Plötzlich daheim: Familien im Dauerstress

Viele Familien standen plötzlich und doch ziemlich überraschend vor der wahrscheinlich größten Herausforderung, die sie bis dahin meistern mussten. Als am selben Tag klar wurde, das sowohl viele Büros und andere Arbeitsplätze geschlossen werden und auch die Schulen nicht mehr weiter besucht werden können hat man überall in ziemlich erschrockene, überraschte und teilweise auch ängstliche Gesichter geguckt. Viele Kinder konnten es zuerst gar nicht glauben, dass sie nicht weiter in die Schule gehen können, oder auch müssen. Doch vielen Eltern war ziemlich schnell klar, dass da einige Probleme auf sie zurollen werden. Auch uns geht es da nicht anders- plötzlich spielte das Thema Zeitmanagement eine ganz wichtige Rolle.

Plötzlich im Homeoffice- wie gelingt ein produktiver Tag?

Die ersten Tage mag es ja vielleicht ganz verlockend sein, dass man das „lästige“ stylen für die Arbeit spart und auch der Weg bis ins Büro auf einmal deutlich kürzer ist, aber spätestens nach der ersten Woche im Jogginganzug und mit ungewaschenen Haaren merkt man, dass sich Produktivität nicht von alleine einstellt und man sucht nach einer Lösung. Mir haben folgende Dinge dabei geholfen den Einstieg ins produktive Homeoffice zu meistern:

1. Einen groben Zeitplan aufstellen:

Hut ab vor allen, die sich einen ausgeklügelten Zeitplan erstellen und diesen dann wirklich strukturiert abarbeiten können- so sieht das bei mir leider nicht aus. Und trotz allem habe ich gemerkt, dass selbst ein grober Plan deutlich besser ist als völlig planlos den Tag zu beginnen.

2. Styling auch in den eigenen vier Wänden:

Natürlich muss es nicht das volle Programm sein, aber ein bisschen Styling kann einen ersten Schritt dazu beitragen sich im Homeoffice einzugewöhnen und produktiver zu Arbeiten. Besonders wenn auch weiterhin Kundenkontakt besteht, auch wenn es nur über das Telefon oder andere Medien ist, dann kann ein gepflegtes Äußeres zum eigenen Wohlbefinden beitragen und Verhandlungen fallen erfahrungsgemäß deutlich leichter.

3. Sich Pausen zugestehen:

Erwiesenermaßen arbeiten Menschen im Homeoffice tatsächlich länger wie im Büro sonst üblich, um eine konstante Leistung zu gewährleisten ist es aber wichtig, dass man sich auch mal kleine Pausen zwischendurch gönnt. Und damit kommen wir auch zu dem Thema Kids und Schule.

Homeschooling- was wird vorausgesetzt und wie kann man das leisten?

Die meisten sind keine Pädagogen und selbst wenn es in der eigenen Familie sonst harmonisch und respektvoll zugeht, dann kann bei dem Thema Hausaufgaben und Co. schon mal der ein oder andere Haussegen schief hängen. Wir haben erlebt, dass auf den weiterführenden Schulen schon von den “ Kleinsten“ in der fünften Klasse erwartet wird, dass sie mit den unterschiedlichste Online Medien umgehen können. Auch wenn Smartphones und Tablet längst bei den 10-12-jährigen angekommen sind, so wissen die wenigsten jedoch, wie man eine E-Mail schreibt oder etwas in einem Upload Ordner des Schulservers hochlädt. Diese Tipps können Kids und Eltern helfen:

  • Auch die Kids benötigen einen strukturierten Tag um die Aufgaben zu erledigen.
  • Man sollte versuchen, dass die Kinder die Aufgaben selbstständig erledigen und feste Zeiten einplanen, in denen Lösungen verglichen werden und Fragen gestellt werden können.
  • Wenn die Kinder bei den Medien Unterstützung benötigen, dann lasst sie zusehen, wie beispielsweise eine Datei hochgeladen wird. Beim nächsten Mal klappt es vielleicht schon alleine.
  • Eltern sind keine Ersatzlehrer- man sollte natürlich die Kinder unterstützen soweit dies möglich ist, jedoch sollte man die eigenen Ansprüche nicht zu hoch stellen, sonst kehren am Ende Eltern und Schüler völlig ausgebrannt und enttäuscht in den „normalen“ Schul- oder Arbeitstag zurück und damit ist niemandem geholfen.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten, sowohl auf der Seite der Server, aber auch auf Seiten der Eltern und Kinder, hat sich wie wir erfahren durften Routine eingestellt. Wir sind gespannt, ob sich die Schulen an die Zeit des Homeschoolings erinnern werden und ob die neuen Medien in den Schulalltag der Zukunft etwas mehr integriert werden.

 

Kommentarfunktion ist deaktiviert