Ratlosigkeit

M

Morgentau

Guest
Hallo Stille,

ich bin schüchtern und unsicher geworden, weil er mich immer angemeckert hat, wenn ich mich aufgeregt habe. Wenn mir etwas nicht gepasst hat, dann habe ich es ausgesprochen, denn wenn man seinem Ärger keine Luft macht, dann ist das schlecht (jetzt schaffe ich das auch nicht mehr, aber ich weiß das), ihm passte das allerdings gar nicht und er brachte mich mit der Zeit dazu ruhig zu sein, nach außen hin, im Inneren koche ich.
Er möchte, dass ich SEINE Art zu leben übernehme und wie ich bestimmte Dinge löse, zum Beisoiel wie ich mit Behörden umgehe, ist falsch seiner Meinung nach. Dadurch bin ich so unsicher geworden, dass ich mich ehrlich gesagt nicht mehr traue etwas zu erledigen, weil ich ja alles nur falsch mache.

Weggehen ist für mich der richtige Horror geworden, ich fühle mich hässlich gegenüber anderen Frauen und mal ganz im Ernst, ich beginne Angst zu haben vor anderen Leuten!

Wenn ich mir das, was ich hier so schreibe vor Augen halte, dann denke ich: Wie konnte das nur passieren? Wie bin ich dermaßen abhängig geworden?

Ich habe eine Therapie gemacht (ist peinlich das zuzugeben), wobei ich aber niemals auf die Idee kam, dass es an meiner 'perfekten' Beziehung liegen könnte. Ich war in Therapie, weil ich mich selbst nicht mehr leiden konnte und niemanden zum reden hatte. Eine Zeit lang ging es dann auch gut. Die Therapie ist jetzt aber schon eine Zeit beendet. Und ich weiß, dass eine erneute Therapie nichts bringen würde, denn ich muss von ihm weg und dann weiß ich schon, wie ich mich selbst wieder aufbaue, doch der Schritt zur Trennung ist das Schlimme.
 
D

die_stille

Guest
Sorry, falls ich jetzt ein paar harte Worte gebrauchen werde, aber ich fürchte, anders krieg ich das nicht hin.


Original von MorgentauHallo Stille,

ich bin schüchtern und unsicher geworden, weil er mich immer angemeckert hat, wenn ich mich aufgeregt habe. Wenn mir etwas nicht gepasst hat, dann habe ich es ausgesprochen, denn wenn man seinem Ärger keine Luft macht, dann ist das schlecht (jetzt schaffe ich das auch nicht mehr, aber ich weiß das), ihm passte das allerdings gar nicht und er brachte mich mit der Zeit dazu ruhig zu sein, nach außen hin, im Inneren koche ich.

Irgendwann kochst Du über und dann helfen nur noch Tränen, um die Wut wenigstens ein bisschen loszuwerden. Aber ich nehme mal an, weinen darfst Du auch nicht. Sicher hast du dazu doch gar keinen Grund, denn es geht dir einfach super, sehr viel besser, als anderen......... viele würden sich die Finger ablecken, wenn sie ein Leben führen könnten, wie du es führt.--- Hand aufs Herz...... hab ich damit jetzt unrecht?



Original von MorgentauEr möchte, dass ich SEINE Art zu leben übernehme

Ja, denn nur die ist die richtige Art. Alles andere KANN ja nichts werden, schließlich ist man ja zu dumm, um überhaupt alles zu überblicken.

Original von MorgentauWeggehen ist für mich der richtige Horror geworden, ich fühle mich hässlich gegenüber anderen Frauen und mal ganz im Ernst, ich beginne Angst zu haben vor anderen Leuten!

Bitte zieh die Notbremse......... SOFORT!!!

Original von MorgentauWenn ich mir das, was ich hier so schreibe vor Augen halte, dann denke ich: Wie konnte das nur passieren? Wie bin ich dermaßen abhängig geworden?

Dann stell Dir mal vor, du liest das in 20 oder 25 Jahren! So ähnlich kommt mir das nämlich jetzt vor...... und hätte ich im Moment nicht andere Sorgen....... wer weiß, wie ich damit umgehen würde.

Original von Morgentau

Ich habe eine Therapie gemacht (ist peinlich das zuzugeben), wobei ich aber niemals auf die Idee kam, dass es an meiner 'perfekten' Beziehung liegen könnte. Ich war in Therapie, weil ich mich selbst nicht mehr leiden konnte und niemanden zum reden hatte. Eine Zeit lang ging es dann auch gut. Die Therapie ist jetzt aber schon eine Zeit beendet. Und ich weiß, dass eine erneute Therapie nichts bringen würde, denn ich muss von ihm weg und dann weiß ich schon, wie ich mich selbst wieder aufbaue, doch der Schritt zur Trennung ist das Schlimme.

Nein, an einer Therapie ist gar nichts peinlich! Nur...... wenn der Kern nicht berührt wurde, dann konnte sie dich auch nicht weiterbringen.

Sorry, ich muss jetzt dringend aufhören hier, aber ich möchte Dich bitten, weiterhin wenigstens hier so offen zu bleiben......... :) Und denk bitte drüber nach, ob Du Dir das antun möchtest....... es wird NICHT besser - im Gegenteil!
 

