Moderne Eingangstüren geben Sicherheit

Eine Eingangstüre verbindet praktisch den privaten vom öffentlichen Bereich. Wer durch sie tritt, kommt in die eigenen vier Wände, jenen Ort wo der Stress des Alltags abfällt. Es lohnt sich also, für die Wahl der Eingangstüre einige Zeit zu veranschlagen. Ein robustes Modell dient für viele Jahre, wenn nicht sogar für Jahrzehnte als Visitenkarte des Hauses. Nicht nur bei Neubauten, sondern auch im Zuge einer Renovierung macht es Sinn sich nach Haustüren umzusehen, die modernsten technischen Standards entsprechen.

Sicherheit durch die Eingangstüre gewährleisten

Viele Einbrecher gelangen durch die Eingangstüre in den Wohnraum. Zwar ist laut aktuellen Zahlen aus der Polizeistatistik die Anzahl der Einbrüche vom Jahr 2017 auf 2018 um 17,1 Prozent gesunken, trotzdem wurde in 11.802 Häuser und Wohnungen eingebrochen. Experten zufolge werden besonders viele Delikte in den Monaten November bis Jänner verübt. Der Hintergrund ist, dass während der kalten Jahreszeit die Dämmerung schon früh einsetzt. Dadurch können Kriminelle vom Schutz der Dunkelheit aus unbemerkt an Eingangstüren und Fenstern werken. An dem Umstand ob in einem Haus Licht brennt oder nicht erkennen sie ganz einfach ob jemand zu Hause ist.

Die Kriminalstatistik zeigt jedoch auch, dass es bei 46,5 Prozent aller Vorfälle beim Einbruchsversuch geblieben ist. Der Grund dafür ist, dass Einbrecher es beim Versuch bewenden lassen, wenn sie mehr als fünf Minuten hantieren müssen, um eine Türe zu öffnen. Auskunft darüber, wie lange eine Türe Einbruchsversuchen standhalten geben die Widerstandsklassen:

  • Da Türen in der Widerstandsklasse RC1 nur einen minimalen Schutz gewähren, sind sie als Eingangstüren nicht geeignet. Mit einem kräftigen Fußtritt gehen sie meistens schon auf.
  • Nur drei Minuten benötigen Profis mit einfachen Werkzeugen, wie zum Beispiel einer Zange und einem Schraubenzieher, um eine Türe in der Klasse RC 2 zu öffnen.
  • Bei der Klasse RC3 geben Einbrecher schon eher auf, weil sie für das Öffnen mindestens 5 Minuten brauchen
  • Noch mehr Sicherheit bieten Türen in Widerstandsklasse RC4. Sie sind nur mit Stemmeisen, Hammer und Schlagaxt zu öffnen. Rund 10 Minuten muss schon der erfahrene Einbrecher arbeiten.

Die Widerstandsklassen 4 und höher kommen meistens nur für gewerbliche Nutzung zum Einsatz.

Sichere Eingangstüren erkennen

Konsumenten werden manchmal von Türenherstellern in die Irre geführt: Der Begriff „Sicherheitstüre“ ist nämlich rechtlich nicht geschützt. Daher sollten Kunden gezielt nach Haustüren Ausschau halten, die das Siegel „ÖNORM geprüft“ tragen. Die Anforderungen an eine sichere Eingangstüre regelt in Österreich die ÖNORM B5338. Bei sicheren Eingangstüren spielen verschiedene Komponenten eine Rolle. Sowohl das Türblatt als auch die Zargen und Schlösser sind so massiv gefertigt, dass sie für Einbrecher ein nahezu unüberwindbares Hindernis darstellen. Experten empfehlen, ein Türblatt mit mindestens 68 Millimeter Stärke zu verwenden.

Manchmal verschaffen sich Kriminelle Zutritt zu einem Haus, indem sie die Türe einfach aushebeln. Das verhindern Eingangstüren mit fester Verbindung zwischen Türzarge und –blatt. Auch die Scharniere sollten entsprechend gesichert sein. Bei hochwertigen Haustüren Aluminium oder aus einem anderen Material kommen außerdem Schlösser mit einbruchssicheren Zylindern zum Einsatz. Im Inneren der Türe schützen gleich mehrere Riegel vor Einbruchsversuchen. Noch ein weiterer Tipp zum Schlüssel: besonders empfehlenswert sind Zylinder mit Codekarten. Sie verhindern, dass sich Unbefugte einen Schlüssel nachmachen lassen können.

Sicherheit hängt nicht unbedingt vom Material ab

Egal ob man sich für eine Kunststoff-, Aluminium- oder Holztüre entscheidet, das Material ist nicht unbedingt ausschlagegebend für die Sicherheit. Selbst Haustüren mit einer Verglasung entsprechen bei hochwertiger Verarbeitung höchsten Sicherheitsstandards. Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass sich Einbrecher von Türen mit massiver Optik abschrecken lassen. Wirken Holz- oder Aluminiumtüren zum Beispiel besonders robust, suchen sich Kriminelle oft ein anderes Opfer. Grund ist, dass sie eine hohe Geräuschkulisse bei ihrem Einbruchsversuch vermeiden wollen.

Abgesehen vom Sicherheitsaspekt punktet jedes Material mit individuellen Vorteilen. Wer mit einem beschränkten Budget eine neue Eingangstüre finanzieren muss, ist mit einem Modell aus Kunststoff am besten beraten. Türen aus Kunststoff sind in unzähligen Varianten erhältlich und sind noch dazu pflegeleicht. Wird das Obermaterial einmal schmutzig, wischt man es einfach feucht ab. Außerdem weist Kunststoff gute Dämmeigenschaften auf. Allerdings hat Kunststoff in Punkto Schallschutz Nachholbedarf. Straßenlärm ist durch die Türe relativ deutlich wahrzunehmen. Da sich Kunststoff aufgrund von Temperaturschwankungen verformen kann, sind Modelle mit einem Stahlkern zu bevorzugen.

Holztüren sehen optisch gut aus und wirken natürlich. Außerdem sind sie Top, was den Wärme- und Schallschutz betrifft. Allerdings wird mit einer Holztüre das Budget deutlich mehr belastet als mit einer Variante aus Kunststoff. Auch der erhöhte Pflegeaufwand durch Nachstreichen ist ein Nachteil. Über viele Jahre formschön bleiben Türen aus Aluminium. Dabei handelt es sich jedoch um die teuerste Variante. Da die Dämmeigenschaften des Materials nicht ideal sind, ist eine Zusatzschicht notwendig. Bei einer Aluminiumtüre handelt es sich um die teuerste Variante. Dafür sind unzählige Ausführungen und Kombinationen mit anderen Materialien möglich.

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