Babyglück dank künstlicher Befruchtung

Es gehört wohl zu den sehnlichsten und tief empfundensten Wünschen vieler Paare, irgendwann das vollkomme Familienglück durch ein Baby zu vervollständigen. Dennoch meint es die Natur bei rund jedem sechsten Paar nicht gut und Komplikationen stellen sich ein. Die Selbstverständlichkeit, schwanger zu werden und ein Kind zur Welt zu bringen, erweist sich für manche Paare leider auf natürlichem Wege als schwierig bis unmöglich. Sie denken nicht selten über eine künstliche Befruchtung nach.

Wieder Hoffnung dank IVF

Seit im Jahre 1978 das erste Baby durch IVF (In Vitro Fertilisation) gesund und munter auf die Welt kam, haben sich die Methoden bzw. Techniken bedeutend weiterentwickelt und verbessert. Hochmoderne Kliniken, wie etwa die Kinderwunschklinik in Innsbruck (Österreich), wenden sogar die weitaus erfolgversprechendere ICSI (Intazytoplasmatische Spermieninjektion) oder die IMSI (Intrazytoplamatische morphologisch selektierte Spermieninjektion) an. Über 50 % der Frauen dürfen sich dort bereits nach dem ersten Versuch der künstlichen Befruchtung über eine Schwangerschaft freuen.

Die Entscheidungsfindung

Nicht selten verzweifeln Paare, wenn sie nach langen Versuchen auf natürlichem Weg ein Kind zu zeugen, scheitern. Um nicht kinderlos zu bleiben, suchen sie erfahrene Reproduktionsmediziner auf. Konnte nach Vorunteruntersuchungen die Ursache für die ausbleibende Schwangerschaft eingegrenzt werden, steht nicht selten die Entscheidung über eine künstliche Befruchtung zur Debatte. Mediziner informieren die Paare ausgiebig über die realistischen Chancen schwanger zu werden, sowie über die möglichen Risiken und den Ablauf der künstlichen Befruchtung.

Der vereinfachte Ablauf einer künstlichen Befruchtung

Bei der In Vitro Fertilisation, dem Klassiker der künstlichen Befruchtungen, werden unter Laborbedingungen ausgewählte Eizellen der Frau mit Sperma vereinigt. Durch gezielte hormonelle Stimulation im Vorfeld bilden sich die notwendigen Eibläschen (Follikel). Mediziner entnehmen dem weiblichen Körper für die IVF Eizellen. Mit einer feinen Nadel werden diese abgesaugt (Aspiration). Um die höchste Sicherheit für die hoffentlich bald schwangere Frau zu gewährleisten, wird der Eingriff mittels Ultraschall überwacht und streng kontrolliert. Acht von zehn Frauen nehmen dabei nicht einmal eine Narkose oder ein Schlafmittel in Anspruch.

Nachdem die entnommenen Eizellen überprüft und aufbereitet wurden, können sie nun binnen einem Zeitfenster von 1 – 6 Stunden künstlich befruchtet werden. Während bei der IVF nur eine Mischung von Eizellen und Spermien erfolgt, bringen bei der ICSI die Mitarbeiter des Reproduktionszentrums das Spermium mittels einer Mikronadel direkt in die Eizelle ein. Bereits am nächsten Morgen zeigt sich, ob die Eizelle erfolgreich befruchtet ist. Nun dürfen die entstandenen Zygoten in den nächsten 5 Tagen zu einer Blastozyste heranreifen. Dafür schafft das Labor exakt die Bedingungen, die auch im Mutterleib herrschen. Bereits am 5. oder 6. Tag erfolgt der sogenannte Embryotransfer in die Höhle des Gebärmutterkörpers. Erfahrene und verantwortungsvolle Mediziner stimmen sich mit dem Paar ab und werden nach gemeinsamer Entscheidung entweder eine, zwei oder maximal drei Embryonen transferieren, um das Mehrlingsrisiko möglichst gering zu halten.

Künstliche Befruchtung garantiert keinen Kindersegen

Auch wenn die Chancen auf das lang ersehnte Baby dank der verschiedenen Methoden der künstlichen Befruchtung merklich steigt, gibt es keine Garantie für ein Kind. Professionelle Mediziner klären ausführlich darüber auf, dass nicht immer eine Schwangerschaft zu Stande kommt oder bis zum Ende ausgetragen wird. Moderne Kliniken begleiten daher betroffene Paare, die unter starken seelischen Druck stehen, nicht nur körperlich, sondern auch durch einen Psychologen.

Fazit: Die modernen Methoden der künstlichen Befruchtung ermöglichen vielen kinderlosen Paaren das erhoffte Elternglück. Dennoch können auch die besten Mediziner keinen Erfolg garantieren.

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