Fee

Neues Mitglied
Liebe Morgentau,

es tut mir leid das zu sagen, aber ich glaube du bist voll in der "Opferrolle". Es ist sehr schwer die Beziehung zu deinem Freund zu beurteilen, aber eins ist klar zu hören - Du bist das Opfer!!!!

Aber solange du das fühlst und zulässt wird sich nichts ändern. In die Opferrolle kommt man nicht in dem man zufällig einen Täter trifft. Das hat auch etwas mit einem selbst zu tun. Du lässt es zu!!! War das vielleicht auch bei dir als Kind schon so? Warst du vielleicht da schon "das Opfer" in der Familie? Oder in der Schule?

Ich denke das herauszufinden wäre lohnenswert (wenn auch schwierig). Eine Theraphie wäre da vielleicht hilfreich, aber auch nur wenn du den für dich richtigen Therapeuten mit den für dich hilfreichen Ideen findest.

Auch das du dich schuldig fühlst ist klar. Täter schaffen das immer. Nur so können sie einen so unter Druck setzen. Und durch das ewige rumgenörgel an ganz normalen Dingen reden sie dir ein du bist nichts Wert. Das ist der Sinn des "Täter-Opfer-Spiels".

Steig aus! Vielleicht hast Du Glück und er steigt dann auch aus dem Spiel aus und ihr bekommt noch eine Chance. Aber wahrscheinlich findest Du dann eher den Mann den du wirklich verdienst.
 
F

Fay

Guest
Liebe Morgentau,

ich möchte Dir eigentlich noch folgendes ans Herz legen:

es ist DEIN Leben und niemand hat das Recht darüber zu bestimmen. Wenn Dich jemand unter Druck setzt, Dich niedermacht oder sonstiges ist das ein eindeutiges Zeichen, dass Dir dieser Mensch nicht wohlgesonnen ist.

Frage Dich ob er Dich lieben würde, wenn Du so bist, wie er Dich haben will.
Letzendlich mußt Du ihm Deine Grenzen zeigen. In einer Partnerschaft sollte eine gegenseitige Akzeptanz der jeweiligen Identität eine Grundvoraussetzung sein.

Was versprichst Du Dir davon, mehr Zeit zu investieren??

Wenn Du sagst, Du hast momentan die Kraft nicht Dich zu trennen, ist die Gefahr groß, das Du dich mit der Situation arrangierst.

Ich fand den Vorschlag von Sterni, mit einer Nacht-und Nebelaktion garnicht so verkehrt. Was hindert Dich daran, wenn er jetzt ein paar Tage weg ist, zu Deinen Eltern zu ziehen oder notfalls ins Frauenhaus?

Ich finde es schade, eine so junge Frau in einer solchen Rolle zu sehen. Und das Du Dich nicht traust ist generell schonmal die falsche Einstellung-klar traust Du Dich! Denn was soll passieren???? Was ist das schlimmste anzunehmende Übel???

Glaubst Du Du wirst Dich trauen, wenn noch mehr Zeit vergeht????
 

Angel

Aktives Mitglied
Original von Morgentau
und er brachte mich mit der Zeit dazu ruhig zu sein, nach außen hin, im Inneren koche ich.

Dann koch weiter, Morgentau

Wenn Du nicht mal mehr sagen darfst, was Du fühlst, nicht mehr so sein darfst, wie Du bist, weil Dein Mann Dich dann kritisiert, was bringt Dir diese Beziehung noch? Möchte nicht jeder genau so akzeptiert werden, wie er ist? Wenn Du dies und das nicht mehr sagen darfst, Dich so und so verhalten musst, damit Dein Freund mit Dir zufrieden ist, dann liebt er Dich gar nicht. Dann liebt er irgendeine Morgentau, die es eigentlich gar nicht gibt. Irgendwann hat sich Dein Freund doch in Dich verliebt - und alle Deine Eigenschaften haben ihn angezogen. Was ist denn jetzt damit? Es ist doch so oft dasselbe - man beginnt nach einer gewissen Zeit am anderen "rumzubasteln" und versucht "störende" Eigenschaften an ihm zu verändern. Am Ende hat man sowas wie eine Marionette. Schliesslich wird der Puppenspieler das Interesse an der Marionette verlieren - sie hat ja nichts mehr Lebendiges, ist überhaupt nicht authentisch, hat gar nichts mehr Neues an sich, was man entdecken könnte.
Willst Du eine Marionette werden? Du kannst ruhig sein, dieses und jenes nicht sagen, dieses und jenes nicht tun, damit alles "wunderbar" klappt - wortwörtlich wie am Schnürchen - und Dich dabei immer einsamer fühlen, weil Du genau weisst, dass Du nur so und so geliebt wirst, aber ein grosser Teil von Dir nicht gefragt ist, nicht akzeptiert wird.

Deshalb - koch bloss innerlich weiter!

Wenn Du Dich jetzt nicht bereit zu einer Trennung fühlst, dann musst Du auch nicht. Verschiebe doch Deine Heiratspläne und versuch Deine Stärke zurückzugewinnen. Mach Dich stark und koche. Stell Dein "Netzwerk" wieder her. Jede Frau braucht Freundinnen. Sie machen einen stabiler, weil man durch sie einfach neue Dinge hört, andere Lebensformen sieht und weil eine gute Freundin einen genauso akzeptiert wie man ist - das stärkt das Selbstbewusstsein.

