Tolle Vorschläge zur Dekoration Ihrer Terrasse

Zum Sitzen ist es draußen beinahe zu kalt, es sei denn, kuschelige Decken sind zur Hand. Trotzdem lohnt es, die Terrasse im Herbst dekorativ zu gestalten. Viele hierfür benötigte Materialien lassen sich auf einem Spaziergang sammeln. Wer hierzu keine Gelegenheit hat, besucht einen Bastelshop oder ein Gartencenter.

Die passenden Farben wählen

Das Auge des Betrachters bevorzugt im Herbst warme Farben, die in der Natur in den unterschiedlichsten Nuancen miteinander harmonieren. Nach diesem Vorbild lässt sich die Terrasse dekorativ gestalten. Eine stimmungsvolle Atmosphäre schaffen die Farbtöne Gelb, Orange, Ocker, Rostrot, Lila, Dunkelrot, Braun sowie Grün in den unterschiedlichsten Schattierungen. Am einfachsten gelingt dies, wenn auf diejenigen Pflanzen zurückgegriffen wird, die aktuell im Garten blühen, allen voran die Chrysanthemen, gefolgt von den Dahlien, Lampionblumen, der Fetten Henne, Kissenastern, Alpenveilchen und Herbstanemonen. Die silbrigen Blätter des Salbeis, des Silberblatts sowie der Stacheldrahtpflanze beruhigen das Feuerwerk der Blüten und wirken zwischen den einzelnen Farbtönen als Vermittler. Bei der Auswahl der Pflanzgefäße wird ebenfalls auf eine möglichst natürliche Ausstrahlung geachtet. Beliebt sind im Herbst unter anderem Weidenkörbe, die als Übertöpfe verwendet oder direkt bepflanzt werden. Es empfiehlt sich, sie zuvor mit einer Folie auszuschlagen, damit das Gießwasser nicht herausläuft. Andere empfehlenswerte Pflanzgefäße sind Holzkisten, Tontöpfe, aber auch Zinkwannen. Letztere versprühen einen nostalgischen Charme, der besonders gut zum Landhausgarten und zum Cottage Garden passt. Da je nach Witterung und Region ab Ende September bereits mit ersten Nachtfrösten gerechnet werden muss, sollten ausschließlich frostfeste Pflanztöpfe und Kübel im Freien aufgestellt werden, damit sie nicht reißen. Werden all die Ratschläge beachtet, steht auch nichts mehr einem Flohmarkt im Garten oder auf der Terrasse im Wege. Durch die tollen Farbtöne und deren Ausstrahlung wird der private mögliche Flohmarktstand einfach nur zum Verkaufsschlager.

Mit Ziergräsern Schwung in die Bepflanzung bringen

Damit bepflanzte Kästen nicht langweilig wirken, können die Lücken zwischen den Herbststauden mit Ziergräsern aufgefüllt werden. Diese werden im Spätherbst nicht abgeschnitten, sondern lediglich mit einem Band zusammengefasst, damit kein Regenwasser ins Herz der Pflanzen eindringt. Wo für Gräser kein Platz ist, können einzelne Zweige das Auge des Betrachters in die Höhe leiten. Mit schwarzblauen Schlehen oder knallroten Berberitzen bestückte Triebe sind hierfür geradezu ideal.

Bereits jetzt an das kommende Frühjahr denken

Beim Bepflanzen von Kübeln und Töpfen für die Terrasse sollte bereits im Herbst an die Blüten für das kommende Frühjahr gedacht werden. Zu den ersten Gewächsen, die ihre zarten Triebe aus der Erde recken, gehören die Zwiebelblumen. Um möglichst viele verschiedene von ihnen im selben Pflanzgefäß unter zu bekommen, werden sie in Etagen gesetzt. Diejenigen mit den dickeren Knollen benötigen mehr Pflanztiefe als die Zwiebelblumen mit den kleinen Knollen. Sie werden daher als untere Schicht in den Topf eingebracht. Bei den filigranen Zwiebeln beträgt die Pflanztiefe lediglich das Doppelte ihres Durchmessers. Damit sich über den Winter keine Staunässe im Topf ansammelt, bildet eine Drainage aus Kies beziehungsweise Blähton die Basis in jedem Pflanzgefäß. Als Substrat kann eine handelsübliche Blumenerde oder ein Gemisch aus Gartenerde und reifem Kompost verwendet werden. Auch darf natürlich nicht die neue Auflageboxe oder der Gartenschrank aus Kunststoff fehlen, in denen man so gut wie alles verstauen kann. Für den Winter sind diese besonders gut geeignet da man in ihnen einiges der Sommerdekoration verstauen kann.

