Hilfe! -  Patchworkfamilie- Wie alle unter einen Hut bringen??

A

Astrid

Guest
Original von Al Bundy
Ich finde es sehr unschön, wie Gesprächsfetzen aus einem mehrstündigem Gespräch (aus dem Zusammenhang gerissen) hier von Biggi wiedergegeben werden.
Mir scheint, Ihr Beiden habt ein "kleines Problem" miteinander.....


"Willen brechen" war nicht meine Formulierung!!! Ich sagte "Grenzen aufzeigen". Das ganze in dem Zusammenhang, daß der 11-jährige um 22:15h zuhause eintrudelte. Wohlgemerkt ohne Licht am Fahrrad, ohne Handy in der Tasche. Mal abgesehen davon, welche Ängste dann aufkommen in Richtung "hatte er einen Unfall"...etc. bin gerade ich bei diesem Thema sowohl privat vorbelastet als auch beruflich. Oder vielleicht auch ein bischen zu dünnhäutig, weil ich jeden Tag Akten lesen kann, in denen beschrieben ist, was Kindern auch in krimineller Hinsicht passieren kann??? Ich will das aber nicht weiter vertiefen. Ich habe nicht die Absicht, öffentlich dreckige Wäsche zu waschen. Solch eine Forumsdiskussion gab es mal, ging seeehr unter die Gürtellinie. An diesem Punkt steht Biggi jetzt wieder.
Du kannst Kinder nicht einsperren. Passieren kann immer etwas im Leben. Und wenn ich mir da so die täglichen News anschaue, sogar tagsüber!
Letztendlich hast auch Du dich an dieses Forum gewendet. Ich denke, Du hättest Dir mehr Zuspruch für Dich persönlich gewünscht.
Nimm es bitte nicht persönlich was ich Dir jetzt schreibe; aber ich denke, dass man sich "kinderlos" nur sehr schwer in gewissen Dinge hineinversetzen kann....
Ich habe eher so das Gefühl, Du möchtest Deiner Freundin Deine Gedanken, Deine Vorstellungen, Deinen Weg aufzwängen.
Liebe heißt und bedeutet auch, nicht an seinem Partner zu ziehen; für mich bedeutet es viel mehr, ihn auch "kommen" und "ankommen" zu lassen. :rolleyes:

Du wirkst gerade so ein wenig wie ein eingeschnappter, kleiner Junge, der seinen Willen nicht durchgesetzt bekommt.
Mal eine Gegenfrage an Dich......

WAS WÄRST DU DENN BEREIT FÜR EINEN MENSCHEN AUFZUGEBEN?

Über eine Antwort würde ich mich freuen.....

:sonne

Astrid
 

Hextina

KrisenmanagerIn ;-)
Teammitglied
Moin,

tja, was soll ich sagen? wir hätten uns das hier alles sparen können....

Ich glaube ihr habt eine Menge Klarheit gewonnen, oder? ;-)

Ich lass das mal fast unkommentiert, weil du kommst klar und entschieden rüber.

aber erschreckend, dass es hier nicht ein positives beispiel für eine patchworkfamilie gibt... :(

*wedelmithandganzdoll*

Hier ist eine.
Mein Mann und ich haben heute so eine. Das war harte Arbeit, hat allen viel abverlangt, gerade auch den Kindern, seinen wie meinen, und allen unendlich viel gebracht.

Zudem bin ich bei meiner Mutter und meinem Stiefdad mal in einer sehr geglückten Patchworkfamilie aufgewachsen. Neue Partner können Kindern ganz viel geben, so als Freunde fürs Leben.....

Liebe Grüße,

Tina
 
P

papalagi

Guest
Original von zippi1968
aber erschreckend, dass es hier nicht ein positives beispiel für eine patchworkfamilie gibt... :(
traurige grüsse -zippi-


Hechel.... rein renn..... vor dem Posting anhalt... ausschnauf... japs...

:schielist es schon zu spät?


Ok.... ich bin so ein positives Beispiel. 8)

Ich wurde im Oktober 2003 von meinem Gatten getrennt... er hatte ne andere... ich zog im November mit Sohnemann (damals 7) aus... aber nur 3 Strassen weiter.
Dann lernte ich meinen LG im Internet kennen... 180km weit wech.
Wir lebten von März 2004 bist Juli 2003 eine WE-Beziehung.
Was uns beide irgendwann nicht mehr genügte. Vor allem mir.
Jetzt hieß es überlegen....
Er würde auf keinen Fall herziehen, denn er hat einen sicheren Job.
Punkt.
Und diesen Punkt setzte nicht nur er.... sondern auch ich.
Da waren wir uns erst mal einig.
Er hat aber auch niemals gedrängelt.... auch kam von ihm nie der Vorschlag, dass ich zu ihm ziehen solle oder ähnliches. Ich war da die treibende Kraft die hin und her überlegt und alle Eventualitäten durchspielte.
Er lies mir da absolut freie Hand... was ich wann und wie und überhaupt.
Ich hätte auch noch ein Jahr warten können... er hätte es akzeptiert.

Und ich denke... da hapert es bei Al... schließlich bist du es die alles auf sich nehmen wird, die ihre Kinder in eine neue Umgebung einführen muss, die ihnen helfen muss sich neue Freunde zu suchen.... neue Vereine... ein neues Leben.
Sicher... sagt man... ach Kinder sind da unkompliziert, die können sich schnell anpassen.... ja klar... anpassen.
Aber sind sie dann auch glücklich?

