How To: So macht man PC oder Mac kindersicher

Bevor Computer in jedem einzelnen Haushalt zu finden waren, stand eins fest: Kinder dürfen das Gerät nicht benutzen. Das lag zum einen daran, dass die Maschinen in der Regel deutlich teurer waren als heute, zum anderen gab es schlicht einfach keine für Kinder sonderlich interessante Software. Das änderte sich nicht erst mit dem Aufkommen erster beliebter Smartphones um 2007 herum: Schon früh erkannten einzelne Firmen das Marketingpotential und entwickelten Spiele extra für den Nachwuchs. Während diese meist harmlos waren und man als Eltern noch relativ viel Einfluss darauf hatte, was auf dem PC installiert wird und was nicht, birgt die ständige Verfügbarkeit von unterschiedlichsten Inhalten über das Internet neue Chancen und Risiken.

Wir zeigen, wie man einen Computer mithilfe der Bordinstrumente von macOS und Windows kindersicherer einrichtet.

Medienkonsum einschränken

Damit der Nachwuchs nicht allzu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringt, bieten alle großen Betriebssysteme die Möglichkeit, eine Art Stundenplan einzustellen. Dieser legt fest, zu welchen Tageszeiten der Nutzer das Gerät verwenden kann und wie viel Zeit dabei insgesamt investiert werden darf. Das gibt dem Kind den Freiraum, selbst zu entscheiden, wann die eigene Bildschirmzeit verbraucht werden soll.

Dazu muss zunächst ein eigenes Benutzerkonto angelegt werden – viele Kinder haben hier zum Beispiel Spaß daran, einen eigenen Desktophintergrund auszusuchen oder einen lustigen Namen für den eigenen Account zu wählen. Jetzt kann der Administrator unter Windows 10 und neuer die Systemeinstellungen öffnen und unter dem Punkt ‚Family Safety‘ das gewünschte tägliche oder wöchentliche Zeitlimit für das eben erstellte Konto festlegen. Wir empfehlen, hier noch einen zeitlichen Rahmen zu setzen, sodass der Nachwuchs beispielsweise zwischen 12:00 und 20:00 am Wochenende frei seine anderthalb Stunden am Tag einsetzen kann.

Besitzer eines Macs finden die selben Optionen und mehr ebenfalls in den Systemeinstellungen, hier muss man sich die Möglichkeiten unter dem Punkt ‚Kindersicherung‘ genauer ansehen.

Vor schädlichen Inhalten schützen

Sicherlich ist eine zeitliche Begrenzung wichtig – noch elementarer ist jedoch der Schutz vor Inhalten, die nicht für Kinderaugen gedacht sind. Dabei geht es nicht nur um gewalttätige oder pornografische Inhalte; bereits beim vermeintlich harmlosen Surfen auf kindersicheren Seiten kann es ohne Vorsichtsmaßnahmen dazu kommen, dass der Nachwuchs den Verlauf der Eltern öffnet und sich versehentlich für verschiedene Pokerspiele in Deutschland anmeldet. Um diese und ähnliche Szenarien zu vermeiden, kann man in den System- oder Browsereinstellungen bestimmen, dass Websites mit nicht kinderfreundlichem Inhalt gesperrt werden können. Wer einen Schritt weitergehen möchte, legt eine sogenannte ‚weiße Liste‘ an, auf der genau festgelegt ist, welche Internetseiten man aufrufen kann. Das Blockieren nicht jugendfreier Websites über den Router funktioniert darüber hinaus geräteunabhängig und bietet einen zusätzlichen Schutz; wie genau Sie hier vorgehen müssen, erfahren Sie in der dazugehörigen Bedienungsanleitung.

Wer diese Tipps befolgt, hat bereits einen großen Schritt in Richtung ‚Verantwortlicher Medienkonsum‘ getan. Klar ist, dass technische Vorsichtsmaßnahmen immer nur eine Seite der Lösung darstellen: Wichtig ist, dem Nachwuchs klare Regeln aufzuzeigen und dabei genau zu erklären, wozu diese da sind. Erklärt man genau, welche Risiken im Internet lauern können, weckt das etwa weniger die Neugier, diese zu erkunden, als wenn man nur ein schwammiges ‚Diese Seiten darfst du nicht besuchen‘ von sich gibt.

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