Hornzipfel – eine echte Belastung für betroffene Männer

Mediziner benennen das Phänomen lateinisch „Hirsuties papillaris coronae glandis“, der Volksmund jedoch sagt kurzum Hornzipfelchen dazu. Die oft fälschlicherweise mit einer Geschlechtskrankheit verwechselten Hornzipfel belasten betroffene Männer stark. Von Vorurteilen und falscher Scham geprägt, suchen nur wenige Männer einen Arzt wegen der warzenartigen Wucherungen an ihrem Penisrand auf.

Hornzipfel – worum handelt es sich?

Nur etwa 10-20% der Männer sind von Hornzipfeln betroffen. Kleine warzenartige Hautläppchen, die meist Hautfarben oder weißlich aussehen, reihen sich kranzartig in der Furche um die Penisspitze herum. Betroffen kann nicht nur der Rand der Eichel, sondern auch das Vorhautbändchen sein. Die kleinen Hautknötchen reihen sich nebeneinander in Linien, von denen bis zu drei parallel verlaufen können. Während manche Männer nur wenige Hornzipfel besitzen, sind sie bei anderen sehr stark ausgeprägt und können hundertfach auftreten. Rein medizinisch betrachtet besteht keine Notwendigkeit die Hornzipfel zu entfernen, da sie als harmlos gelten. Psychisch gesehen, sind Hornzipfel eine echte Belastung für das Sexualleben eines Mannes.

Hornzipfel sind keine Geschlechtskrankheit

Weder mangelnde Hygiene, noch eine sexuell übertragbare Krankheit oder Warzen liegen bei Betroffenen von Hornzipfelchen vor. Vielmehr handelt es sich um einen anatomischen Atavismus, das heißt einer evolutionär nicht mehr benötigten aber dennoch ausgeprägten anatomischen Erscheinung. Dennoch leiden zahlreiche Männer unter den Hornzipfeln, da sie sowohl ästhetisch als auch physisch das Sexualleben beeinträchtigen können.

Die Behandlung der Hornzipfel

Betroffenen Männern fällt der Gang zum Arzt schwer. Zu viel Negatives haben sie bereits durch abfällige Bemerkungen von Partnerinnen bzw. der Außenwelt erlebt und schämen sich oft grundlos für die harmlosen Hornzipfel. Da medizinisch nur bei Schmerzen, Blutungen oder Entzündungen ein Grund besteht, die Hornzipfel entfernen zu lassen, übernehmen Krankenkassen auch die Kosten bei einer rein kosmetischen Beeinträchtigung dafür nicht. Möglich wäre eine Entfernung mit Hilfe einer Laserbehandlung bzw. Elektrokauterisation während einer Lokalanästhesie. Davon sehen allerdings viele Männer aufgrund der damit verbundenen Risiken und Nebenwirkungen ab.

Kommentarfunktion ist deaktiviert