Fläschchen geben: das müssen Sie beachten

Stillen ist das Beste für jedes Baby. Jedoch klappt das Stillen nicht immer problemlos. Teilweise wird Muttermilch im Fläschchen gegeben oder gesundheitliche Probleme erlauben das Brust geben nicht. In solchen Fällen entscheiden sich Mütter, mit der Flasche zu füttern. Das Zubereiten der Säuglingsmilch geht leicht von der Hand, dennoch sollten einige wichtige Kriterien Beachtung finden, damit das Baby zufrieden und gesund seine Mahlzeit genießen kann.

Fläschchen und Sauger wählen

Die Auswahl an Babyflaschen und Saugern ist schier unendlich. Für welches Modell sich letztendlich die Eltern entscheiden, hängt von ihren sowie den Vorlieben ihres Sprösslings ab. Wichtig bei der Entscheidungsfindung bleibt, dass die Flaschen und Sauger frei von BPA sind. Besonders Müttern, die vor der Flaschengabe ihr Baby noch stillen, wird empfohlen, auf runde Sauger für die Flasche zurückzugreifen. Sie sind der natürlichen Brustform nachempfunden und helfen, eine sogenannte Saugverwirrung des Babys zu verhindern. Abhängig vom Alter werden verschiedene Saugergrößen im Handel angeboten.

  • Größe 1: Muttermilch, Tee, Wasser und Pre-Nahrung
  • Größe 2: Baby Flaschennahrung der Stufe 1 bzw. 2, z.B. von Aptamil
  • Größe 3: dickflüssige Folgenahrung oder Spezialnahrung

Als unverzichtbar erweisen sich zudem Sauger, die für einen Druckausgleich während des Trinkens in der Flasche sorgen. Diese sogenannten Antikoliksauger verhindern, dass das Baby zu viel Luft schluckt und schmerzhafte Blähungen bekommt.

Tipps für das Zubereiten der Flasche

Die Zubereitung der Säuglingsnahrung gilt weithin als simpel und unkompliziert. Die genauen Anleitungen der Hersteller auf den Packungen geben Sicherheit. Grundsätzlich sollten jedoch immer diese Tipps beherzigt werden.

  • Bereiten Sie die Säuglingsnahrung ausschließlich frisch zu.
  • Entsorgen Sie die Reste unverbrauchter Milch und wärmen Sie diese nicht erneut auf.
  • Lecken Sie niemals als Erwachsener den Flaschensauger an, damit Sie keine gefährlichen Kariesbakterien auf das Baby übertragen.
  • Prüfen Sie die Temperatur der Milch oder Säuglingsnahrung auf der Innenseite Ihres Handgelenkes oder mit Hilfe eines Flaschenthermometers.
  • Reinigen Sie die Flasche sowie den Sauger bei 65°C in der Spülmaschine oder mit einer separaten Spülbürste von Hand gründlich.
  • Besonders im ersten halben Lebensjahr des Babys müssen Flaschen und Sauger regelmäßig sterilisiert werden. Dafür eignen sich Vaporisatoren, mikrowellengeeignete Sterilisiergeräte oder einfach ein Topf, indem das Equipment für 10 Minuten ausgekocht wird.

So gelingt das Fläschchen geben garantiert

Füttern Sie immer in Ruhe und einer möglichst angenehmen Umgebung. Wie beim Stillen auch, braucht Ihr Kind Zuneigung und Geborgenheit beim Füttern. Die körperliche Nähe beruhigt das Baby. Bieten Sie die Flasche Ihrem Kleinen an, indem Sie sie vorsichtig an der Unterlippe des Babys platzieren. Der Saugreflex des Kindes sorgt dafür, dass es den Sauger von allein in den Mund nimmt. Sollten Sie die Flasche als Ergänzung zum Stillen verwenden, legen Sie das Kind immer zunächst an die Brust und füttern Sie erst im Anschluss die Flasche. Um das Vakuum zu lösen, welches das Baby manchmal mit dem Sauger im Mund erzeugt, kann mit dem kleinen Finger im Mundwinkel des Kindes ein unnötiges Einsaugen von Luft verhindert werden.

Fazit: Stillen ist das Beste für das Baby. Dennoch ist es manchmal erforderlich, mit der Flasche zu füttern oder zuzufüttern. Die richtige Auswahl der Flaschen und Sauger, sowie die sorgfältige Zubereitung und Gabe der Säuglingsnahrung, ermöglicht dennoch ein gesundes und wohlbehaltenes Aufwachsen des Babys.

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