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Stillberatung Schwangerschaft + Baby |
SchwangerschaftsbeschwerdenDie Zeit der Schwangerschaft ist eine große Belastung für den mütterlichen Organismus. So kommt es in den Schwangerschaftsmonaten zu einigen typischen Schwangerschaftsbeschwerden, die von Augenleiden über Bauchkrämpfe bis hin zu Zahnschmerzen reichen können. Einige Schwangere greifen dann auf bewährte Mittel aus der Homöopathie zurück, die auch während der Schwangerschaft angewendet werden können, viele werdende Mütter gehen zur Schwangerschaftsgymnastik, um mit sportlichen Übungen und Atemtechniken fit für die Geburt zu werden und manche der zukünftigen Mütter haben fast gar keine Schwangerschaftsbeschwerden. In den Monaten bis zur Geburt verändert sich der weibliche Körper innerlich wie äußerlich auf vielfältige Weise. Hormone werden vermehrt ausgeschüttet, Organe müssen verstärkt arbeiten, Bauch- und Brustumfang nehmen zu und der Körper stellt sich um. All dies geht natürlich nicht unbemerkt an der werdenden Mutter vorbei. Das Bewusstsein für den eigenen Körper steigt und viele Veränderungen in der Schwangerschaft werden voll Erstaunen wahrgenommen. Treten Schwangerschaftsbeschwerden auf, sollte auf keinen Fall mit einer Selbstmedikation begonnen werden. Wer unsicher ist, fragt in diesen Fällen am besten Arzt/Ärztin oder Hebamme um Rat. Typische Schwangerschaftsbeschwerden werden nachfolgend von A-Z vorgestellt: Schwangere Frauen genießen besonderen Schutz an ihrem Arbeitsplatz. Stellt der Arzt Schwangerschaftsbeschwerden fest, die das Leben von Mutter und Kind gefährden können, kann ein individuelles Beschäftigungsverbot ausgesprochen werden. Gründe für ein individuelles Beschäftigungsverbot können unter anderem folgende Schwangerschaftsbeschwerden sein: anhaltende Rückenschmerzen, Muttermundschwäche, die Gefahr einer Frühgeburt oder eine Risikoschwangerschaft. Eine Schwangerschaft ist für den weiblichen Körper eine ungeheure Umstellung. Es werden Schwangerschaftshormone gebildet, der Stoffwechsel läuft auf Hochtouren und nicht zuletzt müssen sich der Körper und die inneren Organe auf die neue Situation umstellen. Damit kommen nicht alle Frauen gleich gut zurecht. Einige habe in Verlauf ihrer Schwangerschaft nur wenige Beschwerden, bei anderen Frauen treten sie sehr ausgeprägt auf. Hier im Bericht wird zwar auf ein breites Spektrum von Beschwerden eingegangen, aber im Normalfall bekommt eine Schwangere nur einige davon und auch nicht alle in ausgeprägter Form. Brustspannen, Empfindliche Brustwarzen, Unterleibsschmerzen: Diese sind eher Anzeichen als Beschwerden der Schwangerschaft, können aber trotzdem als recht unangenehm bis schmerzhaft empfunden werden. Stimmungsschwankungen: Manch eine Frau ist plötzlich ungewohnt sensibel oder launisch. Das liegt größtenteils an der hormonellen Umstellung, gleicht sich aber nach einigen Wochen wieder etwas aus. Allerdings bleiben die meisten Frauen auch für den Rest ihrer Schwangerschaft sensibler als sie es bisher waren. Müdigkeit: Die Müdigkeit und der Ruhebedarf steigen zu Beginn der Schwangerschaft häufig stark an. Wenn es sich ermöglichen lässt, sollte einen Schwangere den Bedürfnissen ihres Körpers nachkommen und sich die Pausen gönnen, die sie braucht. Morgendliche Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen: Dies sind wohl die bekanntesten Beschwerden in der Schwangerschaft. Sie treten bei einigen Frauen allerdings nicht nur morgens auf sondern sind den ganzen Tag über präsent. Es besteht eine Abneigung gegenüber gewissen Gerüchen und Geschmäckern, die von der Schwangeren dann kaum zu ertragen sind. So lange eine Frau durch den verminderten Appetit und das Erbrechen nicht sehr an Gewicht verliert oder gar dehydriert, wird das Baby in seiner Entwicklung nicht beeinträchtigt. Ansonsten sollte man unbedingt ärztliche Hilfe einholen, damit Mutter und Kind nicht unterversorgt werden. Gegen die „normale“ Übelkeit gibt es zahlreiche Mittel, wie zum Bsp. häufig kleinere Snacks zu sich nehmen und morgens vor dem Aufstehen schon eine Kleinigkeit essen. Akupunktur, homöopathische Mittel... es gibt eine ganze Palette von Dingen, die man ausprobieren kann. Auch der werdende Papa kann seiner Partnerin eine große Hilfe sein, indem er ihr das lästige Kochen und Einkaufen der Lebensmittel abnimmt. Je weniger sie sich nämlich mit den Dingen