Und ich muss sagen, wir sind fast glücklich... sicher so ein neues Leben ist nicht einfach. Es wird viele Tage geben an denen man am liebsten alles hinschmeißen und davon laufen würde. Es gibt Nächte da wird bitterlich geweint und sehr ernst geredet.... sehr ernst... da kommen Dinge an den Tag, innerste Ängste, schlechtes Gewissen....usw.usf.
Doch wenn man dran bleibt und nicht verzagt, wenn man im gespräch bleibt und den anderen so akzeptieren lernt wie er IST.... dann sollte es zu schaffen sein.


Bin ich wirklich ein positives Beispiel?
Ich bin jetzt auf Jobsuche.... weil den habe ich auch gekündigt als ich weggezogen bin.
Ich bin dabei mir einen neuen Freundeskreis aufzubauen.... denn 180km sind ja nicht gerade um die Ecke.
Alles nicht so einfach... aber man kann es schaffen... wenn man es wirklich will. 8)


Jo.... und was jetzt bei euren 55km ist.... überlegt selbst.... ;D
Was willst du... willst du das alles auf dich nehmen?

LG
Bea
 

zippi1968

Mitglied
;-)papalagi, ich seh gerade, du hattest oben schon eine altersangabe gemacht


nein, auch ich möchte hier keine schmutzige wäsche waschen. ganz bestimmt nicht.
vorhin ist so ein bischen die wut mit mir durchgegangen. entschuldigung !
aber:
erst interessiert al sich für die meinung anderer menschen; aber jetzt, wo er nur wenig bis null zuspruch bekommt, dreht er die dinge wieder so, als sei er der allein über allem stehende...
bei dem thema "willen brechen" ging es zusammenhanglich nicht darum, dass mein 11jähriger um 22 .15uhr nach hause kam und dann noch rotzfrech war- da bin ich übrigens derselben meinung, dass man ihm grenzen aufzeigen muss, was mir zugegebener massen nicht besonders gut gelingt . stimmt, ich bin nicht die authorität in person.
ich selbst habe nie konsequente bestrafung kennengelernt, da meine eltern auch nie lange durchhielten, wenn sie mir eine strafe, wie es bei uns z.b. üblich war- stubenarrest-auferlegt hatten. das wurde einen tag durchgehalten, und dann war`s gut. auch sie waren in der beziehung eher weicheier.
nein, bei dem thema "willen brechen" ging es darum, dass sich meine kinder nach als auffassung einfach in die situation hineinzufügen hätten- kinder hätten bei solchen "erwachsenenentscheidungen" nun mal kein mitspracherecht, und somit hätten die jungs mitzuziehen. basta.
wie kann man solch eine auffassung anders umschreiben ?
natürlich wäre es für ihn und mich einfacher, wenn ich mich so verhalten würde/könnte. aber ich bin nun mal keine diktatorin. ich habe meine kinder nicht geboren, um über jemanden bestimmen zu können...
 

Liliki

Mensch
Hallo Al,


In einigen Antworten war zu lesen, daß das Problem vielleicht nicht nur die Kinder sind. Der Auffassung bin ich mittlerweile auch. Jedoch werde/möchte ich dieses Forum nicht als Paartherapie oder Kummerkasten mißbrauchen


Natürlich kann dieses Forum keine Paartherapie ersetzen ... als "Kummerkasten" ist es allemal geeignet ...




Viel Glück für Euch, Lili
 

Damiana

Aktives Mitglied
Hallo ihr beiden!

Ich weiß schon, warum ich so ein Thema hier gar nicht ansprechen würde - da es IMMER so viele Faktoren gibt, die wir Mitleser gar nicht kennen. Aber nun habt ihr es getan und da dürft ihr manche Antwort nicht so eng sehen.

Wieso keine positiven Beispiele? Ich bin ja auch eins - die Umstände waren aber nunmal glücklicher als bei euch zur Zeit.

Was ich verletzend fände, ist die Aussage über Zippis Durchsetzungsfähigkeit bei den Kindern. DAS hat doch überhaupt nichts mit der eigentlichen Sache zu tun. Im Gegenteil: Wenn Al meint, den Kindern müssten besser Grenzen aufgezeigt werden, dann wäre es entweder an euch, daran (gemeinsam) zu arbeiten oder ein Grund für Al, noch öfter mit den Kindern zusammen zu sein und somit auch Einfluss zu nehmen. Wichtig finde ich dabei nur (das haben wir auch erst lernen müssen), vor den Kindern IMMER an einem Strang zu ziehen und z.B. Kritik am Partner ohne die Kinder statt findet. Auch Eltern sind sich manchmal uneinig, aber in Patchwork-Familien ist das für den neuen Elternteil immer schwieriger, von den Kindern voll und ganz akzeptiert zu werden.

Es hat überhaupt keinen Sinn, Zippi das Sauerland, ihren Erziehungsstil oder was auch immer noch madiger zu reden - um einen Grund zu finden, die Kinder zum Umzug zu zwingen. Umgekehrt würde ein Schuh draus, wenn man zuerst die Kinder überzeugt hätte (z.B. mit Besuchen in der möglichen Stadt, andere Kinder kennen lernen, neues Haus, sofern vorhanden etc.). Das heißt nicht, dass das 100% funktioniert hätte, aber es geht ja eben um die Kinder.

