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Die Gralsbewegung und ihre Sichtweise zur Bedeutung des Namens

Die Gralsbewegung vertritt einen interessanten Standpunkt zum Thema Namensgebung. Sie geht davon aus, dass jeder Name nicht zufällig vergeben wird, sondern in einem tieferen Zusammenhang mit der Persönlichkeit des Trägers steht, so wie es die bekannte lateinische Redensart – Nomen est omen ausdrückt.

Die Gralsbewegung ist ein überkonfessioneller Personenkreis, der in Abd-ru-shins Werk „Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft“ die Antworten auf die wesentlichen Fragen der Menschheit findet. Die Sichtweise der Gralsbewegung zum Thema „Der Name“ beruht auf dem gleichnamigen Vortrag aus der Gralsbotschaft von Abd-ru-shin.

Schon in alter Zeit hieß es “nomen est omen”, der Name ist Vorbedeutung, Schicksal. So kommen auch in der Benennung eines Menschen die Art und das Wesen des Trägers zum Ausdruck, er ist in Wirklichkeit das, was sein Name sagt. Der Name schwingt in dem Rhythmus seines jeweiligen seelischen Zustandes. Goethe schreibt darüber in seinem Werk “Dichtung und Wahrheit”, 2. Teil: “Der Eigenname eines Menschen ist nicht etwa wie ein Mantel, der bloß um ihn her hängt und an dem man allenfalls noch zupfen und zerren kann, sondern ein vollkommen passendes Kleid, ja wie die Haut selbst ihm über und über angewachsen, an der man nicht schaben und schinden darf, ohne ihn selbst zu verletzen.” Der dazu Berufene vermag aus der Bedeutung der einzelnen Buchstaben eines Namens, ihrer Stellung zueinander, wichtige Angaben zu machen, sei es über die Begabung und Vorzüge, Fehler und Schwächen, Krankheits- und Berufsveranlagung oder über das Verhalten zur Umwelt unter anderem. Doch diese hohe Kunst zu deuten ist einer späteren Zeit vorbehalten.

Namensgebung und Seelenzustand

Zum Erdennamen gehören der Familienname und ein oder mehrere Vornamen. Der Familienname liegt von vornherein fest. Doch damit ist erst ein Teil der Art des Namensträgers bezeichnet. Der andere Teil ist in den Vornamen ausgedrückt, die bei der Geburt gegeben werden. Von da an ist der Erdenname gesetzlich geschützt, und er darf nur aus triftigen Gründen amtlich geändert werden. Besonders muss noch betont werden, dass die Wahl der Vornamen keineswegs von Zufall abhängig ist. Welche Beweggründe auch die Namenswahl bestimmen mögen, sei es aus Familientradition, aus Bewunderung und Verehrung von historischen Persönlichkeiten, von Künstlern und Dichtern, oder aus dem Bestreben, für die Familiennamen wohlklingende Vornamen zu finden, immer wird die Wahl so ausfallen, dass die Vornamen mit der Art der inkarnierten Seele übereinstimmen. Denn dieser Vorgang vollzieht sich stets von innen nach außen, obwohl es den Anschein einer äußeren Handlung hat. Die Eltern vermögen nichts anderes zu tun, als in gesetzmäßiger Auswirkung passende Vornamen für jenen seelischen Zustand ihrer Kinder zu wählen, den diese bereits in ihr Erdenleben mitbringen.

Namensgebung und Prädestination

Wie nun ein Mensch in seinen früheren Erdenleben mit seinem Empfinden, Denken und Tun seinen jetzigen Erdennamen freiwillig erworben hat, genauso webt er in seinem heutigen Leben schon die guten oder schlechten Schicksalsfäden für seinen zukünftigen Namen, der ihn bei einer nächsten Inkarnation nach dem Gesetz der Anziehung der Gleichart zu jenen Eltern hinführt, welche mit ihm gleichgeartet sind und daher den für ihn passenden Namen tragen. Daraus geht hervor, dass ein Namenswechsel erst mit Beginn eines neuen Erdenlebens erfolgen kann, abgesehen von wenigen Ausnahmen, wie zum Beispiel die Änderung des Vornamens bei körperlichem Geschlechtswechsel.

Im Wesentlichen sollen die Vornamen mehr die Begabung und Fähigkeiten, die Familiennamen mehr die schicksalhaften Beziehungen anzeigen. Nimmt die Ehefrau bei einer Heirat den Familiennamen des Ehemannes an, so gehört ihr Mädchenname weiterhin zu ihrer Art und wirkt ebenfalls bei Inkarnationen im Gesetz der Anziehung der Gleichart mit. Dies kann nach außen hin dadurch bezeichnet werden, dass der Familienname der Frau mit dem des Mannes zu einem Doppelnamen verbunden wird, was in einigen Ländern auch ausgeführt wird, vielleicht aus der Erkenntnis heraus, dass die Frau mit der Heirat ihre persönliche Eigenart nicht aufgibt. Nicht anders ist es, wenn bei der Heirat der Ehemann umgekehrt den Familiennamen der Ehefrau übernimmt, sofern dies nach irdischem Gesetz erlaubt ist.

Namensgebung und Schicksal

Wenn auch das Wissen um die eigentliche Bedeutung des Namens verlorengegangen ist, so hatte doch der Name in den Kulten fast aller Völker und Zeiten immer einen besonderen Einfluss und Wert. So ist auch in den volkstümlichen Aussprüchen der innere Wert des Namens verborgen, wenn es heißt: “Ein guter Name ist ein reiches Erbteil” oder “Der beste Segen, der nur gedeiht, ist der gute Name allezeit”. Im “Othello” von Shakespeare lesen wir: “Der gute Name ist bei Mann und Frau das eigentliche Kleinod ihrer Seelen.” Aber selbst wenn sich der Mensch ein übles Schicksal in seinem Namen gewoben hat und mit einem mehr oder weniger “belasteten” Erdennamen geboren wird, braucht er nicht zu verzagen. Jeden Augenblick ist er fähig, mit einer inneren Wendung zum Besseren zu beginnen; bald schon wird sich der dunkle Schicksalsteppich mit lichten Fäden durchsetzen, und auch sein Name beginnt in einem anderen, leichteren Rhythmus zu schwingen.

Während sich nun die Familiennamen meistens mehrere Generationen hindurch halten, sind die dazugehörigen Vornamen einem kürzeren Wechsel unterworfen. So wird es immer wieder Vornamen geben, die eine Zeit lang im “Spitzenfeld” stehen, bis sie durch andere bevorzugte Vornamen abgelöst werden. Damit wechseln auch die Eigenart, die Fähigkeiten und Verhaltensweisen der jeweils inkarnierten Menschengeister. Das alles ist der Ausdruck fortschreitender Entwicklung im Sinne der Schöpfungsgesetze, und nicht zuletzt entsprechen diese Wechsel dem “Zeitgeist”, den in gewissen Perioden dauernd sich ändernden Sternenstrahlungen, welche für die menschliche Entwicklung sehr bedeutsam sind. Diese naturgegebenen Vorgänge und Übergänge sollten auch bei Generationsproblemen beachtet werden. Im Übrigen sei sich der Mensch stets bewusst, dass sein Erdenname ihm Hilfe und Stütze zu sein vermag.

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