Diese Zwiebelblumen dürfen im Frühjahr auf keiner Terrasse fehlen

Die Schneeglöckchen blühen bereits zu Beginn des Jahres, wenn fast alle anderen Gewächse noch in der Winterruhe verharren. Ihnen folgen die Krokusse, die in kräftigen Farbtönen leuchten. Der bekannteste und wertvollste von ihnen ist der Safran-Krokus, aus dem das weltberühmte gleichnamige Gewürz gewonnen wird. Narzissen, Tulpen sowie Hyazinthen erfreuen ebenfalls im Frühjahr und sollten im Herbst gepflanzt werden.

Pflanzgefäße vor dem Durchfrieren schützen und dekorieren

Bereits im Spätherbst sollten sämtliche Pflanztöpfe und Kübel vor dem Durchfrieren geschützt werden. Sonst nehmen die Wurzeln der Gewächse Schaden und die Pflanzen gehen ein. Sie werden auf Holzklötzchen oder Styroporplatten gestellt, damit nicht von unten Kälte an die Wurzelballen dringt. Untersetzer werden nicht verwendet, damit das Regenwasser gut ablaufen kann. Dann werden die Töpfe mit einer Noppenfolie eingewickelt und anschließend dekorativ umwickelt. Dazu können Jutesäcke verwendet werden, die von farbigen Bändern zusammengehalten werden. Passend zum Herbst lassen sich Eicheln oder Kastanien mit Heißkleber an deren Enden befestigen und Beerenzweige sowie Hagebutten anbinden. Beim Arrangieren der Töpfe ist es sinnvoll, auf eine entsprechende Höhenstaffelung zu achten, damit alle Gewächse zur Geltung kommen. Sind die Töpfe einzeln oder in Gruppen arrangiert, werden letzte Dekorationsmaterialien rund um diese platziert. Keinesfalls dürfen bei der Dekoration der Terrasse im Herbst Kürbisse fehlen, wobei zwischen den essbaren Varianten sowie Zierkürbissen unterschieden werden muss. Ebenso beliebte Früchte zur Dekoration sind Quitten, die sich aufgrund ihrer festen Schale einige Zeit halten, Lageräpfel und Zwiebeln und nicht zuletzt die Zapfen von Kiefern, Fichten, Lärchen. Sollten Blätter zu Dekorationszwecken verwendet werden, müssen diese mit Eicheln, Kastanien oder anderen Materialien beschwert werden. Sonst bläst der nächste Herbststurm sie fort. Für heimeliges Licht auf der Terrasse sorgen Kerzen und Teelichter, die in einfachen Weckgläsern besonders rustikal wirken. Wer den Shabby Chic bevorzugt, ist mit Metall-Laternen in Pastellfarben gut beraten. Um das Risiko eines Brandes durch umgeworfene Kerzen zu minimieren und um Haus- und Wildtiere vor Verbrennungen zu schützen, können anstelle von Wachskerzen LED-Lichter verwendet werden, die den echten Kerzen täuschend ähnlich sind.

Bei all den Blumen um die sich gekümmert werden muss, sollte man auf keinen Fall vergessen auch die Terrassenmöbel zu verstauen. Vor allem die Gartenmöbel aus Holz sollte bevor es kalt wird Winterfest gemacht werden. Da sonst durch die ständig wechselnden Witterungseinflüsse die Holzmöbel sehr schnell zerstört werden kann.

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