Was der Vater macht, finde ich legitim. Man sollte sich auch immer mal wieder kurz in die Lage desjenigen versetzen, der seine Kinder nur selten sieht und akzeptieren muss, dass ein anderer Mann mit seinen Kindern lebt (bzw. leben kann). Da macht man natürlich tolle Sachen mit den Kindern und holt immer komprimiert das nach, was man sonst nicht mit den Kindern machen kann. Ich habe mir dann immer kurz überlegt, wie ich das umgekehrt fände oder machen würde und bin zu dem Schluss gekommen, dass es gut ist, so wie es ist. Dafür lebt mein Kind schließlich bei mir und nicht bei seinem Vater!
 

zippi1968

Mitglied
Es hat überhaupt keinen Sinn, Zippi das Sauerland, ihren Erziehungsstil oder was auch immer noch madiger zu reden - um einen Grund zu finden, die Kinder zum Umzug zu zwingen. Umgekehrt würde ein Schuh draus, wenn man zuerst die Kinder überzeugt hätte (z.B. mit Besuchen in der möglichen Stadt, andere Kinder kennen lernen, neues Haus, sofern vorhanden etc.). Das heißt nicht, dass das 100% funktioniert hätte, aber es geht ja eben um die Kinder.
liebe damiana,
genau diese möglichkeit hatte ich auch mal vorgeschlagen, und zwar ziemlich zu beginn unserer überlegungen, wie wir einen umzug am besten vorbreiten und gestalten könnten.
diese variante hätte auch mir am ehesten gefallen. somit wäre das neue umfeld nicht mehr so fremd für die kids, und so hätte man ihnen bestimmt einige ängste von vornherein nehmen können, z.b. indem sie schon freunde gefunden hätten, bevor sie endgültig dorthinziehen.
war al aber zu risikoreich, sich "auf blauen dunst" schon mal vorab eine grössere wohnung zu nehmen.
lg zippi
 

Lys

Namhaftes Mitglied
Ich bin doch auch ein positives Beispiel....

in gesteigerter Form würde ich mal sagen ;-)

Ich lebe zur Zeit mit meinem Freund, meiner Tochter mit Dowm Syndrom und mit meiner Nichte (!), die gleichzeitig die Tochter meines Freundes ist, zusammen.
Ja, richtig gelesen....ich bin mit dem Mann zusammen, mit dem meine Schwester ein Kind hat. Und das Kind lebt überwiegend bei uns.

Und nein, meine Schwester und ich hassen uns nicht....sie lebt als Mieterin bei uns im Haus.


Wir alle haben uns einfach wie erwachsene Menschen benommen.
Fakt war, die Beziehung zu meinem Ex-Mann war kaputt, die von meiner Schwester auch.
Fakt war, mein Freund und ich hatten uns verliebt und wollten diese Liebe auch leben.
Fakt war, es gab da zwei Kinder....

so, daraus haben wir dann das bestmögliche Modell für die Kinder gebastelt.
die Kinder mussten sich damit abfinden, dass diese neue Konstellation nun gelebt wird. Punkt. Heftig genug für 3 und 4 Jährige. Noch mehr Schmerz wollten wir ihnen ersparen.
Also hat sich alles und jeder dann nach den Kindern gerichtet.

Es war anfags nicht leicht, es gab hin und wieder Knatsch.
Aber inzwischen läuft es wirklich wunderbar. Die Kinder haben beide Elternteile. Die Eltern, bei denen die Kids nicht leben, können die Kids JEDERZEIT sehen. Es gibt gemeinsame Unternehmungen von Allen. Wichtige Entscheidungen werden immer von den jeweils leiblichen Eltern getroffen und dann von Allen getragen.

Es gehörte aber schon sehr viel Flexibilität Aller dazu. Wo es irgendwie möglich war, haben immer die Erwachsenen den "schwarzen Peter" genommen.

Mit dem Ergebnis, zwei Kids zu haben, die glücklich und zufrieden sind, die sich eben nicht unterdrückt und rumgeschubst fühlen müssen, die jederzeit wissen, dass sie sich sowohl auf ihre leiblichen als auch auf ihre "Stief" Eltern verlassen können.

Ich denke, das war alle Mühe wert....


Gruss Lys
 

Erika38

Aktives Mitglied
Hier meldet sich eine Patchworkfamilie ;-)

Gleich zuerst .. wieviel Opfer er schon gebracht hat??? Er wird noch sehr viel mehr bringen müssen.

Ich erzähle Euch zweien mal unsere Geschichte ...


