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    Zurück zum eigenen Körpergefühl: Hautstraffung nach Schwangerschaft und Stillzeit

    Schwangerschaftsbauch

    Eine Schwangerschaft und die anschließende Stillzeit sind körperliche Höchstleistungen. Der weibliche Körper macht in kurzer Zeit extreme Veränderungen durch: Das Gewebe dehnt sich, der Hormonhaushalt fluktuiert und der Stoffwechsel passt sich der Versorgung des Kindes an. Nachdem das Baby abgestillt ist und sich der Alltag als Familie eingespielt hat, rückt für viele Mütter der eigene Körper wieder in den Fokus. Oft bleibt jedoch festzustellen, dass sich Haut und Bindegewebe – insbesondere an Bauch und Brust – nicht vollständig in den ursprünglichen Zustand zurückbilden.

    Die physiologischen Veränderungen verstehen

    Während der Schwangerschaft sorgen Hormone wie Relaxin dafür, dass Bänder und Gewebe weicher werden, um Platz für das wachsende Kind zu schaffen. Nach der Geburt und dem Ende der Stillzeit sinken diese Hormonspiegel ab, doch die über Monate gedehnte Haut verfügt nicht immer über genügend Elastizität, um sich vollständig zusammenzuziehen. Hinzu kommen Faktoren wie Schlafmangel und Stress im Elternalltag, die die Regenerationsfähigkeit der Zellen beeinflussen.

    Manuelle Therapien als Unterstützung der Rückbildung

    Bevor invasive Schritte in Erwägung gezogen werden, steht meist die natürliche Regeneration im Vordergrund. Hier spielen Ernährung, sanfter Sport (wie Postnatal-Yoga) und vor allem die Pflege von außen eine Rolle. Massagen können in dieser Phase einen signifikanten Beitrag zur Hautstraffung leisten.

    Spezielle Bindegewebsmassagen oder Zupfmassagen fördern die Durchblutung bis in die tieferen Hautschichten. Durch die mechanische Stimulation wird der Stoffwechsel im Gewebe angeregt, was den Abtransport von Wassereinlagerungen und Schlackenstoffen begünstigt. Auch die Produktion von Kollagen und Elastin – den Stützpfeilern straffer Haut – kann durch regelmäßige manuelle Behandlungen stimuliert werden. Diese Auszeiten dienen nicht nur der Optik, sondern bieten im oft hektischen Familienalltag wichtige Momente der Entspannung und des „Wieder-im-Körper-Ankommens“.

    Wenn Training und Pflege nicht ausreichen

    Trotz Disziplin bei Sport und Pflege gibt es anatomische Grenzen. Bei sehr starker Überdehnung, etwa nach Mehrlingsgeburten, oder bei einer ausgeprägten Rektusdiastase (dem Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskeln), bildet sich der Hautüberschuss oft nicht von allein zurück. Auch die Brust verliert nach der Stillzeit oft an Volumen und Festigkeit, was rein durch Training nicht wiederaufgebaut werden kann.

    In Fällen, in denen ein großer Leidensdruck durch überschüssige Hautlappen oder eine veränderte Silhouette besteht, suchen Betroffene oft Rat in der plastischen Chirurgie. Ein kombinierter Eingriff zur Wiederherstellung der Körperform, oft bestehend aus Bauchdeckenstraffung, Bruststraffung oder Fettabsaugung, wird international als Mommy Makeover bezeichnet und zielt darauf ab, die körperlichen Veränderungen der Schwangerschaft in einer Operation zu korrigieren. Es handelt sich hierbei um eine umfassende chirurgische Maßnahme, die gewählt wird, wenn konservative Rückbildungsmethoden ausgeschöpft sind.

    Die Rolle der Massage in der Nachsorge

    Sollte der Weg einer chirurgischen Straffung gewählt werden, schließt sich der Kreis zur Massagepraxis wieder. In der postoperativen Phase ist die Manuelle Lymphdrainage oft ein unverzichtbarer Bestandteil des Heilungsprozesses. Sie hilft, Schwellungen nach dem Eingriff schneller abzubauen, fördert die Wundheilung und verhindert, dass das Gewebe verhärtet. Somit greifen manuelle Therapie und ästhetische Medizin in verschiedenen Phasen der körperlichen Regeneration ineinander, um das Wohlbefinden wiederherzustellen.