Matratzen für Pflegebetten

Die Sprecherin der PerVita24, ausgebildete 24 Stunden Pflegefachkraft zur häuslichen Betreuung:

Matratzen für Pflegebetten

Pflegebedürftigkeit geht oftmals mit einer umfassenden Bettlägerigkeit einher. Die Patienten können das Bett entweder nur selten oder überhaupt nicht mehr verlassen. Aus diesem Grunde muss es mit einer geeigneten Matratze ausgestattet sein, die einerseits die körperlichen Besonderheiten des Patienten und andererseits seine Erkrankungen berücksichtigen muss. Eine Standardmatratze reicht in der Regel nicht aus, um den Gefahren, die mit einer Bettlägerigkeit verbunden sind, wirksam vorbeugen zu können. Eine längerfristige Bettlägerigkeit kann unter anderem zu verschiedenen Infektionen wie zum Beispiel einer Lungenentzündung oder einem Dekubitus führen. Im Falle eines Dekubitus spricht man von einem Wundliegen, das vor allem an den Fersen und am Steißbein, aber auch an anderen Stellen auftreten kann, die einem verstärken Druck durch das ständige Liegen ausgesetzt sind.

Antidekubitusmatratzen

Dekubitus ist ein Druckgeschwür, das je nach Schweregrad in drei Stufen unterteilt werden kann. Während sich ein Druckgeschwür der Stufe I noch relativ leicht mit geeigneten Wundsalben behandeln lässt, ist dies bei einem Druckgeschwür der Stufe II oder der Stufe III nicht mehr der Fall. Bei einem Druckgeschwür der Stufe III hilft oftmals nur noch eine operative Entfernung der betroffenen Partien. So weit muss es jedoch nicht kommen, wenn geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Die Auswahl der richtigen Matratze gehört in jedem Falle dazu. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass der Patient von Zeit zu Zeit umgelagert wird. So wird der Druck, der auf einzelnen Stellen lastet, deutlich reduziert.

Einfache Antidekubitusmatratzen bestehen aus Schaumstoff mit integrierten Antidekubitusfederungen. Dies ist die Grundlage dafür, dass sich die Matratze optimal an den Körper anpassen kann. Eine Matratze aus Schaumstoff eignet sich vor allem für leichte Formen des Dekubitus. Bei schwereren Formen sollte zu einer Luftkammermatratze gegriffen werden. Sie ist mit mehreren Luftkammern ausgestattet, die durch einen Aggregat mit Luft versorgt werden.

Matratzen bei Inkontinenz

Inkontinenz ist ein weiteres Problem, das sehr häufig mit einer Bettlägerigkeit einher geht. Vielfach werden dem Patienten Windeln angelegt. Wird jedoch darauf verzichtet, passiert nicht selten ein Malheur. Auch hier kann durch die Auswahl geeigneter Matratzen verhindert werden, dass es zu einer Verunreinigung der Matratzen und des Pflegebettes kommt. Es gibt geeignete Unterlagen, die in der Lage sind, Urin und Kot aufzunehmen, sodass sie nicht in das Innere der Matratze eindringen können. Es empfiehlt sich jedoch möglichst austauschbare Inkontinenzmatratzen zu wählen, da ansonsten die Gefahr besteht, dass die Unterlagen auch Schweiß nicht abfließen lassen können, was von den betreffenden Personen als sehr unangenehm empfunden werden kann.

Orthopädische Matratzen

Orthopädische Probleme sind nicht selten die Ursache für eine Bettlägerigkeit. Ist dies nicht der Fall, besteht zumindest die Gefahr, dass sich derartige Probleme als Folge der Bettlägerigkeit herausbilden können. So können die Gelenke, die Muskeln und die Knochen einzeln oder gemeinsam betroffen sein.
Spezielle Matratzen sind hervorragend geeignet, um Bandscheibenschäden vorzubeugen. Sie passen sich der natürlichen Form der Wirbelsäule an. Außerdem werden durch die orthopädischen Matratzen sogenannte Lagerungskuhlen verhindert, die an den Muskeln oder den Knochen entstehen können, wenn der Patient lange Zeit in einer bestimmten Position im Bett verharrt, da er sich nicht ausreichend bewegen kann.

Allergen- und keimarme Matratzen

Patienten, die unter Allergien leiden oder die aufgrund einer durchgeführten Organ- oder Stammzelltransplantation unter einem erhöhten Infektionsrisiko leiden, benötigen besondere Matratzen für das Pflegebett. Hier ist es sehr wichtig, eine gezielte Auswahl zu treffen, um die erwünschte Wirkung erzielen zu können. Für Allergiker muss eine Matratze vorhanden sein, die mit speziellen Materialen ausgerüstet ist, die der Allergie entgegenwirken können. Infektionshemmende Materialien sind unabdingbar, wenn ein Patient aus irgendeinem Grunde einem stark erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt ist.

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