Ich lernte meinen heutigen Mann im Internet kennen.Er wohnte 350km weit weg und hat keinen Führerschein!Ich war seit 1 Jahr getrennt und wohnte mit den Kids in der Nähe meines Ex damit sie den Vaterkontakt nicht verlieren.Ich habe einen Führerschein aber damals kein Auto da ich von Unterhalt lebte.Mein ex und ich verstehen uns bis heute überhaupt nicht und die Scheidung war ein Krieg.Wobei die Kids so gut wie nie beteiligt waren.Mein Mann fuhr die 350km jedes 2. We zu uns,zurück fuhr er meist so das er vom Bahnhof gleich zur Arbeit ging.Es war stress für ihn aber er hat NIE ein wort darüber verloren das er die Bahnkosten hat oder das es Stress für ihn ist.In der Zeit bei uns verstand er sich mit den Kids ganz prima.Unter der Woche war er allein zu Hause und konnte halt machen was er wollte.In den Ferien sind wir zu ihm gefahren und auch da war es ganz toll.Urlaub eben.Da ich mit meinem ex nur Stress hatte war ich nicht abgeneigt umzuziehen,aber nur mit Kids.Ohne wäre ich gestorben.Irgendwann kam bei uns auch das Thema zusammen ziehen und ich sprach mit den Kids,ob sie es wollten,ob sie dorthin ziehen wollten,alles aufgeben-Schule, Freunde und Familie nur noch ein paar mal im Jahr sehen und den Papa weiterhin alle 2-3 Wochen.Ich hatte das Glück,das meine Kids gleich ja sagten,während mein ex gleich das alleinige Sorgerecht deswegen beantragte (was natürlich abgelehnt wurde).
Wir zogen in eine Wohnung und mein Mann behielt seine kleine Wohnung noch bei.
Gottseidank kann ich im nachhinein nur sagen.Ich war es ja gewohnt mit den Kindern täglich,aber mein Mann eben nur am We.Zwar hat er selbst eine Tochter,aber auch die kam nur alle 2 Wochen ein We.Tägliches Familienleben hat meinen Mann sehr zugesetzt.Keine Ruhe mehr,Kompromiße machen müssen,Kids die auch ungezogen sein können,Erziehungsstile die weit auseinander driffteten.Es war chaos und ich mitten drin,einerseits wollte ich meinem Mann helfen andererseits wollte ich den Kids gerecht werden und noch mal anders mir nicht meine jahrelangen Erziehungsstil kaputt machen lassen.Es gab tägl. Streit,bis man zum Schluß sogar über Nichtigkeiten stritt.Darunter litten die Kids erst recht.Mein Mann zog also wieder in seine Wohnung und jeder brütete erstmal vor sich her.Ich,die alles aufgab und hinterfragte, ob ich das tat um mir von einem *single* sagen zu lassen wie ich meine Kids erziehen soll oder das ihm das alles zuviel ist.Und mein Man der es gewohnt war allein zu sein,der mit erziehung nicht viel zu tun hatte bisher und arbeiten geht um alle durchzubringen,nur um zu sehen das er jetzt nicht mehr *singleleben* hat und weniger Geld,Zeit und Ruhe.Wir sahen uns also noch ab und zu und meistens endete es im Streit.Unglücklich über die Situation waren wir beide.Wir liebten uns ,kamen aber nicht miteinander klar.Irgendwann war dann doch das Thema Trennung angesagt,mit vielen zerplatzen Träumen und Erwartungen.Wir hatten dann endlich das erlösende Gespräch,wo jeder sagte was er erwartete und haben geklärt,was möglich ist.Ich bin auf ihn zu gegangen und er auf mich.Es gab noch viele Rückfälle,die nur nicht wieder im alten Trott endeten weil einer von uns (meistens ich) ruhig blieb und mal zurück steckte.Das ganze war eine wirklich schwierige Phase und funktionierte nur,weil wir die flinte nicht ins Korn warfen,sondern an unsere Beziehung arbeiten wollten.
Heute wohnen wir wieder zusammen,sind verh. und haben einen gemeinsamen Sohn.Es gibt kaum noch Streit und wir sind nun zufrieden wie es ist.Es gibt immer noch Rückfälle,bei Stress z.B. aber wir haben das gut im Griff das es nicht eskaliert.Mein Mann arbeitet viel und hat doch wenig über im Monat,aber er sagt kein Ton.Dafür schauen wir mal über seine Stresbedingte schlechte Laune hinweg.
Wir haben es geschafft aber ich weiß nicht ob ich das nochmal tun würde.


Ich kann euch nur sagen,zusammen wohnen und tägl. Familie ist etwas ganz anderes als sich am We oder im Urlaub zu sehen.Es kann richtig arbeit bedeuten bis alles klappt und es kann viele Tränen kosten.
Es kann,es muß nicht!
Euch würde ich empfehlen,das dein Freund für 2,3 Monate zu Dir zieht und ihr erstmal testet ob es überhaupt gut geht.Ich denke die Fahrerei ist sicher ärgerlich,aber manche fahren weiter und länger zur Arbeit.Es sollte zumindest soviel Interesse bestehen,es mal auf diese Weise aus zu probieren.Kosten tut eine Familie eh noch viel mehr,als nur Benzin und Werkstatt ;-)
Ich rate wirklich davon ab,gleich die Wohnungen aufzugeben und fest zusammen zu ziehen.Das Dein Sohn Dir mit wegzug droht ist eine schwierige Sache.Da kann ich dir nicht helfen.Ich würde nicht ohne meine Kinder umziehen.Schon garnicht wegen 55km.Vielleicht ist die Trennung vom Vater auch noch zu frisch.Scheidungskinder haben oft das Glück das beide Eltern versuchen ganz toll zu sein,wobei der Vater es meistens einfacher hat,da er sie nur am We oder Stundenweise hat.Da wird nicht geschimpft und er hat immer Zeit.Das ändert sich aber noch mit der Zeit.

Auch wieder eine Antwort die sicher nicht in eurem Sinne ist,aber DAS sind gelebte Erfahrungen.Realität ist leider nicht so leicht und schön wie man sich das wünscht.

