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Leben mit zwei „Teenie-Monstern“: Familienleben nicht immer harmonisch

Manchmal kommt es ganz dicke: Egal ob Zwillinge, oder ein Geschwister-Pärchen mit kurzem Abstand, hier werden mir Eltern und Familienmitglieder in derselben Situation zustimmen- Kinder können zu wahren „Monstern“ heranwachsen und ein harmonisches Zusammenleben scheint manchmal schier unmöglich zu sein.

Doch fangen wir mal ganz am Anfang an:

Wo ist mein Kind geblieben?

Zugegeben, ein schreiendes zwei jähriges Kind an der Supermarktkasse verlangt von allen Beteiligten schon eine Menge Humor und Konsequenz ab, aber im Vergleich zu einem heranwachsenden „Monster“ scheint es rückblickend doch eine Lappalie zu sein. Egal wie liebevoll, verständnisvoll und wohl erzogen das eigene Kind in der Vergangenheit war, schlagen die Hormone plötzlich mit aller Wucht zu, dann erkennt so manche Mama ihr eigenes Kind nicht mehr. Doch was passiert da im Körper? Und wie schaffen es bloß die anderen Eltern mit der Veränderung und der täglichen Herausforderung klar zu kommen, ohne den Teenie in das nächste Erziehungscamp zu schicken? Manchmal ist es mir ein Rätsel…

Was passiert in der Pubertät

Starten wir mit den Veränderungen im Körper. Bei den Mädels startet die Pubertät im 9. Lebensjahr, Jungen sind mit dem 11. Lebensjahr etwas später dran. Alles beginnt damit, dass das Gehirn Signale ausstößt, um die Sexualhormone zu bilden. Eben diese Hormone sind an der körperlichen Veränderung beteiligt. Wie sieht die Veränderung aus:

  • Jungs kommen merklich in den Stimmbruch und auch die Stimme der Mädchen wird eine Veränderung erleben, wenn auch nicht so deutlich wie die der Jungen. Verantwortlich für die tiefere Stimmlage ist der Kehlkopf, der auf dem Weg zum Erwachsenwerden wächst und somit die Stimme tiefer werden lässt.
  • Die Geschlechtsorgane reifen aus. Jungs bekommen oft in der Nacht ihren ersten Samenerguss und die Mädchen so um das 13. Lebensjahr das erste Mal ihre Periode.
  • Die Körperbehaarung wird stärker und oft auch dunkler.
  • Das seelische Durcheinander beginnt. Gemeint sind Stimmungsschwankungen, die oft nicht nur das Zusammenleben in der Familie beeinflussen und deutlich beeinträchtigen, sondern auch Freundschaften können häufig unter den Ups an Downs der Pubertierenden leiden. Die Heranwachsenden haben oft Probleme mit sich selbst und ihrer Position in der Welt und lasse den Unmut darüber nicht selten an den Anderen aus.

Kommunikationsprobleme

Kommen wir zurück zu dem Zusammenleben mit dem Pubertier…denn ganz ehrlich, das ist es doch was uns wirklich interessiert- wie schaffen es die anderen bloß ihre Kids nicht das ein oder andere Mal zu erwürgen? Ab wann macht man sich eigentlich strafbar? Darf man seine Gedanken frei aussprechen oder wird man dafür verurteilt? Wie ihr vielleicht merkt..so ganz manchmal bin ich am verzweifeln ;). Aber fangen wir auch hier von vorne an:

Teenie Sprache vs. Erwachsenensprache

Es ist schon manchmal erschreckend, wenn man seinen Kids dabei zuhört wie sie mit gleichaltrigen „Freunden“ (manchmal fällt es mir schwer zu glauben, dass es sich am anderen Ende der Leitung wirklich um den Buddy oder die BFF handelt) reden. Oft fallen dort Kraftausdrücke, die selbst die Hartgesottensten unter uns verlegen machen. Aber mein Junior und meine „Vollzeit-Zicke“ versichern mir immer wieder- Mama, das ist ganz normal, wir reden alle so. Ich finde es immer wieder besonders toll, wenn die beiden dann vergessen, dass es die Mama ist, die gerade eine Frage gestellt hat und auf die dann mit, „Jo, passt schon“ geantwortet wird. Das „Alter“ wird oft noch hinzugefügt. Oft hilft es da die Situation mit Humor zu nehmen und sich an die schönen vergangenen Momente zu erinnern. 😉

Wie überstehen es alle ohne größeren Schaden

Wie schon erwähnt, oft bewundere ich die anderen für ihre Ruhe und Gelassenheit, mir fehlt es daran das ein oder andere Mal. Wie schaffe ich es also ohne Gefängnisaufenthalt die Pubertät meiner Kids zu überstehen? Meine Lösung heißt Humor und Austausch.

Ich rufe mir immer wieder ins Gedächtnis, dass ich bereits in der Kindheit die Grundsteine gelegt habe und meine Kinder so erzogen habe, dass sie bestmöglich auf das Leben vorbereitet sind. Und irgendwo ganz tief im Inneren muss doch der Mensch schlummern, der in unsere Familie und in das Leben passt.

Haltet durch und denkt dran: Eure Eltern haben eure Pubertät auch überlebt ;).

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