auseinandersetzen muss, die ihr die Übelkeit verursachen, desto besser fühlt sie sich. Meistens verschwindet die Übelkeit nach den ersten drei Monaten, dem sogenannten ersten Trimenon, wieder. Bei wenigen Schwangeren bleibt sie allerdings auch in der restlichen Zeit der Schwangerschaft erhalten. Ebenso können der veränderte Geschmack- und Geruchsinn bis zum Ende der Schwangerschaft immer wieder auftreten. Manche Ärzte gehen davon aus, dass eine erste „üble“ Schwangerschaft ein Anzeichen dafür ist, dass die nächste mit ähnlichen, möglicherweise noch stärkeren Übelkeitsattacken verlaufen wird. Harndrang: Das Bedürfnis, ständig auf Toilette zu müssen, teilen viele Schwangere schon ganz zu Beginn ihrer Schwangerschaft. Das Becken wird stärker durchblutet, was die Nierentätigkeit und damit die Harnproduktion anregt. Im zweiten Trimenon (vierter bis sechster Monat) normalisiert sich die Harnproduktion meistens und längere Autofahrten oder Einkaufsbummel sind für die werdende Mama wieder angenehmer. Ab dem dritten Trimenon (dem siebten bis zehnten Monat) sind der Fötus und damit die Gebärmutter dann schon so stark gewachsen, dass sie beginnen, auf die Harnblase zu drücken. Der Druck steigt dann bis zum Ende der Schwangerschaft immer weiter an, so dass die Toilettenbesuche bei einer Hochschwangeren zu einer “Dauerbeschäftigung“ ausarten können. Krampfadern: In der Schwangerschaft erhöht sich die Blutmenge, das belastet die Venen. Das Bindegewebe wird außerdem weicher, was die Entstehung von unschönen Krampfadern und Besenreisern noch begünstigt. Die Beine können dann schmerzen und die Venen treten deutlich sichtbar hervor. Die Schwangere sollte langes Stehen vermeiden und öfter einmal die Beine hoch legen. Auch das Sitzen mit übereinandergeschlagenen Beinen ist nicht ratsam, das sich so das Blut so in den Venen staut. Eine gute Venensalbe und das Tragen von Kompressionsstrümpfen können die Beschwerden ebenfalls lindern und dem Entstehen weiterer Krampfadern vorbeugen. Ein Besuch beim Arzt ist in jedem Fall ratsam. Was viele Schwangere nicht wissen: Krampfadern können nicht nur an den Beinen sondern auch im Genitalbereich auftreten. Das ist zwar unangenehm, aber kein Grund zur Panik, denn nach der Geburt verschwinden diese Krampfadern ganz schnell wieder. Hämorrhoiden: Wie auch die Krampfadern entstehen Hämorrhoiden auf Grund des nachgiebigen Bindegewebes und den Stauungen des Blutes in den Gefäßen. Sie machen sich meistens durch Juckreiz und Blutungen beim Stuhlgang bemerkbar. Wenn es auch den meisten Frauen peinlich ist, über dieses Thema zu sprechen, so ist es doch ein relativ häufig auftretendes Problem in der Schwangerschaft. Sitzbäder, sorgfältige Reinigung des Analbereiches mit lauwarmen Wasser und eine erhöhte Trinkmenge um festen Stuhlgang zu vermeiden, können Linderung bringen. Und auch hier gilt: sobald das Baby da ist, verschwinden fast schlagartig die Probleme mit den Hämorrhoiden wieder. Schwangerschafts- bzw. Dehnungsstreifen: Sie entstehen, wenn sich die Haut durch zu schnelles Wachstum oder eine rasante Gewichtszunahme stark ausdehnt und bilden sich meistens am Bauch, den Oberschenkeln, dem Gesäß und an der Brust. Dehnungsstreifen machen zwar keine Beschwerden, sehen aber nicht schön aus. Zuerst sind sie dunkler, verblassen aber später wieder und fallen dann nicht mehr so stark auf. Es gibt viele Hausmittel und Salben, die eine Entstehung verhindern sollen, aber wer eine Veranlagung dazu hat, kann sich kaum vor den Schwangerschaftsstreifen schützen. Auch Massagen können nur ein wenig vorbeugen, aber die Streifen nicht verhindern. Es scheint, dass vor allem sehr junge Frauen mit festerem Bindegewebe mehr zu diesen Dehnungsstreifen neigen als ältere Frauen mit nachgiebigeren Bindgewebe. Krämpfe: In der Schwangerschaft hat der Körper einen erhöhten Bedarf an Magnesium. Daher kann es vor allem gegen Ende der Schwangerschaft häufig zu Mangelerscheinungen kommen, die sich in Krämpfen (meist nachts und vor allem in den Waden) äußern. Gute Abhilfe schafft hier eine zusätzliche Gabe von Magnesium, zum Bsp. in Form von Brausetabletten. Allerdings kann die Gabe von Magnesium kurz vor dem Geburtstermin die Wehentätigkeit hemmen, was auch nicht wünschenswert ist. Daher sollte sich eine Schwangere auch hier an ihren Arzt wenden, um sich mit ihm darüber abzustimmen, was in ihrem Fall ratsam ist. Die Gebärmutter