Ich hoffe für euch das ihr die richtige Lösung findet

LG Erika
 
R

redneb

Guest
Drei Fragen dazu:

1. Wie geht es Zippie, wenn der Junge wirklich bei seinem Vater bleiben will?
Wird sie nicht insgeheim fühlen, dass sie ihn "abgeschoben" hat, um sich einen Wunsch zu erfüllen?

2. Wie kommst Du auf die Idee dass - wenn der Vater-Versuch nicht klappt - das Kind in einen Umzug einwilligen wird? Diesen Automatismus gibt es doch irgendwie nicht - wie reagierst Du, wenn er dieser Erwartung nicht gerecht wird?

3. Ist es richti, den Jungen zum Vater zu geben, wenn Du im gleichen Atemzuge sagst, dass er da nicht gut aufgehoben ist? Was will eigentlich der Junge?

Irgendwas sagt mir, dass nun versucht werden soll, Euer Mann-/Frau-Problem durch Instrumentalisierung dieses Kindes zu lösen.

Wenn Du übrigens einen 12-Jährigen als "der Kleine" bezeichnest, dann habe ich persönlich ein Problem mi Deiner Sichtweise auf diesen jungen Menschen.

Gruß,
redneb
 
P

papalagi

Guest
Original von ronia
Original von papalagi
Wir lebten von März 2004 bist Juli 2003 eine WE-Beziehung.

:wow ui!

:-Dich hab ne Zeitmaschine im Wohnzimmer stehen... damit kann ich rückwärts leben.
Quatsch sollte natürlich März 2004 bis Juli 2004 heißen. ;D


Hm.... Al, dein Vorschlag klingt absolut vernüftig.
Aber ich muss dir sagen als es bei uns akut wurde, habe ich Till gefragt ob er mit ziehen möchte. Natürlich hat er nein gesagt. Aber ich wusste auch, dass wenn ich ihn hier lassen würde, würde er niemals nachkommen.
Sein Vater ist jetzt auch kein Choleriker oder sowas... er hätte es dort mindestens genau so gut wie bei mir... er hätte es sogar noch besser... weil es dort finaziell besser aussieht als bei uns.
ABER... Till hat hier in diesem einem Jahr so viel gelernt.
Soziales Verhalten, teilen, sich zu behaupten in Schule und zu Hause, offen zu sein für neue Freunde..... das alles, hätte eine gut bezahlte Kindheit niemals bieten können. Sicher hätte er dort auch teilen lernen müssen, denn die Neue von Ex hat 2 Mädchen.... aber hier bei mir gibt es auch 2 Kinder von LG und alle 2 WEs noch seine ganz kleine... also sind wir an guten Tagen 4 Kinder und 2 Erwachsene.
Ich finde so ein wohnen auf Probe immer gefährlich.
Denn das wäre ja nur Schein.
Ich habe auch darüber nachgedacht mir zuerste in der selben Stadt eine Wohnung zu nehmen, aber das wäre rausgeschmissenes Geld. Wir sind alle zusammen gleichzeitig ins kalte Wasser gesprungen.... und hielten uns alle an den Händen....

LG
Bea
 
M

marci

Guest
Hallo,
eigentlich wollte ich zu dem Thema hier garnichts beitragen, weil ich der Ansicht bin, dass man ohne die Verhältnisse wirklich zu kennen, sich nur schwer eine Meinung bilden kann. Aber das letzte Posting hat mir doch zu denken gegeben:

-Kind soll probeweise beim Vater bleiben, wenn es gut geht, ist es wohl für ihn das Beste und Mutter soll dann damit leben???
Damit bringt ihr das Kind unter den Druck, das Ganze beim Vater muß funktionieren, weil er sonst umziehen muß. Wer soll denn dann letztendlich eigentlich beurteilen, ob das "beim Vater wohnen" nun gut funktioniert oder nicht? Du, Al Bundy? Der Vater? Das Kind?

- Kinder werden gezwungen mitumzuziehen:
Ich bin sicher der Meinung, das Kinder nicht immer ihren Willen durchsetzen können, und auch ihre Mutter nicht mit der Aussage, "dann gehe ich eben zum Vater" unter Druck setzen dürfen. In dem Fall aber, bei dem schließlich das Leben der Kinder vollkommen umgekrempelt wird, ihnen Freunde, Vater und die gewohnte Umgebung genommen wird und sie in eine aus meiner Sicht vollkommen unsichere Situation gebracht werden, sollte man auf ihre Wünsche, ihre Bedürfnisse, ihre ÄNGSTE Rücksicht nehmen.

- Du bietest ihnen gesicherte Verhältnisse?
Finanziell kann und will ich das nicht beurteilen. Rein vom Gefühl her, würde ich mal sagen, daß ja eigentlich der Beginn dieses Unternehmens "Umzug-ja oder nein" schon ziemlich scheitert und es an der Art, wie du und deine Freundin miteinander umgeht, abzusehen ist, daß da noch ganz große Probleme auftauchen werden. (sorry, ich gehe von dem aus, was ich hier lese, ist ja in real evt. anders..) Für die Kinder könnte das bedeuten, sie müssen alles aufgeben und im Endeffekt sind sie mit ihrer dann unglücklichen Mutter wieder allein, in fremden Gefilden.

