Von Empfängnis bis zur Geburt: Verlauf der Schwangerschaft

Schwangerschaft bedeutet für jede Frau eine grundsätzliche Veränderung ihres Lebens. Das betrifft jeden Bereich im Leben: Die Beziehung zum Partner oder Freunden, Veränderungen im Berufsleben und neue Empfindungen in Bezug auf den Körper und die Seele der werdenden Mutter. Die Dauer der Schwangerschaft beträgt im Schnitt 266 Tage, die Ärzte und Hebammen rechnen die Zeit jedoch in Wochen – so kommt man bei der Schwangerschaft meistens auf 40 Schwangerschaftswochen (SSW). Man kann nicht genau den Termin des Eissprungs bestimmen, deswegen führte man ein, dass die erste Woche der Schwangerschaft mit dem ersten Tag der letzten Regel beginnt, obwohl die Frau im wirklichen Sinne zu diesem Zeitpunkt noch nicht schwanger ist. Der folgende Beitrag beschäftigt sich mit dem Thema rund ums schwanger sein.

Die Schwangerschaftswochen im Überblick: Das passiert im Körper der künftigen Mutter

Der 1. Schwangerschaftsmonat – Teilung der Zellen: Im ersten Monat merken die meisten Frauen noch gar nicht, dass sie schwanger sind. Nach vier Tagen seit der Empfängnis hat sich die Eizelle bereits 50 Mal geteilt und nähert sich der Gebärmutter. Die Einnistung in der Gebärmutter erfolgt in der Regel am fünften Tag. Die sogenannte Blastozyste teilt sich danach in zwei Teile: Trophoblast und Embryoplast, die miteinander durch die Nabelschnur verbunden sind.

Der 2. Schwangerschaftsmonat: Zu dieser Zeit erkennen die Frauen, dass sie schwanger sind, weil die Regelblutung aus bleibt. Die endgültige Bestätigung holt sich die Frau nach einem Schwangerschaftstest. Anhaltende Müdigkeit, morgendliche Übelkeit und Brechreiz sowie Stimmungsschwankungen sind typisch für den zweiten Schwangerschaftsmonat.

Der 3. Schwangerschaftsmonat: Die Frauen gewöhnen sich langsam an ihren neuen „Ausnahmezustand“, die Gemütslage wird auch stabiler. Die Kleider werden langsam enger, es kann durch die Östrogene auch zu unangenehmen Wassereinlagerungen kommen.

Der 4. Schwangerschaftsmonat: Die lästige morgendliche Übelkeit verschwindet fast vollkommen, weil die Konzentration des Schwangerschaftshormons hCG nachlässt, die Kreislaufprobleme werden auch seltener. Die sogenannte stabile Phase beginnt. Allerdings nimmt die werdende Mutter etwa 1,5 Kilogramm Körpermaße pro Monat zu.

Der 5. Schwangerschaftsmonat: Das Baby bewegt sich im Mutterleib, was die schwangeren Frauen jetzt spüren können. Das intensiviert enorm die Beziehung zum Ungeborenen und lässt die Schwangerschaft erstmals genießen. Die Brustwarzen verfärben sich nun dunkler und werden größer, damit das Neugeborene diese nach der Geburt leichter finden kann.

Der 6. Schwangerschaftsmonat: Die Hälfte der Schwangerschaft ist erreicht, jetzt können auch die werdenden Väter das Baby spüren. Zu dieser Zeit kann man langsam das gesamte Equipment komplettieren: Babyschale fürs Auto, Wickeltisch oder das Babybettchen sind nur einige Sachen, die das Baby nach der Geburt haben muss. Zu den unangenehmen Begleiterscheinungen gehört jetzt das Sodbrennen, das man durch ausgewogene Ernährung im Schach halten kann.

Der 7. Schwangerschaftsmonat: Das letzte Drittel der Schwangerschaft beginnt. Die Wassereinlagerungen, vor allem in den Beinen, betreffen jetzt  fast alle Frauen. Kurzatmigkeit oder Unwohlsein tritt auf, weil das wachsende Baby auf die inneren Organe drückt. Auch Hämorrhoiden sind oft bei den schwangeren Frauen zu beklagen.

Der 8. Schwangerschaftsmonat: Der Bauch wächst weiter, was die Haut anspannen lässt, es kann zu unangenehmen Juckens kommen. Kurzatmigkeit und Verdauungsprobleme gehören zum Alltag, die inneren Organe werden immer weiter in den Bauchraum verdrängt. Es kann auch zu einer Schwäche der Blase und des Schließmuskels kommen. Durch gezielte Schwangerschaftsgymnastik wird der Beckenboden gestärkt.

Der 9. Schwangerschaftsmonat: Der Mutterschutz beginnt, die Frauen können jetzt ein wenig mehr Luft bekommen, das Atmen fällt leichter. Die Entwicklung in der 35. SSW ist für die werdenden Mütter recht beschwerlich, die meisten Frauen fühlen sich unbeweglich und klagen über Rückenschmerzen und Wassereinlagerungen. Die Gebärmutter drückt weiterhin auf den Magen, die Frauen können jetzt nur noch kleine Speisemengen auf einmal zu sich nehmen.

Der 10. Schwangerschaftsmonat: die Geburt. Die Belastung durch den großen Bauch wird langsam unerträglich. Im Schnitt hat jetzt jede Frau zehn bis 15 Kilogramm mehr auf den Rippen. Die anfänglichen Übungswehen verwandeln sich jetzt in klassische Geburtswehen, die in regelmäßigen, immer kürzer werdenden Zeitabständen kommen. Dass die Geburt kurz bevorsteht, kann auch das Platzen der Fruchtblase signalisieren.

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