Elternaufgabe untergraben wird.
• Auf allen Ebenen werden diese Probleme nicht anerkannt bzw. als Einzelfälle heruntergespielt. Daher haben die betroffenen Elternteile kaum die Möglichkeit, in ihrer belasteten Trennungssituation Hilfe zu erhalten.
• In Unterhaltssachen wird der betreuende Elternteil von den Jugendämtern kostenlos beraten, während der andere auf kostenpflichtige Rechtsanwälte angewiesen ist. Dies führt zu einer weiteren Benachteiligung und stellt eine streitfördernde Ungleichbehandlung dar.
• Umgekehrt gibt es getrennt lebende Elternteile, die ihrer elterlichen Verantwortung aus unterschiedlichen Gründen nicht oder unzureichend nachkommen. Hierunter leiden die betroffenen Kinder und der betreuende Elternteil durch einseitige Belastung. Gerade in diesem Bereich haben Politik, Jugendämter, Beratungsstellen und Familiengerichte bisher kaum nach Lösungen gesucht.
• Insgesamt erfahren Trennungsfamilien eine erhöhte wirtschaftliche Belastung, während der Staat durch Wechsel der Steuerklasse mehr Steuern einnimmt. Tatsächlich müssten getrennte Väter und Mütter erheblich stärker entlastet werden.
• Gemeinsames Sorgerecht ab Feststellung der Vaterschaft auch bei nicht ehelichen Kindern.
• Gerichtliche Umgangsentscheidungen und außergerichtliche Vereinbarungen sind zwingend einzuhalten und auch durchzusetzen (Umgangspflegschaft, soziale Arbeit während der Umgangszeiträume, Zwangsgeld, bis hin zum teilweise/ganzen Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts).
• Ohne schriftliche Vereinbarung oder gerichtliche Entscheidung darf eine bestehende Umgangsregelung nicht ausgesetzt werden.
• Ohne gerichtliche Entscheidungen oder Vereinbarungen ist eigenmächtige Kindesmitnahme bei Umzug ein Straftatbestand!
• Klare Definition und Information der betreffenden Stellen, wie Trennungseltern nach einer Trennung in die Erziehungsaufgabe eingebunden bleiben. Der Vater hat als Einzelner nur schwer die Möglichkeit, dies der Schule oder dem Arzt zu belegen. Die Aufgabe der Familienpolitik ist es, dazu eindeutige Aussagen und gesetzliche Vorgaben zu schaffen.
• Öffentliche Einrichtungen haben nicht betreuende Elternteile bei der Wahrnehmung ihrer Erziehungsverantwortung in vollem Umfang zu unterstützen. Eine Vorgehensweise nach dem Cochemer Weg muss gesetzlich verankert werden.
• Die interdisziplinären Arbeitsweisen der Cochemer-Praxis müssen gesetzlich verankert werden.
• Quelle: http://www.vafk.de


Tina, wenn du das die Positionen von Vätergrün fast vollständig akzeptieren kannst solltes du den Positionen der Väterbewegung am Beispiel des VAFK positiver gegenüberstehen. Oder magst du etwa nur die Positionen, wenn sie von bestimmten Personen vorgebracht werden und wegen der P.C. geschlechtsneutral gehalten werden??

Manfred
 
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