- 55 KM
Zugegebenermaßen nicht gerade angenehm, aber bei entsprechenden Willen und Einsatz durchaus machbar! Außerdem würde ich das ganze mal positiv sehen, ihr seht euch vielleicht nicht jeden Tag, d. h. es bildet sich langsamer eine neue Gemeinschaft, die es den Kinder ermöglicht da reinzuwachsen. Das Ganze sieht doch in ein paar Jahren vielleicht schon wieder ganz anders aus?

- Mit Aktionen warten, bis Unterhalt geregelt ist:
Mit Verlaub gesagt, habe ich das ungute Gefühl, das hier Finanzen vor den Kindern stehen. Erst wird das Fahrgeld per Kilometer ausgerechnet, dann der Probe-Umzug der Kids nach dem Unterhalt-Zeitpunkt geregelt? Mal abgesehen davon, daß es wahrscheinlich eher so ist, daß der Unterhalt eh flach fällt, wenn das Kind beim Vater wohnt, denke ich, ihr solltet da die Interessen des Kindes in den Vordergrund rücken.

Generell finde ich es keine gute Idee, dem Kind zu zeigen, wie schlecht es im Alltag beim Vater ist, und ihm damit vor das kleinere Übel des Umzugs zu stellen.

Wenn ich deine Freundin wäre, wüßte ich glaube ich, was ich täte.

Nochmal, ich sehe die Situation nur so, wie sie sich HIER darstellt!!!
Gruß
Marci
 

Damiana

Aktives Mitglied
Ich kann mich marci nur anschließen. Die Frage, ob der Sohn "entscheiden" darf, ob er jetzt mal probeweise beim Papa wohnen darf, sollte unabhängig von der Umzugs-Geschichte und v.a. von der Mutter getragen werden. Mit allen möglichen Konsequenzen.

Ich habe so etwas bei zwei Familien erlebt. Da ging immer der Wunsch von den Kindern aus, beim Vater zu leben. In einem Fall waren die beiden wieder ganz schnell bei Mama. In dem anderen Fall war der Vater ganz schön der Doofe, der den Job gewechselt und eine größere Wohnung angemietet hat... und nach 6 Monaten wollte der Sohnemann (12) wieder zur Mama zurück.

Außerdem die Frage, ob der Vater nicht arbeiten geht!? Wie soll er das dann machen oder soll der Junge dann ab mittags Schlüsselkind werden?

Tut mit leid Al, dass ich deine Idee nicht so toll finde!
 

zippi1968

Mitglied
hallo alle miteinander,
@ redneb: wenn ich das gefühl hätte, dass mein sohn wirklich gern bei seinem vater wäre, dass das zusammenleben wirklich, wirklich gut funktionieren würde und seine entscheidung nicht nur aus angst vor allem neuen zustande gekommen wäre, dann könnte ich damit leben.
ich denke, die zeiten, in denen kinder ausschliesslich zur mutter gehörten, sind wohl vorbei.
allerdings hab ich sehr unangenehme erinnerungen an die zeit, in der ich noch mit meinem fast-ex und den kindern zusammenlebte. der herr papa rastete wegen jeder kleinigkeit aus; zum schluss ging er dazu über, die kinder zu schlagen.
vorher hatte er "nur" möbel zertreten, um seine wut rauszulassen.
schon ziemlcih zu beginn der ehe, als die kinder noch im kleinkind-bzw babyalter waren, rastete er wegen irgendwelcher kleinigkeiten aus.
so einmal im urlaub, weil wir uns verfahren hatten etc. meine eltern waren dabei und haben sich geschworen, nie wieder mit uns zusammen irgendetwas zu unternehmen. meine mutter war noch wochenlang krank, hatte ein beginnendes magengeschwür...
irgendwann sagte er dann, dass er nicht wüsste, zu was ihn die kinder noch treiben würden, wenn sie ständig so neven müssten.
das war ausschlaggebend dafür, dass ich die trennung endlich nach langem hin und her (nach 13 jahren ehe) durchzog.
der älteste, der "am meisten" der körperlichen gewalt abbekommen hatte, blieb bei ihm, was mir bis heute ein rätsel geblieben ist und was mich sehr traurig gemacht hat.
anscheinend klappt ihr zusammenleben mittlerweile ganz gut. mit "nur" einem kind hat er es ja auch leichter, und dieses kind tut wirklich alles, um es dem papa recht zu machen, ordnet sich ihm unter. somit hatte der vater bisher auch keine gründe mehr, auszuflippen.
mein 2. sohn ist da aber etwas anders. der lässt sich nichts aufzwängen ohne zu meckern, hält immer die " ich- bin- gege-alles- fahne" hoch und ist das bequemste und eigensinnigste kind meiner drei. nix passiert, ohne dass man`s ihm mehrmals sagen muss, und wenn, dann auch nur unter protest.
würde mich interessieren, wie sich in dem fall der alltag zeigt. jetzt in den ferien ist ja alles easy, papa bemüht sich,den jungs etwas zu bieten und sie nehmen es natürlich mit begeisterung an...
sollte sich herausstellen, dass mein mann wirklich eine wandlung durchgemacht hätte und heute anders mit den jungs umgehen könnte, und sollte sich mein 2. kind dort wohlfühlen, könnte ich mich anfreunden mit dem gedanken, dass er dort wohnen möchte. aber momentan erfüllt mich dieser gedanke eher mit angst :angst

al schreibt, wirtschaftliche dinge seien momentan das geringste übel?
klar, so sollte es sein, wenn einem der andere über alles geht. in der realität sieht sowas aber doch meistens anders aus, oder ?

