Goldene Regeln für Kinder beim Umgang mit Smartphones

Die Smartphonenutzung von Kindern sorgt zwischen Eltern immer wieder für Diskussionsstoff. Die einen betrachten das Handy als unverzichtbare Erfahrung beim Erwachsenwerden, andere möchten ihren Nachwuchs so lange wie möglich von der Technik fernhalten. Ob Grundschulalter oder Teenagerzeit – wir zeigen, wie Eltern ihre Kinder bei der Mediennutzung begleiten und welche Handy-Regeln für den Nachwuchs unerlässlich sind.

1.    Handy? Ja, aber bitte nicht zu früh

Wenn die Kinder ein Handy besitzen löst das auch bei den Eltern mitunter ein Gefühl von Sicherheit aus. Sie wissen, dass ihr Nachwuchs sie in Notfällen kontaktieren kann oder sie können ihr Kind sogar orten. Doch Eltern sollten diese Sicherheit nicht vor die Entwicklung ihres Kindes stellen, denn in der Grundschule hat ein Smartphone garantiert nichts verloren. Nichtsdestotrotz belegen Studien, dass bereits 18 Prozent der Acht- bis Neunjährigen ein Smartphone besitzen. Viel zu früh, sagen Forscher. Unter dem Handy leiden die Entwicklung des Kindes wie auch seine sozialen Fähigkeiten. Deshalb sollten Eltern das Thema „Smartphone“ frühestens nach dem 11. oder 12. Geburtstag in Betracht ziehen, wenn ihr Kind emotional gefestigter ist.

2.    Nutzung einschränken

Für Erwachsene ist das Smartphone ein wertvolles Instrument zur Bewältigung des Alltags. Es erinnert sie an Termine, macht sie immerzu erreichbar und ermöglicht eine uneingeschränkte Informationsflut. Sie können Nachrichten immer und überall verfolgen, sich über komplexe Themen wie die Hebelwirkung im Forex informieren oder sich die Zeit mit Handygames vertreiben. Für Kinder allerdings kann eine uneingeschränkte Nutzung schnell zur Überforderung führen. Aus diesem Grund liegt es an den Eltern, die Möglichkeiten ihres Nachwuchses altersgerecht einzuschränken.

  • Soziale Netzwerke wie Facebook, Instragram, Twitter und Co. haben auf den Smartphones von Kindern nichts zu suchen.
  • Kinder sollten nicht uneingeschränkt im Internet surfen dürfen – sperren sie den Browser oder lassen sie dessen Nutzung nur zu Hause über WLAN zu.
  • Ein Kind benötigt keinen Handyvertrag mit einer Flatrate.
  • Sperren Sie den Appstore um zu verhindern, dass der Nachwuchs Apps eigenständig herunterladen darf.
  • Whatsapp kann für Kinder äußerst gefährlich werden und sollte deinstalliert sein (Mobbing, Kettenbriefe, Ortungsdienste).

3.    Nutzungsdauer vereinbaren

Moderne Technik gehört zu unserem Zeitalter dazu. Kinder müssen also den richtigen Umgang mit Smartphone, Computer, Internet und Co. lernen. Doch es gibt auch Grenzen, denn eine zu lange Mediennutzung kann das Gehirn nachweislich schädigen und die Entwicklung beeinflussen.

Die Initiative „SCHAU HIN“ gibt auf ihrer Webseite nützliche Tipps für Eltern, die ihre Kinder zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den Medien erziehen möchte. Die Experten raten dazu, die Nutzungsdauer abhängig vom Alter einzuschränken und feste Pausen einzuhalten. Dazu gehört, dass das Smartphone während der Hausaufgabenzeiten und beim Zubettgehen ausgeschaltet wird. Außerdem rät die Initiative Eltern, sich bezüglich der Nutzungszeiten am Alter ihrer Kinder zu orientieren. Bedeutet: pro Lebensjahr zehn Minuten oder pro Lebensjahr eine Stunde in der Woche. Ein zwölfjähriges Kind sollte also nicht mehr als zwei Stunden am Tag am Handy verbringen.

4.    Sicherheit geht vor

Beim verantwortungsvollen Umgang mit dem Handy steht Sicherheit immer an erster Stelle. Es liegt an den Eltern, ihrem Nachwuchs beizubringen, dass persönliche Daten nichts im Netz verloren haben. Sie sollten ihnen zeigen, wie sie sicher chatten und wie sie reagieren, wenn Fremde nach persönlichen Informationen fragen. Auch Passwörter sind regelmäßig zu wechseln und sollten alle Sicherheitsstandards erfüllen.

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