Für Notlagen vorsorgen: Die Basics für eine gute finanzielle Basis

Junge Familien tun sich oft schwer damit, finanzielle Entscheidungen zu treffen – vor allem, wenn es um Absicherung und Vorsorge geht. Oft ist das Budget klein und viele Familien wissen nicht, welche Versicherungen oder Finanzprodukte tatsächlich notwendig sind. Dabei gibt es einige Basics, auf die man nicht verzichten sollte. Unsere Tipps verraten, welche das sind.

Die drei Säulen

Im Grunde sollte jede finanzielle Basis einer jungen Familie auf drei Säulen ruhen: Absicherung, Verfügbarkeit und Vorsorge. Diese drei Eckpunkte lassen sich ganz einfach mit einer Reihe von Maßnahmen abdecken. Zuerst sollte man prüfen, welche Versicherungsverträge bestehen. Oft kommt bei frisch verheirateten oder zusammengezogenen Partner vor, dass einige Policen doppelt vorhanden sind. Hier lässt sich sehr simpel Geld sparen, indem man überflüssige Verträge kündigt.

Zu den unverzichtbaren Versicherungen gehört die Haftpflichtversicherung. Sie springt ein, wenn man versehentlich einen Schaden am Eigentum eines anderen verursacht. Auch eine Unfallversicherung, die bei Unfällen im Haushalt oder in der Freizeit zahlt, ist empfehlenswert. Eine Risikolebensversicherung ist für junge Familien sehr sinnvoll und sollte auf den Hauptverdiener abgeschlossen werden. Im Todesfall zahlt sie und sichert damit den Ehepartner und die Kinder finanziell ab. Die Versicherungsbeiträge variieren je nach Umfang der Leistungen und lassen sich flexibel an die eigenen Lebensumstände anpassen. Daher sollten Familien vor einem Vertragsabschluss die Risikolebensversicherungen verschiedener Anbieter vergleichen und die Verträge regelmäßig überprüfen, um bei Berufswechsel, einen Umzug oder Nachwuchs Anpassungen vorzunehmen.

Finanzielle Verfügbarkeit

Die zweite Säule wird häufig unterschätzt: die Verfügbarkeit. Damit ist gemeint, dass man immer auf Geld zugreifen können sollte, wenn man es benötigt. Jeder hat ein Girokonto bei seiner Hausbank. Dorthin überweist der Arbeitgeber das Gehalt, Kindergeld oder staatliche Leistungen landen dort ebenfalls. Zusätzlich ist es aber notwendig, auch ein Sparkonto bei einer Bank zu haben. Die meisten haben dies schon von ihren Eltern bekommen. Über einen längeren Zeitraum hinweg spart man dort in der Regel einen festen Betrag an. Das muss nicht viel sein. Schon 25 Euro im Monat sind hilfreich, denn die Summe wächst stetig. Dieses Guthaben sollte man für bestimmte Situationen nutzen, etwa eine Autoreparatur, eine Renovierung oder eine Arztrechnung. Wichtig ist, dass man stets auf das Geld zugreifen kann, etwa am Bankschalter oder über das Online-Banking. Viele Giro- und Sparkonten werden zum Beispiel bei Internetbanken kostenlos angeboten.

Natürlich gehört auch immer eine gewisse Summe an Barmitteln zur Grundlage. Auch hier kommt es darauf an, das Geld immer griffbereit zu haben, wenn man es benötigt. Dieses trägt man nicht im Portemonnaie, sondern verwahrt es lieber zu Hause an einem sicheren Ort. Dann kommt man nicht in Versuchung, es schnell auszugeben. Ein weiteres Mittel, die Verfügbarkeit zu steigern, ist eine Kreditkarte. Sie sollte weniger als Zahlungsmittel dienen. Ihre Funktion ist, Notfälle abzufedern. Am Monatsende kann es in einigen Haushalten schon mal eng werden. Dann hilft eine Kreditkarte. Aber Vorsicht: Zwar können die Karten leicht beantragt werden, doch die versteckten Kosten und die Verlockungen sind hoch, sie auch fürs Shopping einzusetzen.

Rücklagen ansparen

Sind die Absicherung und die Verfügbarkeit geregelt, dann kann man sich Gedanken über die Anlage machen. Hier geht es darum, eine Summe jeden Monat auf die Seite zu legen und sie im besten Fall auch durch Zinsen zu vermehren. Das klassische Sparbuch taugt dafür nicht mehr. Stattdessen sollte man sich Gedanken über einen Bausparvertrag oder einen Sparplan machen. Das Prinzip ist ähnlich: In beiden Fällen wird eine Summe über einen längeren Zeitraum angespart. Sie ist aber während der Sparphase nicht verfügbar, sondern steht erst ab einem vereinbarten Stichtag zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass man höhere Zinsen darauf bekommt und nicht in Versuchung gerät, Beträge wieder abzuhaben.

Im Scheidungs- oder Trennungsfall kann es Unklarheiten über den Anspruch auf eine Geldanlage geben. Dieser Streitpunkt kann Einfluss auf die Höhe des Scheidungsgelds und Unterhaltszahlungen haben. Für diesen Fall sollte man auch notariell festhalten lassen, wie das angesparte Vermögen verteilt werden soll.

Kommentarfunktion ist deaktiviert