In den Urlaub in der Schwangerschaft

Schwangerschaft Urlaub

Gerade werdende Eltern haben noch einmal den Wunsch einen Urlaub zu machen. Sicherlich werden sich nun erst die meisten bewusst, dass sich nach der Geburt einiges ändern wird und viele wollen die letzte Zeit alleine und ohne die große Verantwortung noch einmal im Urlaub verbringen. Doch machen sich die werdenden Eltern auch Sorgen um das ungeborene Kind. Trotz der anstehenden Zeit der Entspannung ist es wichtig, dabei auch an das Kind zu denken. Ein Urlaub in der Schwangerschaft ist nur mit guter Vorbereitung zu empfehlen.

Der richtige Zeitpunkt

Um den Urlaub noch einmal in vollen Zügen genießen zu können, sich dabei zu entspannen und Kraft zu tanken, damit die Geburt und die erste Zeit mit dem Baby nicht zu stressig werden, ist es ratsam, den Urlaub zwischen dem fünften und dem siebten Schwangerschaftsmonat anzutreten. In den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft leiden viele Frauen unter starker Übelkeit und Kreislaufproblemen, sodass in dieser Zeit ein Urlaub nicht der Erholung dienen kann. Da auch der wachsende Babybauch in dieser Zeit noch nicht zu Belastungen führt, ist diese Zeitspanne ideal. Dennoch sollten Schwangere das Vorhaben mit dem Arzt oder der Hebamme besprechen, die die möglichen Risiken aufzeigen und medizinische Einwände äußern können.

Das richtige Reiseziel

Egal wohin die Reise gehen soll, werdende Eltern sollten sich bei der Urlaubsplanung bewusst machen, dass sich eine Schwangerschaft nicht planen lässt. So kann es im Verlauf immer zu Problemen und unvorhergesehenen Ereignissen kommen. Der Urlaub sollte daher mit einer Reiserücktrittsversicherung kombiniert werden. Wenn der geplante Urlaub also storniert werden muss, müssen die Eltern dafür nur den vereinbarten Betrag, keinesfalls aber die gesamte Reise bezahlen.

Der Urlaub in der Schwangerschaft sollte das Ziel der Erholung haben. Das sollte bei der Reiseplanung berücksichtigt werden. Orte, die als Malariagebiete gelten oder in denen Jeep- oder Erkundungstouren angeboten werden, sind in diesem Fall eher nicht geeignet. Exotische Reiseziele sollten ausgeschlossen werden. Die Gefahr einer Malariainfektion ist zu groß und schadet auch dem Ungeborenen Kind. In diesem Zusammenhang sollte auch immer auf die Hygienestandards am Urlaubsort gedacht werden, da auch hier durch Infektionen das Risiko einer Frühgeburt steigt. Ratsam ist es in solche Gebiete zu reisen, an denen die Speisen und Getränke nicht ungewöhnlich sind. Auch hier kann sich bei Schwangeren schnell ein Infekt eingeholt werden, selbst Durchfall ist wegen des Wassermangels nicht gut für Mutter und Kind. Und nicht zuletzt sollten die werdenden Eltern darauf achten, dass die medizinische Versorgung am Urlaubsort gewährleistet ist. Im besten Fall sollten eine Klinik und ein Gynäkologe in unmittelbarer Nähe sein.

Kompressionsstrümpfe müssen mit auf die Reise

Egal wohin die Reise gehen wird, Kompressionsstrümpfe müssen immer mit ins Gepäck. Schon eine Autofahrt von mehreren Stunden oder ein Flug lässt das Risiko einer Thrombose ansteigen. Wer mit dem eigenen Auto unterwegs ist, der sollte in regelmäßigen Abständen eine Pause machen, damit die Beine vertreten werden können. Gut in der Schwangerschaft sind Bahnfahrten, da hier immer aufgestanden werden kann. Vermeiden sollten Schwangere daher auf jeden Fall einen Langstreckenflug. Nicht nur, da hier die Dauer, in der gesessen werden muss so lang ist, sondern auch da Kreislaufprobleme vorprogrammiert sind. Durch die Zeitumstellung wird sich ein Jetlag einstellen, die Klimaveränderungen wirken auch noch einmal extrem auf den Kreislauf ein. Ratsam ist es daher, dass Schwangere Flugreisen von bis zu vier Stunden antreten und nicht länger. Auch sollte es am Urlaubsort nur bis maximal 28°C warm sein. Bei der Flugbuchung oder beim Check inn sollten sich Frauen nicht scheuen, von ihrer Schwangerschaft zu berichten, dann wird bei den meisten Fluglinien ein Platz in der ersten Reihe vergeben. Dort und auch an den Notausgängen besteht mehr Beinfreiheit, so kann hier durch einfache Gymnastik und das Tragen der Thrombosestrümpfe das Risiko verringert werden, eine Thrombose zu bekommen.

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