PMS-Beschwerden: Was hilft?

Prämenstruelles SyndromUrsachen

Das Prämenstruelle Syndrom (kurz: PMS) wird geprägt durch ein hormonelles Ungleichgewicht. Es handelt sich um Verschiebungen des Östrogenspiegels gegenüber dem Gestagen-Haushalt. Die Balance zwischen diesen Hormonen wird vom Gehirn gesteuert. Hier wiederum kann ein Mangel an bestimmten Botenstoffen (wie etwa Serotonin) die Regulationsfunktion stören. Die Folgen sind u.a. Reizbarkeit, Verstimmungen, Wassereinlagerungen und Spannungsgefühl in der Brust kurz vor dem Einsetzen der Periode.

Behandlung

Normalerweise ist eine hormonelle Behandlung, die die Ursache direkt angeht, nicht hilfreich und wird von Ärzten auch kaum verordnet. Da der weibliche Körper besonders störanfällig ist, gelten derartige Beschwerden als „normal“. Allenfalls werden der Patientin pflanzliche Heilmittel empfohlen. Hierzu gehören etwa der Mönchspfeffer oder Präparate mit Johanniskraut, die das Problem über den Serotoninspiegel angehen sollen. Wer seinen Hormonhaushalt günstig beeinflussen möchte, hat ein paar wirkungsvollere und preiswertere Mittel zur Verfügung. Die Beschwerden werden nämlich durch drei Faktoren beeinflusst: Ernährung, Bewegung und Licht.

Ernährung

Ein Prämenstruelles Syndrom ist oft Folge einer zu fettreichen und kohlenhydratlastigen Ernährung. Ein Mangel an Faserstoffen (Gemüse) kommt oft noch hinzu. Sensible Frauen spüren schon nach einem Stück Torte eine sofortige Verschlimmerung der Beschwerden, während mageres Fleisch mit etwas Salat bekömmlicher ist. Manche spüren eine solche Wirkung nur langfristig. Empfehlenswert ist deshalb, für mindestens einen Monat Süßigkeiten, Alkohol und Backwaren vom Speiseplan zu streichen und stattdessen auf mageres Fleisch, Fisch oder Tofu, Milchprodukte und Salate zu setzen.

Bewegung

Bewegungsmangel sorgt für angestaute Energie und allerlei gesundheitliche Nachteile, wie auch PMS. Wer täglich ein paar Stunden spazieren geht, leidet dagegen kaum unter PMS.

Licht

Verstärkt kann das PMS zur dunklen Jahreszeit auftreten. Zur gemütlichen Schlemmerei vor dem Kamin gesellt sich als ein weiterer PMS begünstigender Faktor noch Dunkelheit hinzu. Abhilfe kann ein Spaziergang bei Tageslicht schaffen. Zusätzlich kann man sich eine Tageslichtlampe an den Schreibtisch stellen. Mindestens 10000 Lux sollte die Lichtstärke sein.

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