Eisenmangel während der Schwangerschaft gefährdet das Kind

Der menschliche Körper ist auf einige lebensnotwendige Spurenelemente angewiesen, eines davon ist Eisen. Seine Hauptaufgabe ist der Sauerstofftransport, außerdem ist der Bedarf beim weiblichen Geschlecht höher. Ist eine Frau schwanger, dann wird noch mehr benötigt, da in diesem Fall auch das Baby im Bauch mitversorgt werden muss. Leider ist die ausreichende Aufnahme von Eisen im Alltag nicht immer einfach und führt bei ca. einem Drittel aller werdenden Mütter zu Eisenmangel. Eine Tatsache, die schwere Folgen für den noch ungeborenen Sprössling haben kann.

Die Ernährung spielt die Hauptrolle

In der Regel kommt es bei Schwangeren dann zu einem Eisenmangel, wenn die Ernährung nicht stimmt beziehungsweise sich in die ungesunde Richtung bewegt. Mögliche Folgen sind Haarausfall, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Bei extremeren Fällen kommt zusätzlich eine Blutarmut dazu, was auf zu wenig Blutzellen zurückzuführen ist. Diese können sich jedoch aufgrund von zu wenig Eisen nicht bilden. Der Teufelskreis geht allerdings noch weiter, denn nur mit ausreichend viel Blutzellen können die Plazenta und das Baby wachsen.

Die möglichen Komplikationen

Wie aus einigen Studien hervorgeht, kann eine Eisenunterversorgung während der Schwangerschaft zu Komplikationen führen. Des Weiteren kommt es in diesem Zusammenhang wesentlich öfters zu einem verringerten Geburtsgewicht und zu Früh- beziehungsweise Fehlgeburten. Es kann aber auch sein, dass nicht genug vom Schilddrüsenhormon Thyroid produziert wird. Ein Problem, denn es wird für die Entwicklung des Gehirns des Ungeborenen benötigt. In der ersten Phase der Schwangerschaft ist es besonders wichtig, denn erst danach entwickelt das Baby seine eigene Schilddrüse. Die Ursache für den Mangel an Thyroid ist „natürlich“ zu wenig Eisen.

Das Immunsystem kann übrigens auch etwas abbekommen und zu oft Antikörper herstellen. An sich eine gute Sache, in diesem Fall allerdings führt es zu einem zusätzlichen Angriff auf die Schilddrüsenhormone. Deren Anzahl wird dadurch also fälschlicherweise noch weiter reduziert.

Einen Eisenmangel ausgleichen

Ärzte empfehlen, dass Frauen von Haus aus auf ihren Eisenspiegel achten sollten. Ganz besonders wichtig ist es allerdings während der Schwangerschaft, denn die negativen Auswirkungen können nicht so einfach rückgängig gemacht werden. Kopfschmerzen wären da noch das kleinste Übel, deutlich schlimmer wäre eine Frühgeburt.

Um einen Eisenmangel bei Schwangerschaft erst gar nicht entstehen zu lassen, sollten rund 30 Milligramm am Tag eingenommen werden. Ist eine Frau nicht schwanger, dann wird die Hälfte (also 15 Milligramm) empfohlen. Was viele nicht wissen ist, dass auch Stillende einen höheren Bedarf haben. Es sollten 20 Milligramm jeden Tag sein.

Die Aufnahme von Eisen geht am einfachsten über die Nahrung. Es gibt viele Lebensmittel, die besonders viel davon enthalten. Getrocknete Früchte, Nüsse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Fleisch sind nur einige Beispiele. Tut man sich mit eisenhaltiger Nahrung schwer, dann können auch Eisentabletten eingesetzt werden. Die Präparate sollte man sich aber keinesfalls selber verordnen, sondern man sollte mit seinem Arzt sprechen. Bekommt der Körper nämlich zu viel Eisen, dann können Nebenwirkungen – wie Verstopfung – nicht ausgeschlossen werden.

Fazit

Damit das Ungeborene gesund das Licht der Welt erblicken kann, ist ein gut gefüllter Eisenspiegel entscheidend. Durch ihn können bestenfalls Komplikationen vermieden werden. Um Klarheit über die Zunahme des Spurenelements zu bekommen, hilft ein Besuch beim Arzt des Vertrauens weiter. Er kann genau feststellen, ob ein Mangel vorliegt oder nicht.

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