Stillen – Nahrung, Geborgenheit und Schutz

Das erste Anlegen des neugeborenen Kindes bleibt einer Mutter meist für immer im Gedächtnis. Neun Monate wurde ihr Körper und der des Babys darauf vorbereitet. Stillen bleibt die natürlichste sowie gesündeste Ernährung für den neuen Erdenbürger. Und selbstverständlich bedeutet Stillen mehr als nur die Zufuhr von Nährstoffen: Stillen steht vor allem für Geborgenheit, Wärme, Nähe und nicht zuletzt für eine einzigartige Partnerschaft zwischen Mutter und Kind.

Stillen hat viele Vorteile für Mutter und Kind

Der intensive Hautkontakt zwischen Mutter und Baby baut während des Stillens eine ganz besondere Bindung zwischen den beiden auf. Während das Baby saugt, werden bei der Mutter die Hormone Prolaktin und Oxytozin freigesetzt. Dadurch kommt nicht nur der Milchfluss in Gang, sondern auch Glücksgefühle entstehen. Im selben Zuge bildet sich die Gebärmutter schneller zurück. Muttermilch enthält zweifelsohne die wichtigsten und besten Nährstoffe in höchster Qualität für das Baby. Sie sorgt gleichermaßen für den Nestschutz des Kindes. Das Neugeborene profitiert hierbei von den Abwehrstoffen seiner Mutter und genießt damit einen besonderen Schutz vor Krankheiten. Nicht nur, dass darüber hinaus die Muttermilch immer die perfekte Zusammensetzung für das Gedeihen des Kindes besitzt, sie ist zudem ideal temperiert und immer verfügbar. Ein weiteres unschlagbares Plus stellt die Hygiene dar: Colostrum und Muttermilch sind keimfrei. Auf die kostenintensive Milchersatznahrung können die Eltern indes getrost verzichten. Seit langem ist bekannt, dass das Stillen das Risiko für spätere Erkrankungen des Kindes wie etwa Bluthochdruck, Asthma oder Diabetes senken kann und ebenfalls die Gefahr des Plötzlichen Kindstods verringert. Mütter, die ihre Kinder gestillt haben, besitzen zudem ein geringeres Risiko an Brustkrebs oder Eierstockkrebs zu erkranken.

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Mindestens 6 Monate voll stillen

Sowohl die WHO (Weltgesundheitsorganisation) als auch UNICEF empfehlen, Babys mindestens für 6 Monate voll zu stillen. In dieser Zeit sind weder Beikost noch extra Wasser oder Tee notwendig. Auch nach der Einführung der Babykost ist es ratsam, das Kleine weiter mit der kostbaren Muttermilch zu versorgen. Zum einen liefert sie unvermindert wertvolle Nährstoffe in bester Qualität, zum anderen ist die Nähe und Geborgenheit während des Stillens für die Entwicklung des Babys unersetzbar. Ärzte und Hebammen weisen immer wieder darauf hin, dass weder eine Entbindung per Kaiserschnitt noch eine Behinderung des Kindes gegen das Stillen sprechen. Stellen sich während der ersten Wochen der Stillzeit Probleme wie etwa ein Milchstau oder eine Brustentzündung ein, sind sowohl die Gynäkologen als auch die Hebammen erste Ansprechpartner für die Mütter.

Fazit: Stillen ist die beste Ernährung für ein Baby. Muttermilch enthält dafür stets die ideale Zusammensetzung aller Nährstoffe. Sie ist kostenlos, perfekt temperiert und immer verfügbar. Über die rein praktischen Seiten hinaus, intensiviert das Stillen die Mutter-Kind-Beziehung und fördert durch die verstärkte Nähe die Entwicklung des Babys.

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