Vor welchen Webseiten sollten Eltern ihre Kinder heute besonders schützen?

Heute behandeln wir ein scheinbar vollkommen banales Thema auf Elternforen.de. Doch es ist relevanter denn je. Denn es geht uns nicht um die klassischen Webseiten, die jeder seinen Kindern verbietet. Es geht uns um Anbieter und Webseiten, von denen man am Anfang vielleicht denkt, dass sie harmlos sind, sich aber extrem schnell als Gefahr für Kinder entpuppen können. Danke, dass ihr Elternforen lest!

Filme und Apps ab 16 Jahren

Heute prüfen die Eltern leider kaum mehr, welche Apps und Spiele und Filme ihre Kinder auf dem Handy anschauen. Wir meinen damit nicht, dass ein 15,5-jähriger auf keinen Fall Filme ab 16 Jahren anschauen darf. Doch warum müssen manche 13-jährigen ganz klar gewaltsame Filme und Spiele zu Gesicht bekommen? Weil die Eltern dies einfach nicht kontrollieren. Erneut: Nicht falsch verstehen. Denn ein Kontrollwahn bringt auch niemandem etwas. Doch vielleicht checkt ihr als Elternteil einfach immer wieder einmal den Homescreen des Kindes, wenn es unter 12 ist. Denn in diesem Alter können solche Apps ziemlich viel Schaden anrichten. Im Alter zwischen zwölf und vierzehn könnte man die direkte Kontrolle zurückfahren und das Kind einfach fragen oder zum Beispiel im Account des App Stores oder Google Play Stores die heruntergeladenen Apps und Spiele nachprüfen. Das Handy der Kinder geht Eltern eigentlich zumindest ab 14 Jahren nichts mehr an, wohl aber die Inhalte, die sie konsumieren. Offenheit und Ehrlichkeit von beiden Seiten ist hier gefragt.

Dasselbe gilt übrigens für Filme auf Netflix, Amazon Prime und YouTube. Zum einen sind es die wirklich harten Filme ab 18 Jahren, die man auf jeden Fall hart überprüfen sollte. Doch zumeist sind es Filme ab 16 Jahren, die viel häufiger sind und die ein Kind deutlich eher zu Gesicht bekommt. Erneut gilt unsere Empfehlung: Zumindest unter 15 Jahren sollte man so etwas unterbinden. Bei Filmen ist es natürlich nicht ganz so einfach zu überprüfen für Eltern. Doch man könnte bei Kinobesuchen jeweils die Kinder nach dem Film fragen. Und bei den Netflix-Accounts kann man Altersbeschränkungen aktivieren, sodass man sicher gehen kann, gewisse Filme zu sperren.

Spiele-Seiten im Internet

Wir meinen unter Spielseiten nicht nur Browserspiele, sondern auch Gambling-Anbieter. Ihr fragt euch, wie wir darauf kommen? Leider ist auch das ist nicht ganz so selbstverständlich. Denn gerade Wettanbieter werden zur EM 2020 wieder vermehrt heruntergeladen. Und viele Kinder schauen nun einmal Fußball. Und leider muss man auf dem Handy nur einen Pass angeben, der auch von den Eltern sein kann, und schon kann man ohne weitere Einschränkungen loswetten. Und dann ist selbst der Griff zu einem Online Casino wie Netbet nicht mehr weit. Wir raten allen Eltern, das auf keinen Fall zu tolerieren. Niemals sollten unter 18-Jährige auch nur in die Nähe solcher Apps kommen. Hier ist aber Aufklärung und Ehrlichkeit der Eltern gefragt. Denn die Kinder wissen um die Existenz dieser Apps. Immerhin wird ihnen im TV beim Sportschauen ständig solche Werbung vorgesetzt. Kein einfaches Thema also, mit dem sie mit Vorwissen und Durchsetzungskraft jedoch dahinterkommen und ihr Kind schützen können.

Fazit

Übertreibt es nicht mit der Kontrolle. Kein Kind fühlt sich wohl, wenn es ständig überall kontrolliert wird. Im Gegenteil: Sowas wirkt sich oft negativ aus und das Kind versucht dann genau das Verbotene zu tun und die Eltern zu überlisten. Und das funktioniert eben dann doch meistens. Also lasst davon ab, eine nervige Kontrollmutter oder ein Kontrollvater zu werden. Viel eher kommt es darauf an, mit dem Kind ehrlich und offen reden zu können. Auch Fehltritte des Kindes sind zu entschuldigen. Man sollte sich einfach dessen bewusst sein, dass man mit einer gesunden Logik schon viel verhindern kann.

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