Ratgeber: Die Vorteile, Nachteile und Risiken von Bitcoin

Der rechtliche Status von Bitcoin schwankt von Land zu Land sehr stark. In den einen ist die Verwendung von und der Handel mit BTC erlaubt, während er in anderen verboten ist. Es gab berechtigte Bedenken darüber, dass Bitcoin für Kriminelle Vorteile haben könnte. Teils wurde in den Medien sogar die Behauptung laut, Bitcoin existiere ausschließlich, weil man damit illegale Waren kaufen können. Der Bitcoin wird heute von einem Großteil der Länder anerkannt, wobei einige Regierungen noch keine Gesetzgebung zum Umgang mit BTC erlassen haben. Wir werfen heute einmal einen Blick auf die Vorteile und Nachteile von Bitcoins.

Das Problem der verlorenen Keys

Beim Key handelt es sich um ein aus Zahlen und Buchstaben bestehendes Passwort, das benötigt wird, um auf die Bitcoin-Wallet zuzugreifen. Ein Verlust des Keys ist gleichbedeutend mit einem Verlust der Wallet. Die meisten Wallet-Anbieter bieten zwar eine Wiederherstellungsmöglichkeit und Absicherungen an, allerdings müssen sich die User selbst darum kümmern, diese Optionen einzustellen. Das Ganze birgt ein unheimliches Risiko, das im Grunde schon der Tod für eine internationale Währung sein könnte.

Hohe Preisvolatilität

 Die Bitcoin-Preise sind für ihre Volatilität berühmt und berüchtigt. Der BTC hat in seiner Geschichte schon mehrfach innerhalb von wenigen Tagen enorme Preissprünge hingelegt. Sein Wert ist daher nicht voraussehbar, und der Preis kann sehr schnell schwanken, was unbedachte Investoren vor große finanzielle Schäden stellt. Diese Volatilität sorgt dafür, dass der Bitcoin als spekulative Blase angesehen werden sollte, und auf keinen Fall als Anlage oder gar als potentielle Weltwährung.

Kontinuierliche Weiterentwicklung

Die Zukunft des Bitcoins ist immer noch ungewiss. Derzeit unterliegt BTC keiner Kontrolle durch Regierungen und Banken. Im eigentlichen Sinne ist er rechtsfreier Raum. Da Bitcoin jedoch immer beliebter wird, werden die Regierungen in aller Welt mit der Zeit entsprechende eigene gesetzliche Regelungen einführen wollen. Ein regulierter und kontrollierter Bitcoin wäre aber eine völlig andere Währung. Doch eine solche wäre von Nöten, wenn wir von Kryptowährungen sprechen, die einmal als echte Währungen durchgehen würden. Die Notenbanken dieser Welt würden ganz bestimmt nur Währungen in Umlauf bringen, die sie kontrollieren können.

Risiko: Fake-Anbieter

 Auf Grund des kaum regulierten Marktes finden Investoren online unzählige Fake-Anbieter, illegale Wallets und kriminelle Netzwerke, die aus Bitcoin Geld schlagen und andere abzocken wollen. Auf Webseiten wie Bitcoin Era wird mit gefälschten Werbungen und komischen Bannern geworben, dass man mit Bitcoin reich werden kann. Wer hier reinfällt, hat vermutlich kaum mehr die Chance, sein Geld wieder zu bekommen. Wir raten dringendst davon ab, irgendwelche Webseiten davon zu besuchen oder auch nur einen Cent zu investieren. Wenn ihr seriöse Wallets sucht, gebt im Apple App Store oder Google Play Store „Aktien Broker“ ein und schon bekommt ihr eine Menge an lizensierten Brokern vorgeschlagen, die auch echt und seriös sind. Wie ihr euch vor solchen Abzocken schützen könnt, wird unter anderem bei der Verbraucherzentrale erklärt.

Ist Bitcoin eine Schneeballsystem?

Der Milliardär und Investor Howard Marks sagte einmal, der Bitcoin wird sich als Blase ohne Substanz entpuppen. Da könnte er Recht behalten! Der Grund, weshalb digitales Geld derzeit so erfolgreich sei, habe mit der Bereitschaft der Menschen zu tun, etwas eigentlich Wertlosem Wert beizumessen.

Marks verglich den Bitcoin mit einem Schneeballsystem, was vermutlich zunächst stimmen kann, bei genauem Hinsehen aber nicht der Wahrheit entspricht, da die Menge an Bitcoins ja faktisch begrenzt ist.

Ist Bitcoin eine Blase?

Robert Shiller, Volkswirt und Nobelpreisträger, hat eine Checkliste entwickelt, um zu bestimmen, was eine Blase ist. Steigt beispielsweise der Wert einer Anlage zu stark an, herrscht allgemeines Interesse an ihr, wird in den Medien darüber berichtet und werden Geschichten laut, Millionen von Menschen seien über Nacht zu Millionären geworden, habe man es mit einer Blase zu tun. Auf den Bitcoin trifft all das zu.

In gewisser Weise ist der Bitcoin eine Blase, und zwar eine Blase, die bereits geplatzt ist. Der Preis von BTC fiel eineinhalb Jahre lang weiter ab, nachdem die chinesische Kryptowährungsbörse Mt. Gox bankrott gegangen war, die hinter 70 % aller weltweit getätigten Bitcoin-Geschäften steckte. Es dauerte ganze drei Jahre, bis sich der Preis erholte. Natürlich weiß niemand, was weiter geschehen und ob der Preis des Bitcoins wieder fallen wird. Die Bitcoin-Preise sind jedenfalls volatil genug, dass man in keiner Weise von einer echten Währung sprechen kann.

Vorteile gegenüber herkömmlichen Währungen

 Alle Währungen rund um die Welt unterliegen alle in irgendeiner Form einer bestimmten Regulierung, außer, es handelt sich um Kryptowährungen. Alle Transaktionen werden über Banken durchgeführt, wobei durchaus hohe Gebühren erhoben werden. Bei Bitcoin fehlt jedoch eine solche Kontrollinstanz. Es handelt sich um ein dezentralisiertes Netzwerk, das durch Zusammenarbeit und Kommunikation aller Beteiligten funktioniert. Aus diesem Grund können Überweisungen auch dann noch durchgeführt werden, wenn ein Teil des Netzwerks ausfällt.

Der Bitcoin ist zudem auf Fälschungssicherheit ausgelegt. Die Gültigkeit von BTC wird durch verschiedene Sicherungsmechanismen garantiert, die integraler Bestandteil der Blockchain-Technologie und ihrer Algorithmen sind. Die meisten herkömmlichen Währungen wiederum können sehr leicht gefälscht werden.

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