nimmt mit Fortschreiten der Schwangerschaft immer mehr Raum ein und verdrängt andere innere Organe. So gelangt manchmal die Magensäure in die Speiseröhre, was dann zu dem unangenehmen Brennen führt. Das Vermeiden von Kaffee, stark Gewürzten Speisen und Süßigkeiten sowie das Hochlagern des Oberkörpers können manchmal hilfreich sein. Auch das Trinken von Milch oder Kauen von Nüssen hat schon mancher Schwangeren geholfen. Auch hier sollte man einfach ausprobieren, was einem gut tut. Rückenschmerzen: Wenn der Babybauch immer größer wird, zieht er mit seinem Gewicht die Wirbelsäule etwas nach vorn, vor allem wenn die Rückenmuskeln nicht stark ausgeprägt sind. Die Körperachse gerät aus dem Gleichgewicht, zumeist sieht man bei Schwangeren das typische Hohlkreuz. Es gibt allerdings noch andere Arten und Gründe von Rückenschmerzen. Am besten ist es, sie von einem Arzt abklären zu lassen um zu wissen, wie man dagegen vorgehen kann. Meistens helfen aber schon geeignete Gymnastik und Entlastung durch korrekte Körperhaltung (gerade Haltung, Knie beugen und nicht den Rücken) beim Heben und Tragen. Schlaflosigkeit: Dass eine schwangere Frau schlechter (ein)schläft, kann viele Ursachen haben. Vielleicht strampelt das Baby nachts besonders kräftig oder sie macht sich zu viele Gedanken, träumt seltsame Dinge. Auch die häufigen Unterbrechungen des Schlafes, weil die Blase schon wieder drückt und sie zur Toilette muss, rauben einer werdenden Mutter die Nachtruhe. Vielleicht kann ein beruhigender Tee oder ein Spaziergang das Einschlafen erleichtern. Hausmittel gibt es auch hier eine Menge, die man ausprobieren kann. Und falls es möglich ist, sollte sich eine Schwangere auch tagsüber ein Nickerchen gönnen, um den fehlenden Schlaf wieder auszugleichen. Beckenbodenschwäche /Harninkontinenz: Relativ unbekannt ist es auch, dass es in der Schwangerschaft durch eine bestehende Beckenbodenschwäche zu Inkontinenz kommen kann. Vor allem, wenn der Beckenboden sich von einer vorhergehenden Geburt noch nicht wieder völlig erholt hat, weil beispielsweise die Schwangerschaften zeitlich schnell auf einander folgen. Muss dann vielleicht noch das ältere Geschwisterchen öfter getragen werden, begünstigt die Gewichtsbelastung das Entstehen noch. Dann reichen ein kräftiges Niesen oder Husten aus, um unwillkürlich ein paar Tropfen Urin zu verlieren. Außerdem übt das stetig wachsende Gewicht und Volumen der Gebärmutter einen Druck auf die Harnblase aus, was zum unfreiwilligen Auströpfeln kleinerer Mengen Urins führen kann. Um dem entgegenzuwirken, sollte eine Schwangere schon frühzeitig mit Beckenbodengymnastik beginnen. Gute Anleitungen dazu kann z. Bsp. eine Hebamme geben. Das Heben größerer Gewichte (etwa über 5 kg) sollte man möglichst anderen überlassen. Wassereinlagerungen: Häufig klagen Schwangere im letzten Trimenon über Wassereinlagerungen (Ödeme). Sie sind oft an den Füßen, vorrangig den Fesseln zu finden, aber grundsätzlich kann der ganze Körper betroffen sein. Bei Wasser in den Beinen hilft oft schon das Hochlagern und Vermeiden längeren Stehens. Sind die Ödeme hartnäckig, sollte unbedingt der Rat eine Arztes eingeholt werden, um eine Gestose (Schwangerschaftsvergiftung) auszuschließen. Diese Komplikation in der Schwangerschaft kann ernsthafte Folgen für Mutter und Baby haben. Bei allen Schwangerschaftsbeschwerden gilt: Wenn sich eine werdende Mutter unwohl fühlt oder nicht sicher ist, ob die Beschwerden negative Folgen für sie oder ihr Baby haben, dann sollte sie sich unbedingt an ihren Arzt wenden. Auch wenn die Liste der Schwangerschaftsbeschwerden lang ist, so braucht sich eine Frau mit Kinderwunsch oder eine Schwangere nicht davon abschrecken lassen. Eine Schwangerschaft ist eine wunderbare Erfahrung, trotz der Beschwerden. Und ein Baby ist die beste Belohnung dafür, die man sich denken kann. Das Ausmaß der möglichen Schwangerschaftsbeschwerden
ist groß und jede Frau reagiert unterschiedlich auf die bestehende
Schwangerschaft. Ja, selbst wenn ein und dieselbe Frau mehrmals schwanger
wird, kann sie mit unterschiedlichen Symptomen rechnen, auch wenn
es einige gibt, die immer wieder auftreten.
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Foto © Marina Kravchenko, drubig-photo, Ramona Heim, pete pahham, Svetlana Fedoseeva, Valua Vitaly, Piotr Marcinski - Fotolia.com
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