Ratgeber: WhatsApp mit 16 Jahren: Sinnvoll oder nicht?

Auf Grund einiger Kritiker und vor allem der neuen EU Datenschutzverordnung, hat der berühmte Messenger WhatsApp unlängst bekannt gegeben, eine Altersbeschränkung auf 16 Jahren einzuführen. Wie sinnvoll dies ist und was es dabei zu bedenken gilt, klären wir jetzt. Uns geht es heute vor allem um die Vor- und Nachteile des Dienstes für Kinder. Denn auf beiden Seiten gibt es klare Argumente.

Zunächst einmal: Ergibt eine Altersbeschränkung Sinn? Ja, das tut sie. In jedem Fall sollte nicht jeder rechtlich Zugang zu WhatsApp haben. Wenn man bedenkt, dass viele Minderjährigen heute problemlos Zugang zu pornografischen Inhalten oder Online Casinos wie Französisches Roulette haben, dann sollte man sehr vorsichtig sein.

Aktuell gibt es ja auch schon ein solches Alterslimit. WhatsApp ist grundsätzlich ab 13 Jahren. Das weiß und beachtet zwar kaum jemand, doch ist es offiziell so. Dieses Alter soll nun auf 16 Jahre hoch geschraubt werden und strenger durchgesetzt werden.

Doch wie streng wird denn dieses Alter durchgesetzt bzw. die Einhaltung kontrolliert? Nun, im Grunde gar nicht. Anfangs und bei der Installation des Messengers wird eben ein Screen erscheinen, der den Nutzer darüber unterrichtet, dass er 16 sein muss. Unter 16 Jahren müssen die Eltern eventuell zustimmen. Doch mit wenigen Klicks könnte man eine solche Meldung einfach umgehen. Ergo: Bringt nicht viel, außer, dass Eltern und vielleicht auch manche nachdenklichen Kids wissen, dass WhatsApp kein Spielplatz ist.

Die Vor- und Nachteile

Die Vorteile liegen auf der Hand: Privat können Kinder binnen Minuten mit allen Freunden kommunizieren, Treffen ausmachen oder Hausübungen teilen. Man hilft und unterhaltet sich quasi gegenseitig. Warum auch nicht? Und im schulischen Bereich geht dies noch weiter: Viele Klassen haben Klassen WhatsApp Gruppen, in denen sie alles mögliche ausmachen, diskutieren und teilen. Und auch im familiären Umfeld macht die kostenfreie Möglichkeit, mit den Eltern und Erziehungsberechtigten zu telefonieren oder zu schreiben, viel Sinn.

Doch wären da nicht die Gefahren. Denn der Vorteil, dass absolut jeder miteinander kommunizieren kann, kann auch zum Nachteil werden. Fremde oder Verbrecher, die Kinder ausspähen kommen leider immer häufiger vor. Auch, dass nicht jugendfreie Bilder oder Inhalte einfach geteilt werden, ist keine Seltenheit mehr.

Des Weiteren besteht bei der Nutzung von WhatsApp und ähnlichen Diensten die Gefahr der Abhängigkeit. Kinder, die stundenlang pro Tag nur mehr vor dem Gerät sitzen und sich quasi lediglich elektronisch treffen, gibt es immer mehr. Man geht nicht mehr raus oder trifft sich in echt. Warum auch? Man kann ja alles Wichtige auch so teilen. Nein eben nicht. Denn von der sozialen und kommunikativen Komponente fehlt hier jede Spur.

Fazit

Wir sind in Anbetracht der obigen Überlegungen zum Schluss gekommen: Ja, eine Alterbeschränkung ergibt Sinn. Doch sie sollte bei 13 Jahren bleiben und dafür strikter durchgesetzt werden. Somit hätte man wohl den perfekten Deal zwischen effektiv und sinnlos geschaffen.

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