Das geht nicht von heute auf morgen - du sagst doch selbst, dass Du Deine Beziehungen vernachlässigt hast. Ja, dann sorge ab heute besser für Dich. Fang einfach einmal an - das Sich-Trennen oder nicht, erledigt sich von ganz alleine, wenn Du Dich besser wahrnimmst.

Und noch was: hier im Forum sieht man doch sehr gut, wie beschissen (sorry, kein besseres Wort gefunden) sich Beziehungen entwickeln können, wenn man es nicht schafft, miteinander zu reden. Wenn Du jetzt schon das Gefühl hast, dass Du still sein musst - na dann - ich weiss nicht - na dann Prost!

Du schaffst es schon, Dich wieder besser zu fühlen, ich weiss das. Manchmal muss einfach der Leidensdruck genug steigen, bis man seine Kräfte wieder mobilisiert. Jeder hat nämlich Kraft - wir sind ja alle nur Menschen und im Grunde ganz ähnlich zusammengesetzt. Du bist nicht schwächer als andere, glaub mir.

angel
 
A

AnnKathrin

Guest
Da will ich jetzt einfach mal sagen, dass ich diesen Beitrag von Angel absolut klasse finde. Ich hätte es nicht so klar formulieren können, aber es trifft, wie ich das sehe, genau das Wesentliche. Sich aus Angst vor irgndwas - Alleinsein? Veränderung? - total anzupassen und zu verbiegen, kann nur schief gehen und führt nicht zu einer befriedigenden Beziehung.

LG

AnnKathrin
 

Angel

Aktives Mitglied
Wisst Ihr, an mir ist schon rumgebastelt worden und ich hab auch selber rumgebastelt...

Ich will das nicht mehr - weder Marionette sein, noch eine Marionette als Mann haben.

angel
 
K

Kathy

Guest
Hallo Morgentau

Mein Freund sagt immer, es ist unglaublich wie viel Leid eine frau erträgt, bevor sie sich von einem Mistkerl trennt. Und da hat er wohl recht!

Ich habe damals auch sehr lange zur trennung gebraucht. Wohl auch, weil es mein erster freund war, mit dem ich schon 12 Jahre zusammen war, und eigentlich keinen Vergleich hatte, daß es auch noch Männer gibt, die ganz ganz anders sind.

Das mit dem Sex lief bei uns ähnlich ab...ich hatte eigentlich nie Lust und fand es schon immer schrecklich mit ihm zu schlafen...aber naiv wie ich war, dachte ich, das wäre eben so, daß Frauen weniger Spaß dran haben...also Augen zu und durch, und später bekam er Sex nur noch durch Druck, Streit und zum Teil mit Gewalt.

Wenn ich jetzt drüber nachdenke, kann ich garnicht mehr verstehen, warum ich so lange mit ihm zusammen war und auch noch Kinder mit ihm bekommen habe.

Seit meiner Trennung weiß ich aber, es gibt ANDERE sehr liebevolle Männer und es ist schön geachtet, verehrt, bewundert und begehrt zu werden....all das hatte ich während meiner Ehe nicht.

Als ich meiner Mutter sagte, daß ich mich trennen werde und zum teil erzählte was bei uns alles ablief, sagte sie:" Geh so schnell Du kannst und verschenke nicht die schönsten Jahre Deines Lebens"....das hat mir so gut getan :)

Ich bin sicher, daß sich dein Selbstbewustsein sehr schnell wieder aufbaut, wenn Du Dein Leben wieder alleine lebst, Dich mit Deinen freunden triffst und wieder aus gehst und das Leben geniest.

Keiner weis, wie viel Zeit einem bleibt, darum verschwende keinen Tag an einen Mann, der Dich nur wie einen Putzlappen behandelt.
 
M

Morgentau

Guest
Bin erst jetzt wieder zum Schreiben gekommen.

Wenn ihr wüsstet, wie Recht ihr doch habt. Maroionette bin ich schon mein ganzes Leben, oh ja, und wie gern würde ich diese blöden Schnüre einfach durchschneiden, doch ein einziges Mal habe ich das gewagt und.....ich bin danach in mir zusammengesunken, wie eine Marionette ohne Schnur, die sie hält und habe mich schnell wieder angekettet. Vielleicht finde ich noch einmal den Mut dazu!

Ich muss ehrlich sagen: Ich liebe diesen Mann und bin bereit einiges wegzustecken, zu tolerieren, leider wird mir mehr und mehr bewusst, wie nahe Liebe und Hass beieinander liegen!

Ich werde jetzt erstmal die 'freie' Woche genießen, melde mich dann mal und sage, wie es mir ergeht.

Nochmals ganz doll vielen Dank für euren Beistand!
Auch wenn ich jetzt nicht auf jeden Beitrag einzeln geantwortet habe, hat mich aber jeder zum Nachdenken veranlasst.
 

sunnyside

warten auf godot....
hallo morgentau,
ich kann mich den anderen nur anschließen: es ist nicht ok, was da bei euch läuft.

die marionette: vielleicht ein blödes beispiel: aber pinoccio hats auch ohne die fäden geschafft. es dauert vielleicht, aber du schaffst es.
du hast es nicht nötig, von anderen geführt zu werden, führ das leben, das du magst. niemand hat das recht dir vorzuschreiben, nach seiner art zu leben.

ich hoffe für dich, das du die woche wirklich geniessen kannst und die richtige entscheidung findest!

auch wenn du ihn wirklich liebst: liebe heißt nicht selbstaufgabe. es kann nur funktionieren, wenn er dich du sein läßt. überleg alles gut, vielleicht kannst du noch mal mit ihm reden (scheint aber schwer, oder?).

ich drücke dich

sunny
 

Angel

Aktives Mitglied
Pinocchio

Ich wollte Dich mit der Marionette nicht entmutigen.

