Ratschläge für eine komplikationslose Erziehung des Hundewelpen

Nach Wochen des Wartens ist der Tag gekommen, an dem endlich das neue Familienmitglied, ein Hundewelpe, einzieht. Das ist ein großer Tag, denn alle Familienmitglieder und der Neuankömmling müssen sich erst einmal kennenlernen. Ein Hundewelpe bringt viel Freude in die Familie, denn es ist ein aufregendes Erlebnis, das kleine Wesen zu einem erwachsenen Hund heranwachsen zu sehen bis es vielleicht zum ältesten Hund wird. Doch die Haltung eines Hundes bringt eine große Verantwortung mit sich. Besonders die Erziehung eines Hundekinds ist nicht immer leicht und erfordert strikte Konsequenz. Nur so kann das gemeinsame Zusammenleben zwischen Menschen und Tier angenehm und frustfrei sein.

Der Zeitpunkt

Ein Hundewelpe ist süß, hat einen herzerweichenden Blick und löst allein durch sein Äußeres starke „Muttergefühle“ aus. Das verleitet viele unerfahrene Hundehalter dazu, dem Neuankömmling in den ersten Wochen eine Schonfrist zu erteilen. Der Hund darf tun und lassen, was er möchte und die Halter sehen darüber hinweg, denn sie bringen es nicht über ihr Herz, dem Kleinen seine Grenzen zu zeigen. So bringt er Ungeziefer ins Haus und keiner unternimmt was, es wird nachträglich versucht das Insekt zu fangen und dem Haus verwiesen. Der beste Zeitpunkt, mit der Erziehung zu beginnen, ist aber der Tag er Ankunft. Die Hundewelpen sind idealerweise zwölf Wochen alt, wenn sie in ihr neues zu Hause vermittelt werden. In dieser Zeit und bis zur 20. Lebenswoche befinden sie sich in der sogenannten Prägephase. Das heißt, dass sie in diesen Wochen besonders gut formbar in ihrem Verhalten sind. Die Hunde lernen schneller, entwickeln schneller Gewohnheiten und reagieren besser auf das Training. Ist diese Zeit verstrichen, ist es deutlich schwerer, den Hunden unerwünschtes Verhalten abzutrainieren. Aus diesem Grund sollte der Welpe vom ersten Tag an die Regeln im neuen zu Hause lernen. Für einen so jungen Hund stehen vor allem das Erlernen der Stubenreinheit und das Laufen an der Leine auf dem Plan. Die Halter können aber auch bereits mit dem Training der Grundkommandos beginnen.

Wenig schimpfen

Besonders die Anfangszeit mit einem Hundewelpen kann sehr nervenaufreibend sein. Angekommen in seinem neuen zu Hause muss er viele neue Eindrücke verarbeiten, Menschen und Haus kennenlernen und sich vielleicht sogar mit anderen Vierbeinern arrangieren. Das alles sind große Herausforderungen für das Tier und das macht sich im Training bemerkbar. Er wird einige Zeit brauchen, bis er verstanden hat, dass er sein Geschäft ausschließlich draußen verrichten und nicht an der Leine ziehen darf. Der Schlüssel zum Erfolg ist das Lob. Wann immer der Welpe im freien uriniert, ist ein großes und überschwängliches Lob die beste Belohnung für ihn. Nach einiger Zeit wird er verstehen, welches Verhalten dem Herrchen gefällt. Wenn das Geschäft doch einmal in der Wohnung landet, ist Schimpfen allerdings nicht förderlich. Wer das Tier bei der Tat ertappt, kann mit einem energischen „Nein“ zu verstehen geben, dass es etwas Falsches tut. Schimpfen und Bestrafung hingegen führen nur zu Angst und können dem Welpen das Selbstbewusstsein nehmen und die Vertrauensbasis zum Menschen zerstören. Ziel der Erziehung ist es, das gemeinsame Leben von Menschen und Hund schön und angenehm zu gestalten. Das Ziel ist verfehlt, wenn der Hund in manchen Situationen seinem Halter gegenüber ängstlich reagiert, weil er eine Strafe fürchtet. Überschwängliches Lob bei gutem Verhalten fördern den Lernprozess der Tiere deutlich mehr, denn sie sind stolz, wenn sie ihren Menschen glücklich machen.

Konsequenz

Wer einen Hundewelpen erziehen möchte, der sollte sich zu Beginn Gedanken darüber machen, was er von dem Hund erwartet, welche Dinge erlaubt sind und welche nicht. Das ist die Basis dafür, dies auch dem Tier verständlich zu machen. Wer mit dem Training beginnt, muss unbedingt konsequent sein und auch mit anderen menschlichen Familienmitgliedern an einem Strang ziehen. Hunde sind sehr schlaue Tiere und wenn sie merken, dass sie beim Herrchen eine bestimmte Sache dürfen, die beim Frauchen tabu ist, nutzen sie das natürlich. Darüber hinaus stiftet das auch Verwirrung, denn das Tier weiß nicht, wie es sich in bestimmten Situationen verhalten soll. Alle Familienmitglieder sollten bei der Erziehung des Hundewelpen ein gemeinsames Ziel verfolgen. Dazu zählt auch, den Hund aufmerksam zu beobachten, damit erwünschtes Verhalten stets belohnt werden kann. Das steigert die Motivation des Tieres und beschleunigt den Lernprozess.

Klare Kommandos

Eine große Schwierigkeit in der Erziehung eines Hundewelpen ist, dass sie eine andere Sprache sprechen und unsere Sprache nicht verstehen können. Deswegen ist es im Training wichtig, klare und kurze Kommandos zu wählen, die der Hund aufnehmen und deuten kann. Das geschieht natürlich nicht mit Sätzen wie „Du weißt doch, dass du das nicht darfst“. Alle gesprochenen Wörter eines Menschen sind für den Welpen zu Beginn bedeutungslos. Die Aufgabe des Trainings ist es, bestimmte Kommandos mit einer erwünschten Reaktion des Hundes zu verknüpfen. Dazu ist es wichtig, immer dieselben Wörter zu verwenden, da der Hund den Halter andernfalls nicht versteht. Wenn Sie dazu Hundetraining Tipps brauchen, finden Sie diese auf diverse Ratgeber. Die Tiere orientieren sich vor allem an den Lauten und auch an der Stimmlage ihres Menschen. Besonders am Anfang sollten Halter darauf achten, Kommandos immer in derselben Tonlage auszusprechen. Das erleichtert das Verständnis für das Tier und fördert das Lernen.

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