EINMALIGES PILOTPROJEKT: AN DER UNIKLINIK DRESDEN DÜRFEN FRÜHCHEN-ELTERN AKTIV MITHELFEN

Wenn ein Baby als Frühchen auf die Welt kommt, dann ist das nicht nur für den kleinen Erdenbürger selbst eine harte Belastung. Frühchen sind besonders anfällig für Krankheiten und Infekte und müssen daher für einige Zeit noch im Krankenhaus verbleiben. Gerade dies aber wird für frisch gebackene Eltern häufig zur Zerreißprobe: Denn während andere ihren Nachwuchs nach Herzenslust knuddeln und versorgen dürfen, müssen sie nicht selten unter ständiger Sorge warten, bis das Baby groß und stark genug für den Einzug ins eigene Kinderbettchen ist. Die frühe Trennung unmittelbar nach der Geburt kann sich auch auf die spätere Bindung zwischen Mutter bzw. Vater und Kind auswirken.

Die Uniklinik Dresden hat sich diesem Problem bereits vor einigen Jahren angenommen und Überlegungen angestellt, wie diese Situation für beide Seiten, also sowohl Eltern wie auch das betroffene Baby, angenehmer gestaltet werden kann. Unter dem Namen „FamilienNetz“ wurde jetzt ein bisher beispielloses Projekt ins Leben gerufen, dass Eltern von Frühchen aktiver in die Versorgung des eigenen Kindes mit einbeziehen soll. Dabei können Mama und Papa endlich das tun, was sie auch im eigenen Zuhause tun würden: Das frühgeborene Baby füttern, ihm die Windeln wechseln und natürlich ganz persönlichen Kontakt aufbauen – und zwar so selbständig wie möglich. So soll gewährleistet werden, dass sich Eltern und Kind nicht erst nach dem Weggang von der Frühchenstation richtig kennenlernen, sondern bereits von Anfang an die richtige Basis für die Eltern-KInd-Bindung legen können. Damit das funktioniert, sind jedoch einige organisatorische Hürden zu meistern. Möglich wird dies erst dank großzügiger, finanzieller Unterstützung beispielsweise durch die AOK-Krankenkasse, aber auch durch die Stiftung „Ein Herz für Kinder“ von der BILD-Zeitung.

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