er hat schon reichlich einbussen durch uns in kauf nehmen müssen.
ich weiss nicht, wie es sich verhält:
kann jemand sagen, ob sein gehalt im falle eines zusammenzugs (oder sogar späterer wiederheirat) mit angerechnet würde bei der unterhaltsberechnung?
dann könnte es ja zum schluss soweit kommen, dass er am ende unterhalt an meinen ex zahlen müsste, weil er das höhere einkommen hat?
ich meine, wie gross muss die liebe sein, dass der partner die hälfte seines verdienstes an den ex seiner "neuen" zahlen würde ?
für den wäre das natürlich wie ostern und weihnachten an einem tag...
alles so sachen, die man nicht so gern anspricht, die aber dennoch später im alltag für probleme sorgen könnten :wand
biggi
 
M

marci

Guest
Hallo nochmal,
ja, Al schrieb wirtschaftliche Dinge seien momentan das geringere Übel. Wobei ich mich arg wundere, daß er dir dann die Kilometer vorrechnet ?(
Du schriebst anfangs, daß er suuper mit deinen Kids zurechtkommt. Wenn ich das richtig sehe, hat er sie aber nie wirklich lange im Alltag erlebt. Ärger in der Schule, Hausaufgaben, Krankheit, ständig Rücksicht nehmen müssen, um alle unter einen Hut zu bringen. Das ist leicht, wenn man sie nur hin und wieder hat. Genauso vielleicht wie es jetzt deinem Ex ergeht. Wirklich "alltagserprobt" ist Al ja wohl nicht. Deshalb finde ich die Idee, daß ER erstmal für ein paar Monate zu euch zieht, am allerbesten.

Du schreibst, er hat schon viele Einbußen durch euch in Kauf nehmen müssen, welche denn, die 55 km?? Selbst wenn ihr alle zu ihm zieht, alles aufgebt, wird er Einbußen bringen müssen. Kinder sind ja schließlich keine Fernseher, die man an-und abstellen kann. Er arbeitet doch teilweise Schicht, schreibt er, da wird er auch Einbußen hinnehmen müssen, von wegen, Kinder sind nun mal nicht ständig leise.
Außerdem nachdem er ja schon rechnet, wieviel Kilometergeld er verbraucht, würde ich auch mal überlegen, ob er abschätzen kann, was so eine Familie kostet (sicher mehr als 55 km).

Aus euren Berichten hier, höre ich nur raus, was Al für Opfer bringen muß. Weiß er eigentlich im entferntesten was er noch erbringen muß, wenn ihr zu ihm zieht?
Was DU mit deinen Kids für Opfer bringst?
Al rechnet Kilometer, Al ist es aber auch zu risikoreich eine größere Wohnung zu nehmen, um das ganze mal zu testen. DU sollst hingegen das Risiko eingehen, dein Kind zu "verlieren", samt deinem Umfeld?

Generell bin ich der Meinung, es gibt nur eins und das ist, daß er zu euch zieht, auch wenn es erstmal für ein paar Monate ist und dann kann man weitersehen, ob sich weitere Überlegungen von wegen mit Kindern zu ihm überhaupt noch lohnen.
Gruß
Marci
 
R

redneb

Guest
Hallo Al,

Ich spreche nicht von Automatismus. Deswegen habe ich auch geschrieben er wird (hoffentlich) dann einwilligen. Es soll nicht heißen, daß eine Entscheidung gegen den KV zwangsläufig Umzug bedeutet.

Also, ich lese bei Dir schon eine Art Erwartungshaltung heraus. Irgendwie so nach dem Motto "Wenn er dann nicht mit umzieht, ist er undankbar". Was würdest Du fühlen, wenn er wieder zur Mutter wollte, aber auf gar keinen Fall umziehen.

Wenn er so ist, wie zippie ihn beschreibt, dann hat er seinen eigenen Kopf - und das wird sicher noch "schlimmer" in den nächsten zwei, drei Jahren.

Mich stört auch, dass das von Dir zu erbringende "Opfer" relativ überschubar wäre und Du es trotzdem nicht bringen willst, sondern stattdessen von den Kindern etwas erwartest, was ein sehr viel größeres Opfer wäre. Der Verlust des Umfeldes, in dem man aufgewachsen ist und in dem man sich geborgen fühlt, ist in diesem Alter ein riesiges Opfer.

Und zippie,

ich verstee Dich so, dass Dein Sohn gerne so lebt, wie er jetzt lebt. Bei Dir im Grunde geborgen, bei Papa kann er gelegentlich die Sau rauslassen. Wird herrlich für ihn sein und ist für mih auch voll us ganz in Ordnung so. Daran etwas zu ändern. um womöglich was zu bezwecken, ist für mich nicht wirklich die Traumlösung.


Unbeantwortet blieb übrigens die Frage, was der Junge möchte...



