Wenn die Ferse schmerzt und piekst – alles über Fersensporn!

Viele Menschen spüren nach einem langen Tag im wahrsten Sinne des Wortes ihre Füße: Oft drückt die Ferse und ein stechendes Gefühl sorgt dann dafür, dass jeder weitere Schritt zur Qual wird. Der Grund dafür ist häufig eine dauerhafte knöcherne Veränderung der Fußknochen – der sogenannte Fersensporn.

Wie es dazu kommt und was man dagegen tun kann, zeigen wir Ihnen hier!

Entstehung des Fersensporns

Streng genommen ist auch der Fersensporn eine Abnutzungserscheinung im Alter – denn er entsteht erst nach langer Zeit durch konstante Überbelastung. Diese ist aufgrund unterschiedlicher Faktoren möglich. Dazu zählen zum Beispiel

  • Übergewicht
  • falsches Schuhwerk
  • anatomische Fehlstellungen
  • häufiger Sport ohne Aufwärmprogramm
  • berufliche Belastungen (lange Arbeiten in stehender Position).

Oft sind Betroffene familiär vorbelastet – daher sollten besonders Menschen, die aus dem familiären Umfeld vom Fersensporn wissen, entsprechende Vorbeugungsmaßnahmen einleiten. Dazu zählen insbesondere gut gedämpfte Schuhe mit optimalem Sitz und regelmäßige Entlastungszeiten für die Füße.

Die Überbelastung führt nach und nach zu Entzündungssymptomen, die der Körper durch die Neubildung von Gewebe „repariert“. Dieses neue Gewebe ist der beschriebene Fersensporn – er besteht aus verkalktem Gewebe, das sich sogar im Röntgenbild und durch andere bildgebende Techniken darstellen lässt.

Symptome & Behandlung

Der Fersensporn macht sich meistens beim Auftreten bemerkbar. Insbesondere nach längeren Strecken kommt es durch den Fersensporn zu Schmerzen, sodass teilweise ein weiteres Gehen nicht mehr möglich ist.

Meistens lassen sich Schmerzen durch die Verwendung von entsprechenden Einlagen in den Schuhen behandeln – den Fersensporn an sich beseitigen diese Einlagen natürlich nicht. Neben geeigneten mechanischen Hilfsmitteln ist auch eine krankengymnastische Therapie in Erwägung zu ziehen. Diese kann zu einer Entlastung der Ferse beitragen und so durch regelmäßige Anwendung eine Verbesserung der Symptome erzielen.

Wer mit Übergewicht zu kämpfen hat, sollte dies – unabhängig vom Fersensporn – nach Möglichkeit reduzieren. Da sich ein Zuviel an Körpergewicht nicht nur auf den gesamten Knochenapparat auswirkt, sondern auch auf die Gesundheit der Organe und den Stoffwechsel insgesamt, ist eine Diät in solchen Fällen immer indiziert.

Medikamente

Der Einsatz von Medikamenten kann bei der symptomatischen Behandlung des Fersensporns allenfalls eine kurzfristige Maßnahme darstellen. Grundsätzlich ist hierdurch auch nur eine Milderung von intensiven Schmerzen und Beschwerden möglich; die Einnahme sollte daher immer vor dem Hintergrund von unerwünschten Nebenwirkungen gut durchdacht sein.

Auch entzündungshemmende Wirkstoffe per Salbe oder mittels Spritze rund um den Fersensporn herum können nur temporär für eine Abschwächung der Symptome sorgen. Für eine kurzzeitige Erleichterung sind diese aber durchaus geeignet – geht es um dauerhafte Lösungsansätze, sollten weitergehende Maßnahmen in Betracht gezogen werden.

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