Zum Glück ist Sunnyside mit dem Pinocchio-Bild gekommen. Ja, das gefällt mir.

angel
 

sterni

Himmlische Grüblerin ;-D
ja ein sehr passendes beispiel, haste fein gefunden sunnyside :applaus

und dir morgentau wünsche ich eine wunderschöne woche, die vielleicht/hoffentlich nach mehr schreit..


sterni
 

zuckersternchen

Namhaftes Mitglied
Hallo Morgentau!

Ich bin erst jetzt über Deine Geschichte gestolpert. Ich habe alles in Ruhe gelesen und mir meine Gedanken darüber gemacht. Irgendwie erinnerte mich alles sehr an mich. Ich weiß nicht was ich Dir raten soll oder wie ich Dir helfen kann. Ich erzähle Dir einfach mal, wie es damals bei mir war.
Mein Ex-Mann und ich wir kannten un schon aus der Schule. Ein Liebespaar sind wir allerdings erst danach geworden. Er war groß, muskulös und gutaussehend. Ich habe ihn über alles geliebt. Allerdings waren wir von Anfang an so ziemlich verschieden. er war sportlich, mochte nie viel reden und zeigte keine Gefühle. Ich dachte immer, wir lieben uns und das reicht das zu wissen. Wir fanden kaum gemeinsame Gesprächsthemen ... ich unteressiere mich für intellektuelle Dinge, hab viel gelesen. Er war fasziniert von Waffen und Kriegsfilmen. Ich mochte so etwas nie. Ich heule ja sogar schon bei Trickfilmen wie "Arielle die Meerjungfrau". Aber ich liebte diesen Mann über alle Maßen. Ich wurde nie richtig ernst genommen. Ich war schliesslich NUR bei der Bahn angestellt. Und es kennt ja jeder diesen dummen Spruch "Wer nicht´s tut und wer nichts kann, geht zur Post oder zur Eisenbahn" Ich lächelte immer, wenn so etwas von meinem Mann kam. Er fand das cool und kam sich besonders toll vor. Aber im innern, war mir zum heulen. Wir zogen dann auch zusammen. Da es aber zur damaligen Zeit sehr eng mit Wohnungen aussah, war ich es die dauernd beim Amt vorgesprochen hat. Er hat sich darum nie gekümmert. Genauso war es mit unserem ersten und einzigen Urlaub. Damals war Tunesien in und deshalb wollten wir dorthin. Wer kümmerte sich um die ganze Buchung? Natürlich ich! Als wir dort ankamen, sagte er "Ach, haben WIR uns ein tolles Hotel ausgesucht" Ich sagte dann scherzhaft, wenn es nicht schön wäre, dann wäre ich alleine schuld. "Natürlich" war die prompte Antwort. So war es immer. Um ein gemeinsames Hobby zu finden, trat ich in die Feuerwehr ein. Ich musste dort kämpfen um als Frau anerkannt zu werden. Sogar gegen meinen eigenen Mann. Er war der Meinung, das Frauen dort nichts zu suchen haben. Auch wenn ich nach einem Einsatz sehr kaputt und psychisch angegriffen war, hat er noch gelacht. Über mich, die Verletzten und auch manchmal Toten. Er war am Anfang unserer Ehe Fernfahrer. Marocko, Portugal .... manchmal 6 Wochen weg und nur 3 Tage zu Hause. In dieser Zeit hatte ich nur zu tun mit Wäsche waschen. Er kümmerte sich ja um nichts. Im Gegenteil, das Essen war nicht gut genug und überhaupt konnte ich ihm selten etwas recht machen. Dann hörte er mit diesem Job irgendwann auf. Aber er ging weiterhin auf Montage. Also kam er erst am WE nach Hause. Er hatte nicht mal ein Handy. Ich konnte ihn nie erreichen, wenn es Probleme gab. Ich stand immer alleine da. Ich machte damals eine Umschulung. Freitags wenn ich aus der Schule kam, war er schon wieder in der Feuerwehr. Abends haben wir uns dort zum Dienst oder Schulung gesehn. Hinterher wollte er dann mit Kumpels ein paar Bierchen zischen. Wir kamen dann nachts nach Hause. Über Probleme reden war dann natürlich nicht mehr. Am Samstag früh, ist er immer gleich zum Schützenverein. NAchmittags kam er dann nach Hause, Was bleib vom WE??? Nicht mehr viel. DAnn kam oft noch so ein Hammer "Ach ja, ich hab 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 (er benutzte die Namen) ..... eingeladen für heute Abend. Er wusste nicht mal ob die alle vorm Essen oder danach bei uns auftauchen. Also, dann denk Dir mal schnell für so viele Leute was zu Essen aus. Vor allem wenn die Geschäfte schon geschlossen haben. Wenn wir ja mal zusammen weg sind, durfte ich immer fahren. Obwohl ich ja der schlechteste Autofahrer der Welt sein musste. Hab ich zumindest immer gehört. Dann ging es "fahr langsamer .... fahr schneller ... brems doch ... hast du das nicht gesehn ... weiter links ... weiter rechts .... mach doch ... weiber ... " Eine zeitlang hatte wir uns angewöhnt am Sonntag mit einigen Freunden ein Stückchen zum Radfahren zu gehn. Es hat auch immer Spass gemacht, bis auf die Tatsache das die Strecken teilweise für einen 6jährigen zu schwierig waren. Ich fuhr dann mit meinem Sohna eine andere Strecke und wir trafen uns dann am Zielort. Schön oder? Einmal sogar, hat man uns verloren im Wald. Wir zwei kamen nicht hinterher. Der Berg zu steil und ich durfte dann ein großes und ein kleines Fahrrad schieben. Mein Mann (und fReunde fuhren vorne weg) Wir haben dann im Wald den verkehrten Abzweig genommen und sind natürlich verkehrt gewesen. Irgenwei haben wir zurück gefunden. Das war das erste mal das ich so richtig wütend war. Wir hatten weder Geld dabei noch was zu trinken. Gerade an dem Tag hat mein Mann den Rucksack getragen, den ich sonst immer hatte. Ich konnte nicht, weil ich Verbrennungen auf den Rücken hatte von einem Spaß den sich mein Mann mit mir erlaubt hat. Der bestand darin, das er mich an den Beinen durch die Wohnung gezerrt hat. Dabei ist mein Tshirt hochgerutscht und durch das schleifen auf dem Teppich hatte ich diese Verbrennungen. Fand mein Mann echt lustig. Jedenfalls war ich wütend an dem Tag. Nicht mal ein Handy hatte ich einstecken. alles im Rucksack. Naja, jedenfalls das erste mal, das ich ihn angebrüllt hab. Ich durfte das heulende Kind die ganze Zeit beruhigen, das Angst hatte, das wir uns verlaufen hatten und hatte Durst. Ich fühlte mich halt unverstanden. Mein Mann war noch beleidigt, das ich ihn angeschnautzt hatte. Aber ich fand, das er keine Rücksicht auf uns nahm. Ich hörte auch tagtäglich, das ich zu fett sei. Das einzigste Gute an mir wäre, das ich nie Hängebrüste krigen würde. Die seien nämlich zu klein dafür. Das nagte an meinem Selbstbewusstsein. Ich glaub ich bin damals ganz knapp an ner Magersucht vorbei gerutscht bin. Das verdank ich nur meinen Schulkollegen. die haben mir geschüttelt und gesagt, das schon jeder mitbekommen hätte, das meine Essgewohnheiten gegen Null gehn. Die haben dann immer aufgepasst das ich Mittags etwas zu mir nehme. Meiner Familie ist nie etwas aufgefallen. Meinen "Freunden" auch nicht. Mir ging es dreckig, ich war teilweise depressiv. Ich wollte keinen Sex mehr. Natürlich nicht. Wie auch mit einem Mann, der einen so behandelt. Ich war auch oft krank. Ich glaube es war der Stress u.s.w. Dauernd hatte ich Pilze, Bakterien. Auch schon als ich schwanger war. Damals sagte mein Arzt, das es dadurch zu einer Fehlgeburt kommen könnte. Mein Mann, sagte dazu nur "besser wärs" Naja, weil ich immer so etwas vorschob um nicht mit ihm zu schlafen, sagte er ich würde lügen. so oft könne man sowas nicht haben. Wenn wir dann doch Sex hatten, habe ich leise vor mich hin geweint. Er hat es nicht mal bemerkt.
 

