Mein Kind hat Kopfläuse: Was ist nun zu tun?

Kopfläuse sind zwar meist ungefährlich und können leicht erkannt und bekämpft werden, trotzdem kämpfen in Deutschland jährlich viele Tausende Haushalte mit Läusebefall. Kopflausbefall gilt als eine der häufigsten Infektionskrankheiten im Kindesalter und tritt fast immer epidemisch auf. Besonders Betreuungseinrichtungen von Kinder und Jugendlichen gelten als Vermehrungsort der Kopflaus, da hier Kinder in direktem Kontakt mit Gleichaltrigen spielen und es die Läuse einfach haben, sich von Kopf zu Kopf zu vermehren.

Erkennen von Kopflausbefall

Das Problem des Lausbefalls beginnt meist mit der Benachrichtigung, dass ein oder mehrere Kinder in der Betreuungseinrichtung des eigenen Kindes Kopfläuse haben. Wegen des intensiven Kontakts unter den Kindern, ist schon durch diesen Hinweis genügend Verdacht gegeben, um den eigenen Nachwuchs genauer auf Kopfläuse zu untersuchen. Auch wenn noch keine Symptome bei den eigenen Kindern zu verspüren sind, sollte das Kopfhaar dringend genauer untersucht werden. Zunächst kann durch eine erste Sichtprobe festgestellt werden, ob sich Läuse auf der Kopfhaut befinden. Hierfür sollten die Haare zunächst in Strähnen geteilt und durchgesehen werden. Besonderes Augenmerk sollte hier auf die Stellen im Nacken, hinter den Ohren und an den Schläfen gelegt werden, da hier die ideale Temperatur für die Entwicklung der Eier herrscht.

Da bei der reinen Sichtkontrolle nur jeder dritte Lausbefall erkannt wird, sollte als nächstes ein Läusekamm zum Einsatz kommen. Mit dem feinen Kamm, der in der Apotheke oder im Sanitätshaus zu erwerben ist, sollte von der Kopfhaut bis zu den Spitzen durch jede Strähne geführt werden. Zur Kontrolle ist der Kamm nach jeder Strähne in einem Küchentuch auszustreichen, um zu erkennen, ob Läuse, Nymphen oder Läuseeier durch den Kamm aufgenommen wurden.

Behandeln des Läusebefalls

Lausbefall tritt in verschiedenen Stadien auf. Die Behandlung gestaltet sich aber gleich, egal ob Läuse, Nymphen oder Eier gefunden werden. Die Kopflaus ist meist drei Millimeter groß, von grauer oder leicht rötlicher Farbe und hat sechs Beine. Nissen sind „junge Läuse“ und meist auch noch gut mit dem bloßen Auge zu erkennen. Die Eier sind deutlich kleiner, doch bei genauem Hinsehen können auch sie gesehen werden.

Ist man sich sicher, dass das Kind Läuse hat, sollte umgehend mit der Behandlung begonnen werden. Wer wenig Erfahrung mit Läusen hat und sich unsicher ist, sollte den Kinderarzt konsultieren. Dieser kann das genaue Vorgehen erklären und ein Rezept für Läuseshampoo ausstellen. Das spezielle Shampoo ist auch ohne Rezept in allen Apotheken erhältlich und sehr wirksam. Schon die einmalige Anwendung verspricht Linderung. Es empfiehlt sich nach der Behandlung mit dem Shampoo das noch nasse Haar mit dem Läusekamm zu durchkämmen. So ist schnell zu erkennen, ob die Behandlung gewirkt hat und es werden Läuse und Eier entfernt. Für maximalen Erfolg und als Probe sollte der Vorgang nach rund einer Woche wiederholt werden.

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