Finanzberatung für Familien: Was Sie unbedingt wissen sollten

Familien müssen mit allerlei Schwierigkeiten und Krisen fertig werden. Im Zentrum ihres Alltags steht dabei freilich – vielleicht sollte man eher sagen: idealerweise? – das Wohl der Kinder. Dazu gehört neben der Sicherung des materiellen Lebens in der Gegenwart vor allem die Zukunftsplanung und hier insbesondere die finanzielle Absicherung. Eltern jeden Alters müssen und sollten sich deshalb unbedingt über ihre finanzielle Planung Gedanken machen. Eine professionelle Finanzberatung kann hierbei helfen. Darüber klären wir in diesem Artikel auf.

Familienleben ist permanente Krisenbewältigung

Das Familienleben, so individuell es zuweilen auch sein mag, zeichnet sich in seiner allgemeinsten Form dadurch aus, dass es permanent Krisensituationen generiert bzw. Krisensituationen bewältigen muss. Berufliche und gesundheitliche Probleme der Eltern oder der Kinder, Schwierigkeiten bezüglich der Wohnsituation, Planung und Strukturierung des gemeinsamen Alltags und viele andere Dinge mehr reißen vor allem die Eltern immer wieder aus gewohnten Routinen heraus und verlangen ihnen viel Kraft und Ausdauer ab. Nicht zu vernachlässigen sind dabei vor allem auch finanzielle Sorgen und Nöte. Denn nach wie vor können nur die wenigsten Eltern von sich behaupten, finanziell auf vollständig unabhängigen und sicheren Füßen stehen zu können. Häufig sorgen prekäre Arbeitsverhältnisse, hohe Flexibilitätsanforderungen des Jobs oder schlicht und ergreifend niedrige Gehälter nicht nur für Engpässe in der Gegenwart, sondern prophezeien auch für die Zukunft ähnlich desolate Aussichten. Ein gutes Gehalt allein reicht allerdings in den meisten Fällen kaum aus, um etwaige Zukunftsängste zu besänftigen. Schließlich möchte man ja beispielsweise auch im Alter noch einen gewissen Lebensstandard aufrechterhalten bzw. den Kindern eine Starthilfe vererben zu können. Ob dies tatsächlich gelingen wird, kann angesichts des demografischen Wandels und des Wandels der Arbeitswelt heute jedoch niemand garantieren. Und so müssen Familien eben zusehen, dass sie so früh wie nur irgend möglich sich gründlich mit ihrer finanziellen Situation auseinandersetzen und eine solide Finanzplanung anstellen.

Weil natürlich nicht jede Familie einen oder gar mehrere Finanzexperten in den eigenen Reihen vorzuweisen hat, bietet es sich für die meisten an, in finanztechnischen Angelegenheiten einen professionellen Finanzberater zu konsultieren.

Professionelle Finanzberatung in Anspruch nehmen

Der Bedarf hinsichtlich einer Finanzberatung ist bei Familien in der Regel vor allem im Bereich der Altersvorsorge sowie der Sach- und Personenversicherungen gegeben. Hinzu kommt noch die Planung in Bezug auf etwaige Sparvorhaben oder Investments – für den Fall freilich, dass es die jeweiligen Einkommensverhältnisse auch tatsächlich zulassen. Für Laien ist es hier kaum möglich, alle Optionen auszuloten und letztlich eine gute, sachlich begründete Entscheidung zu fällen. Viele werden etwa Eltern, wenn sie bereits seit Längerem beruflich etabliert sind und bereits etwaige Rentenansprüche erworben und eventuell den einen oder anderen Notgroschen zu Seite gelegt haben. All dies gilt es dann für die finanztechnische Familienplanung zu berücksichtigen – vor allem auch, wenn man bedenkt, dass viele Paare, die ihr erstes Kind erwarten, im gleichen Zuge auch zu heiraten gedenken und damit insofern auch die finanzielle Planung neuarrangiert werden muss.

Bei der Auswahl des Finanz- bzw. Vermögensberaters sollten Familien bzw. Eltern indes vor allem auf unabhängige Berater setzen, die honorarweise entlohnt werden. Im Falle sogenannter abhängiger Berater – etwa Anlageberater bei der Hausbank – können dagegen viele versteckte Kosten wie Depotgebühren oder Abschlussprovisionen anfallen. Zudem entscheiden abhängige Berater häufig zugunsten ihres eigenen Interesses bzw. des Interesses ihrer Arbeitgeber oder der Anlageemittenten, mit denen sie zusammenarbeiten müssen und von denen sie Provisionen und Gewinnbeteiligungen erhalten.

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