Gruß,
redneb
 

zippi1968

Mitglied
Unbeantwortet blieb übrigens die Frage, was der Junge möchte...


hi redneb,
mein sohn möchte natürlich, dass alles so bleibt, wie es ist.
sieh mal, beim papa kann er sein hobby voll und ganz ausleben, kriegt diesbezüglich volle unterstützung von ihm. da kann muttern nicht mithalten mit ihren momentan leider äusserst bescheidenen mitteln, die manchmal nicht mal für das allernötigste reichen...
dafür hat muttern aber wiederum einen spendablen freund, der ihm sogar vor kurzem ein handy spendiert hat, weil seine zeugnisnoten sich verbessert haben.

beim dad sind auch aufgaben kein problem. da wird mal eben ohne auch nur den versuch der gegenwehr zu starten,mit dem rad in die stadt gefahren, um für den papa aus dem baumarkt etwas zu besorgen. frag ich ihn, ob er mal eben um die ecke fahren könne, um mir eine kleinigkeit zu besorgen, die ich vergessen hatte, wird der wunsch empört zurückgewiesen...könnte ja wohl selbst fahren, wenn ich schon so vergesslich wäre. er würde gerade so schön fussball spielen....
(daraufhin istdann der grosse unaufgefordert gefahren. er wundert sich auch oft über das egoistische verhalten seines jüngeren bruders)
hin und wieder holt er sich bei mir seine streicheleinheiten, wenn er gut drauf ist, oder wenn es ihm eben nicht gut geht. als kleiner war er die allergrösste schmusebacke, die man sich vorstellen kann :gap, heute lässt er sich lieber als "coolman"feiern. in der schule ist er ziemlich beliebt. seine mitschüler finden seine art und weise auch ziemlich toll. bei seinen lehrern ist er auch recht beliebt. sie beschreiben ihn immer als einen feinen kerl, der null probleme macht, sondern im gegenteil oft zur deeskalation beibträgt, sobald es mal probleme in der schule unter den mitschülern gibt.
aber hier zu huase lässt er im gegenzug ganz schön "die sau raushängen".
manchmal hab ich das gefühl, ich bin für alles unangenehme zuständig, während der papa seine sonnenseiten bekommt.
dann macht er hier auf mini- macho, stellt regeln auf, an die er sich dann aber selbst nicht hält ( oder vielleicht mal kurzfristig, wenn er meint, es könne dazu beitragen, dass er einem ziel damit näherkommt ), verbreitet seine klamotten und seinen müll in der gesamten wohnung. wenn ich was sag, heisst es, ich würde nur rummosern. unter grossem protest räumt er dann mal auf, wenn ich nur oft genug genervt hab, aber beim nächsten mal geht die sache wieder von vorn los .
sein deutschlehrer, der ihn auch privat ein wenig näher kennt, meinte, ich sei wohl eher die "grosse schwester" für ihn. er wüsste ganz genau, dass ich es niemals fertig brächte, ihn auch mal hart ranzunehmen, ihn mal wirklich konsequent zu bestrafen.. das muss ich unumstritten zugeben, ich bin einfach zu gut für diese welt...ein regelrechtes weichei :heul
das nutzt der kerl natürlich aus...
wieso sollte er also etwas ändern wollen an der jetzigen situation?
er zieht doch überall das beste für sich heraus, oder ?
ich könnte vielleicht sogar sagen, er verhält sich wie ein ganz normaler pubi- nur leider hier zu 100%, beim papa weiss er sich zu benehmen. vielleicht erinnert er sich ja auch noch an die zeit vor unserem auszug und traut sich nicht, beim papa ein derartiges verhalten an den tag zu legen?
versteht mich bitte nicht falsch. ich liebe meinen sohn genauso wie die anderen beiden, aber er macht es mir echt nicht leicht. vielleicht ist bei der erziehung irgendwas quer gelaufen, man sagt ja, dass "sandwichkinder" meistens etwas aus der reihe tanzen.
so, und jetzt? :sn7
grüsse zippi
 
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redneb

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Und jetzt?


Allllllsooooo - Du willst nicht vielleicht tauschen?. Den nähme ich mit Kusshand...
 
R

redneb

Guest
Aus Deiner Sicht, auch.

Ich würde glatt mal behaupten, dass meine schlimmer sind.
 

zippi1968

Mitglied
dann verrat mir doch mal, wie DU mit so`nem verhalten umzugehen pflegst?
sind unsere söhne im selben alter?
man muss ja auch mal bedenken, dass meinereiner gerade mal kurz vor seinem 12. geburtstag steht...
wie soll das in ein paar jahren aussehen? immerhin- der "kurze" hat mich, was die körpergrösse angeht, so gut wie eingeholt.
lässt er dann hier die puppen tanzen und mich strammstehen?
ich weiss nicht, hab da so (wie ich denke) berechtigten zweifel ...
vielleicht ist das verhalten meines mittleren ihm in die wiege gelegt?
dabei fällt mir ein, dass der bruder seines vaters heute als erwachsener genauso mit seiner eigenen mutter im rentenalter umgeht. mein fast-ex in immerhin in abgeschwächter form ebenfalls.
wenn irgendwas nicht läuft, muss die arme sich die schlimmsten, unverschämtesten,beleidigensten und erniedrigensten sachen anhören, die wirklich unter die gürtellinie gehen.sie steht dann immer heulend da und lässt sich das auch noch gefallen! von ihren eigenen kindern!! obwohl sie im alltag auch nicht gerade auf den mund gefallen ist. wenn das nächste familientreffen angesagt war, hat sie schon tagelang vorher gezittert! das verstehe, wer will....

sowas gucken sich kinder natürlich ab, sie lernen ja durch nachahmung, gelle?
aber irgendwie sind wir ja jetzt vom eigentlichen thema abgekommen.
obwohl,es gehört indirekt zur antwort auf deine frage, was denn der junge eigentlich will...
biggi
 
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