zuckersternchen

Namhaftes Mitglied
weisst Du Morgentau ... es ist eine sehr lange Geschichte. Sie ist noch lange nicht zu Ende. Auch merke ich erst jetzt beim Schreiben, was ich mir so alles gefallen lassen hab.
Das Ende war unerfreulich, aber unumgäglich. Wenn es jemanden interessiert, kann ich das bei Gelegneheit mal erzählen. Ich möchte hier keinen langweilen. Jedenfalls haben wir uns getrennt. Ich habe meine ganzen "Freunde" verloren, weil ich nie mit jemanden geredet hab. Alles in mich reingefressen. Es kann keiner verstehn, das man durch so ein Verhalten psychisch kaputt gehn kann. Bei uns hier ist ein Grund zur Scheidung, wenn man geschlagen wird. DAs kann jeder verstehn. Das man aber auch mit Worten "geschlagen" werden kann, verstehen die wenigsten.

ICH WÜNSCHE DIR ALLE KRAFT DER WELT UND LASS DICH NICHT IN DIE KNIE ZWINGEN!!!
 

Fee

Neues Mitglied
Hallo Zuckersternchen,

du hast uns nicht gelangweilt, ich habe deine Geschicht eher verschlungen. Sie ging mir ganz schön zu Herzen.

Ich hoffe, du hast neue "echte" Freunde gefunden. Ich weiß, davon gibt es nicht viele, aber ein paar schon.

Erzähl doch mal wie es dir jetzt geht.
 

Alicia

Aktives Mitglied
Hallo Zuckersternchen,

leider ist Deine Geschichte eine ganz typische für diese Sorte von Männern.
Du hast aber die Konsequenzen gezogen und ich hoffe für Dich, dass es in Deinem Leben nur noch aufwärts geht.

