Hilfe! Mein Kind kommt in die Pubertät

Es gibt kaum eine Phase im Leben der eigenen Kinder, die Eltern so fürchten, wie die Pubertät. Plötzlich verwandelt sich das kleine Mädchen mit den goldenen Zöpfen in eine attraktive junge Frau mit Brustansatz oder Sohnemann, die nie ohne seinen Lieblingsteddy einschlafen konnte, zum Mädchenschwarm mit zerrissenen Hosen und gegelten Haaren. Die schlechte Nachricht zuerst: Um diese Phase kommen Eltern nicht herum. Und nun die gute: Mit viel Gelassenheit wird’s leichter!

Abgrenzung von den Eltern als essentieller Schritt ins Erwachsenenleben

Manchmal wollen Eltern pubertierender Kinder einfach nur noch schreien und sich dabei die Haare raufen. Denn scheinbar steht plötzlich nicht mehr ihr wohlerzogenes Kind vor ihnen, sondern ein völlig neuer Mensch. Und dieser bringt Sprüche, wie etwa: Ich bin keine acht Jahre alt! oder Du kannst mir gar nichts vorschreiben! Eltern tun gut daran sich vor Augen zu halten, dass ihre Kinder diesen wichtigen Entwicklungsschritt unbedingt durchleben müssen, um zu verantwortungsvollen und unabhängigen Erwachsenen zu werden. Von nun an kaufen die Teens nicht mehr in der Kinderabteilung ein, sondern online bei fit-z.com. Sie gestalten ihr Kinderzimmer in eine Jugend-Wohlfühloase um und fordern noch obendrein mehr Freiheiten. Was können Eltern dagegen unternehmen? Gar nichts. Am besten lassen sie es kontrolliert zu. Auch wenn das schrittweise loslassen schmerzt, wird es zwingend notwendig, dass auch Eltern aus ihren alten Rollenverständnissen aussteigen.

Respekt, Vertrauen, Grenzen

Traditionell wollen Teenager so eigenständig wie möglich sein, solange es keinen Aufwand erfordert und bequem ist. Länger ausgehen wird befürwortet, aber eher aufstehen, um selbstständig Brote zu schmieren und pünktlich per Bus in die Schule zu kommen, eher nicht. In aller Regel führt dies früher oder später zu Konflikten zwischen Eltern und Teenager. Hier gilt es ein Stück weit ruhig zu bleiben und Gelassenheit zu zeigen. Am besten atmen Eltern tief durch und beginnen nicht zu schreien. Stattdessen macht es Sinn, sich die Kämpfe gezielt auszusuchen, die man mit seinem Nachwuchs konsequent bis zum Ende ausfechten möchte. Ruhig das Gespräch anbieten und gegebenenfalls eigene Standpunkte überprüfen, kann während der Pubertät der Kinder manchmal Wunder wirken. Zudem hat es sich bewährt, die Privatsphäre der nun Jugendlichen zu achten. Denn, auch wenn Teenies ihre Freiheiten lieben, wissen sie dennoch die Grenzen und das Vertrauen, welches die Eltern geben, insgeheim zu schätzen. Diese Orientierung ist in Zeiten der Selbstfindung, unzähliger Veränderungen und hormoneller Turbulenzen ein Signal der Sicherheit und damit ein wichtiger Anker.

Fazit: Die Pubertät stellt für Teenager wie auch Eltern eine Phase der Neupositionierung in der Familie dar. Während sich Teenies ihre eigenen Freiheiten erkämpfen und um Abgrenzung ringen, müssen Eltern lernen, ein Stück weit loszulassen. Beides ist schwierig und wird nicht ohne Stolpersteine von statten gehen. Doch mit ein wenig Gelassenheit und ausreichend Selbstreflektion kann man irgendwann auf diese Phase mit einem Augenzwinkern und einem tiefen Durchatmen zurückblicken.

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