Inzwischen ist man sich im übrigen einig, dass solche psychischen Misshandlungen oft schlimmere Auswirkungen haben als physische. Man kann und darf das natürlich nicht verallgemeinern.

Wenn Du geschlagen und körperlich misshandelt wirst, hast Du wenigstens Beweise. Gegen Männer, die einen psychisch fertig machen, kommt man kaum an. Es gibt keine Beweise - und das wissen sie auch ganz genau! Wenn man dann jemandem seine Geschcihte erzählt, wird man oft nicht ernst genommen, denn jemand, der einen solchen Psychoterror niemals am eigenen Leib verspürt hat, kann das gar nicht nachvollziehen.

Ich wünsche Dir alles, alles Gute.
 
K

Karl-Heinz

Guest
Mei oh Mei
Was gibt es doch für Männer.Man schämt sich richtig,einer zu sein.Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute.Findet vor allen den richtigen Weg.Aber bitte seht nun nicht in jeden Mann den Teufel.ES sind nicht alle so.
Meine Frau hat auch mal so einen Schläger gehabt.Bislang hat sie ihn mir nicht gezeigt.Das ist nun schon 15Jahre her.Sie war grün und blau.Ich hatte zu kämpfen,das ich sie gewinne.Logisch,das Frauen nach solchen Deppen keine Männer mehr haben wollen.Ich wünsche mir,gerne den Typen mal kennen zu lernen.Da wollen wir doch mal sehen,ob er mich auch zu schlagen traut.Obwohl ich der Typ zum Schlagen nicht bin,aber ein paar Maurerschellen wären für solche schon angebracht,oder?Dann wissen sie wenigstens,wie weh Terror tut.
Mädchen lasst Euch nicht unterkriegen und sucht nach solchen Eskapaden sofort von den Kerlen das Weite.Die haben keine Frau verdient.Sollen sie wichsen und sich mit Ratten unterhalten.

MfG Karl-Heinz
 
M

Morgentau

Guest
Hallo Zuckersternchen,

vielen Dank, dass du deine Geschichte beigetragen hast. Mich langweilt sie auf gar keinen Fall, denn ich erkenne mich da sehr wieder, außerdem würde ich gern wissen, wie sie weiterging.

Ich habe das Glück gehabt einmal Sex mit einem einfühlsamen Mann haben zu können, was sehr lange her ist, doch so weiß ich, dass es nicht weh tun muss, dass man auch etwas dabei spüren kann etc. In der Beziehung setze ich Sex dann einfach an die letze Stelle der Liste, zum Glück bin ich eine Frau und habe keinen 'Druck' Sex zu haben, wie die Männer (Sorry für die Pauschalisierung, wird mir von meinem immer so berichtet). Dabei gint es kein Streicheln etc, es heißt: Zieh dich aus und sei still, denn dazu seid ihr Frauen da. Ich denke mir dann immer: Vielleicht macht es ihn ja an. Schmerzen habe ich dann, weil ich ja nicht in geringster Stimmung bin und der Körper dann auch nicht bereit ist.
Die Sache mit dem Hotel kommt mir mehr als bekannt vor, für alles Schlechte bin ich verantwortlich, für tolle Sachen er.
Am Meisten tut mir weh, dass er die anderen Frauen so vergöttert und ich quasi dazu gezwungen bin mir die Brüste auch mit ihm anzuschauen und Wiederworte darf ich nicht geben, ich muss also auch sagen, wie schön die sind.
Ich habe mir mal etwas gekauft (ein schönes Kleid), da fragte ich ihn um Rat, wie es mir steht etc. da sagte er nur, dass ich das schon machen würde und es nehmen soll, ohne mich anzusehen, denn die Blondine im Kaufhaus war interessanter. An der Kasse sagte die Verkäuferin zu mir: Eine gute Wahl, das ist ein tolles Kleid, worauf er sagte: das kannst du dann ja im Dunkeln anziehen. Alle lachten erst, weil sie dachten es sei ein Shcerz, es waren vielleicht 10 Leute in der Schlange, als sie merkten, dass ich gleich in Tränen ausbreche waren sie ruhig. Seit diesem Tage wage ich es nichteinmal mehr mir irgendetwas tolles anzuziehen! Meine Kleidergröße, die mittlerweile sehr hoch ist, wird gnadenlos mit einem bösartigen Ton durch die Gegend geschrien.
Aber ich liebe ihn!
Ach, es tut so gut die ganzen Sachen einmal aufzuschreiben. Habe kein Tagebuch mehr, das wäre vor ihm nicht sicher.
Ich bin so glücklich dieses Thema eröffnet zu haben!
 

zuckersternchen

Namhaftes Mitglied
Ach Morgentau, ich würde Dich jetzt am liebsten mal ganz lieb in den Arm nehmen. Das mit den Schmerzen beim sex, kenne ich nur zu gut. Ach mit diesen Minderwertigkeitskomplexen. Die habe ich heute noch. Mein jetztiger Freund ist wohl der liebste Mensch den man sich vorstellen kann und er versucht mir das immer auszureden. Aber wenn man 12 Jahre lang tagtäglich hört, das man sch... aussieht .... irgendwann glaubt man das. Und keiner kann einen vom Gegenteil überzeugen.

wie es weiter ging in meinem Leben? Nun irgendwann fand ich ein Hobby, was mir Spass machte. Ich bekam meinen ersten Computer. Ich war so stolz darauf. Alles was ich heute kann, hab ich mir selbst beigebracht. Erst schrieb ich nur Briefe und andere Sachen, doch dann kam das Internet. Ich vertrieb mir meine Langeweile (ich war ja in der Woche über abends alleine zu Hause) mit Mails. Und irgendwann kam ich mal auf die Idee zu chatten. Ich fand es toll, mit anderen Leuten reden zu können ohne aus dem Haus zu müssen. Es kam wie es kommen musste .... jeden Abend pünktlich um 22 Uhr ging ich zum chatten. Ich traf jede Menge neuer Leute und es freute mich endlich Zuhörer gefunden zu haben. Einer faszinierte mich ganz besonders. Er verstand was in mir vorging. Leider war er erst 18 Jahre alt. Aber irgendwie konnte ich nicht anders. Wir redeten und redeten und redeten. Manchmal bis nachts um 5 Uhr, wobei ich um 6 uhr schon wieder aufstehen musste. Aber das war mir egal. Es tat mir einfach gut. Dann nach ein paar Wochen, sagte mir dieser junge Mann, das er sich in mich verliebt hätte. Ich war verstört und wollte mich dann nicht mehr mit ihm zum chatten treffen. Er war 10 Jahre jünger als ich. Ich war verheiratet .... das ging doch alles nicht ... nein das durfte nicht sein. Aber irgendwie konnte ich nicht davon lassen. Es tat alles so gut. Meine geschundene Seele ging mir über vor Glück. Irgendwie setzte mein Verstand aus. Ich kann das heute weder verstehen noch rechtfertigen. Keine Ahnung wie ich das beschreiben soll. Aber es war so! Wir telefonierten von da an ziemlich oft. Ich würde sagen jeden Tag. Er gab mir das Gefühl, geliebt zu werden. Das habe ich schliesslichin 12 Jahren nicht einmal gehört. Einige Monate darauf trafen wir uns dann auch mal. Es waren noch einige andere Freunde aus dem Chat dabei. Dann eines Tages kam ich auf die blöde Idee, ihm einen Brief zu schreiben. Den Wortlaut weiß ich nicht mehr und möchte das auch garnicht mehr wissen. Jedenfalls kam mein Mann einen Tag früher als geplant von der Arbeit nach Hause. Ich lag schon im Bett und mit einem mal stürmte er ins Schlafzimmer, riss mir die Bettdecke weg und fuchtelte mit dem Brief rum. Er muss meine Sachen durchwühlt haben, denn ich hatte ihn zwischen meine Schulbücher gesteckt. Er brüllte und schrie mich an. Ich heulte nur noch. Ich hatte dann schreckliche Angst am nächsten Tag von der Schule nach Hause zu kommen. Er drohte mit Selbstmord und ich hatte Angst vor meiner eigenen Wohnung. An diesem Tag redeten wir das erst mal in den ganzen 12 Jahren richtig miteinander. Er sagte mir, das ihm etwas an unsrer Beziehung liegen würde. Also hab ich versprochen mit dem chatten aufzuhören. Ich hab mich auch dran gehalten. Was ich in dieser Zeit für Puzzles gemacht hab, ist unvorstellbar. Was sollte ich auch anderes tun? Er rief auch dauernd an, um zu kontrollieren das ich nicht online bin. Er glaubte mir auch nicht, das ich nicht mehr chatte. Seine Eifersucht steigerte sich ins unermessliche. Einen Tag stritten wir uns wieder. Ich hörte nur die Türe knallen. Ich ging dann im dunkeln ins Kinderzimmer und wollte am Fenster schauen in welche Richtung er ging. Ich sah nichts. Nun gut dachte ich, hab ichs verpasst oder so. Als ich mich umdrehte um wieder ins Wohnzimmer zu gehn, stand er vor mir. Bedrohlich .... groß .... ich war kurz vorm Herzinfarkt so erschroken war ich. Er wollte sehn was ich tue, wenn er weg ist. Dann einige Zeit später kam ich von der Faschingsprobe. Es war Sonntag Abend und seine Reisetasche stand schon gepackt im Flur. Ich dachte er schläft schon. Aber das Bett war leer. Also machte ich mich bettfertig und ging schlafen. So etwa eine 3/4 Stunde später, hörte ich komische Geräusche. Hatte schon etwas Angst und zog die Bettdecke immer höher. Dann kam er mit einem Satz hinter unserem Schrank vorgestürmt, riss mir die Bettdecke weg und brüllte mich an, das er genau wüsste was ich tue. Ich würde angeblich SMS schreiben. So ein Blödsinn ... ich war müde und wollte schlafen. Er ist dann ins Wohnzimmer gestürmt und ich hinterher. Ich sagte leise aber in einem scharfen unterton "Danke, Du machst mir die Entscheidung sehr einfach" Naja, so ging es jedenfalls weiter. Er war eifersüchtig, er kontrollierte mich und jedesmal drohte er mit Selbstmord. Ich war nur noch ein Nervenbündel. Bis zu unserem letzten gemeinsamen Abend. Ich lag auf der Couch und döste vor mich hin. Mein Handy lag auf dem Tisch. Es war neu und war eines dieser Bildhandys. Dort waren schon von vorneherein einige bilder abgespeichert und eins davon war mit nem Herz. Jedenfalls merkte ich wie er sich ins Bad verzog. Ich sah dann das mein Handy weg war. Ich also hinterher. Er fuchtelte dann damit vor meiner Nase rum und brüllte woher ich dieses bild hatte. Sorry, aber an diesem Tag war es mir zuviel. Für alles Entschuldigungen suchen, mich immer erklären. Ich wollte nicht mehr. Es hätte auch nichts mehr genutzt. Ich saß dann nur noch auf der Couch und hab geheult. Ich hörte wie er an seinen Waffenschrank ging und nahm sich ein paar Bier und haute ab. Er bringt sich jetzt um. Was sollte ich jetzt tun? Ich war verzweifelt, konnte nicht denken, irgendwie hab ich mich dann angezogen und bin zu meinen Eltern. In dieser Nacht haben sie erst erfahren was so alles los war bei uns. Meine Mutter hat mich dann ins Auto verfrachtet und wir haben erst überall nach ihm gesucht. Er hat mich immer noch mal angerufen auf dem HAndy und gesagt, er tue es jetzt. Ich bin dann in meiner Verzweiflung zur polizei. Ich hab ihm das auch gesagt, aber er hat mich verspottet. Die blöden Bullen, sind doch zu doof ihn zu finden. Soll ich doch nur mal tun. Ich gab dann also eine Vermisstenanzeige auf. Die Polizisten nahmen das erst nicht ernst. Erst wie ich von Selbstmord sprach und sagte, er habe ne Waffe. Mit einem mal ging alles ganz schnell. SEK .... mein Wohnungsschlüssel bekam ich agenommen ... durfte nicht nach Hause... Wohnungsdurchsuchung ..... sollte auf der Polizei bleiben .... Das Haus meiner Eltern wurde bewacht, weil ja dort unser Sohn schlief. Durch die Aussage bei der polizei bekam meine Mutter alles mit, auch mit dem anderen und so. Obwohl zu dieser Zeit da schon nichts mehr lief. Man hat meinen Mann jedenfalls gefunden. MAn hat mich darüber informiert. Nachts bekam ich von ihm noch einen Anruf, das ich ihn jetzt da hätte, wo ich ihn immer gewollt hätte ... in der Psychatrie. Am nöchsten Tag durfte ich ihn dort abholen. Der Arzt meinte, ICH wäre schuld am Zustand meines Mannes und ICH solle mir Gedanken machen, das so etwa snicht wieder vorkommt. Ich habe gemeint, das ich doch nicht bei ihmblieben könne, nur weil er mit sowas droht. Beim nächsten kleinen Streit ist es wieder soweit. Wir haben uns dann egeinigt das er solange in unserer Wohnung bleibt, bis er was neues gefunden hat. Ich bleib solange bei meinen Eltern. Die drehten auch fast durch. Ich stand unter starken Beruhigungsmittel, ging nicht mehr unetr Leute, lag nur noch im Bett. Ich war dann jedenfalls froh, als ich wieder in meine eigenen 4 Wände ziehen konnte. Wie der Zufall so will ... meinen jetzigen Freund habe ich wirklich übers Internet kennengelernt. Er musste aber ziemlich schwer um mich kämpfen. Ich wollte zwar immer jemanden, aber sobald es ernst wurde, machte ich einen Rückzieher. Er ist aber am Ball geblieben. Ich weiß jetzt wie schön sex sein kann und wie schön es in einer Beziehung ist, wo beide Partner gleichberechtigt sind. Er liebt meinen Sohn auch und in nicht mal mehr ganz 8 Wochen ziehe ich zu ihm. Es ist ein ganz neues Leben was für mich anfängt und ich freu mich riesig.
 

zuckersternchen

Namhaftes Mitglied
ach ja ... meine ganzen "Freunde" haben sich damals zurück gezogen. Sie wollten zu ihm halten weil er doch der "Schwächere" Part in unserer Beziehung gewesen sein sollte. Nur weil ich die Trennung wollte, hatte ich gefälligst weniger drunter zu leiden.
 

Alicia

Aktives Mitglied
Original von Morgentau
Aber ich liebe ihn!

Hallo Morgentau,

bei allem Verständnis: eins macht mich stutzig.
Du schreibst, dass Du ihn liebst.

Das ist etwas, was ich nicht verstehe. Wenn man einen solchen Menschen zum Partner hat und leidet, aber man kann sich nicht trennen, dann empfindet man Gleichgültigkeit oder Hass, man wünscht sich, der andere würde bei einem Unfall ums Leben kommen oder sich in eine andere Frau verlieben und verschwinden. Man hat Angst vor ihm und fürchtet sich vor dem Augenblick, in dem er zur Tür hereinkommt. Aber man kann ihn doch nicht mehr lieben. Hast Du wirklich noch Gefühle für diesen Mann, der Dich rücksichtslos wie ein Objekt behandelt?
 

zuckersternchen

Namhaftes Mitglied
@ Michaela

Man kann sowas nicht verstehn, wenn es einen nicht selber betrifft. Obwohl es schon der erste richtige Schritt von Morgentau in die richtige Richtung ist. Ich habe das am Anfang nicht mal gemerkt oder merken wollen. Kollegen mit denen ich mich z.B. übers We unterhalten hab, haben gesagt "Hey das ist doch nicht normal was da abgeht"
Es ist genauso wie mit den Frauen die jahrelang geschlagen werden. Kann man das denn verstehn???
 
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