Ratgeber und Infos zur Schwangerschaftsverhütung
Schwerpunkte: Verhütung, Pille, Kondom, Spirale
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Die Frage ob ein Paar ein Kind haben möchte sollte reiflich durchdacht sein. Ein Kind zu haben bedeutet eine große Veränderung und eine große Verantwortung. Glücklicherweise muss in der heutigen Zeit keine Frau mehr schwanger werden wenn sie das nicht möchte. Es gibt verschiedene Verhütungsmöglichkeiten mit denen eine ungewollte Schwangerschaft verhindert werden kann. Dabei wird zwischen den natürlichen Methoden, den Barriere-Methoden und den Hormonellen Methoden unterschieden.
Und es gibt noch die Möglich der Sterilisation. Diese Methode ist dauerhaft und sollte daher nur zum Einsatz kommen wenn wirklich kein Kinderwunsch mehr besteht. Schauen wir uns hier einmal die bekanntesten Verhütungsmethoden an. Eine recht beliebte Verhütungsmöglichkeit ist die Temperatur-Methode. Jeden Morgen gleich nach dem aufwachen misst die Frau ihre Körpertemperatur und trägt diese in eine Liste ein. Um die Zeit des Eisprunges steigt die Körpertemperatur leicht an. Die Frau erkennt daran, dass sie nun schwanger werden kann und das Paar wird den ungeschützten Verkehr in diesen Tagen vermeiden. Diese Methode ist rein natürlich und hat daher auch keine Nebenwirkungen. Allerdings ist die Temperatur-Methode keine sehr zuverlässige Methode um eine Schwangerschaft zu verhindern. Sie ist aber für Paare geeignet, die einem weiteren Kind prinzipiell nicht ablehnend gegenüber stehen. Einen sehr sicheren Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft bietet die Benutzung des Kondoms. Kondome schützen aber nicht nur vor einer Schwangerschaft, sondern auch vor Sexualkrankheiten. Sie sind relativ preiswert und leicht anzuwenden. Nachteil: Manche Paare empfinden das Aufrollen des Kondoms als eine unschöne Unterbrechung des Liebesspieles.
Ein weiteres Verhütungsmittel ist die Pille. Die Pille besteht aus Hormonen und ist bei korrekter Einnahme das sicherste Verhütungsmittel neben der Sterilisation. Die Pille ist bei vielen Frauen sehr beliebt, weil es einfach simpel ist jeden Tag eine kleine Tablette zu schlucken und schon kann man ungeschützten Sex haben. Nachteil: die Pille schützt nicht vor ansteckenden Sexualkrankheiten. Und sie ist relativ teuer. Zudem lehnen es einige Frauen ab regelmäßig Hormone zu schlucken. Immer mehr Frauen entscheiden sich für eine Spirale. Die Spirale wird vom Frauenarzt in die Gebärmutter eingesetzt und kann etwa 3-5 Jahre dort verbleiben. Durch die Spirale soll vermieden werden dass die Spermien sich bis zum Eileiter vorarbeiten. Manchmal kommt es trotzdem zu einer Befruchtung. Die Spirale ist aber ein Fremdkörper in der Gebärmutter der Frau und dadurch kann sich die befruchtete Eizelle nicht einnisten. Es gibt verschiedene Arten von Spiralen: Kupferspiralen Gold-Kupfer-Spiralen und Hormonspiralen. De Spirale ist ein sehr sicheres Verhütungsmittel. Nachteil: hohe Kosten und regelmäßige Kontrollen beim Frauenarzt.
Schwangerschaftsverhütung Die Frauen von heute sind viel beschäftigt und stehen mitten im Leben. Sie gehen entweder arbeiten und machen Karriere oder sie sind als Vollzeit-Mutter mit Haushalt und Kindererziehung ausgelastet. Natürlich wünschen sich die Frauen von heute ein zuverlässiges Empfängnisverhütungsmittel. Nur leider haben sie oftmals gar keine Zeit um sich über die verschiedenen Methoden der Empfängnisverhütung Gedanken zu machen. Und so passiert es allzu oft, dass Frauen sich unüberlegt und uninformiert für eine Methode entscheiden. Dabei stehen so viele Verhütungsmittel zur Verfügung und jedes von ihnen hat gewisse Vor- aber auch diverse Nachteile. Prinzipiell unterscheiden wir verschiedenen Methoden der Empfängnisverhütung: die hormonellen, die natürlichen, die mechanischen, die chemischen und die chirurgischen Methoden. Chirurgische Methoden sind können bei Männern und bei Frauen zum Einsatz kommen. Bei Männern ist die Sterilisation ein weitaus risikoärmerer Eingriff als bei Frauen. Zu den chemischen Verhütungsmitteln zählen Gels und Zäpfchen, welche von der Frau angewandt werden. Das Kondom gehört zu den mechanischen Verhütungsmitteln und wird vom Mann angewendet. Es verhindert nicht nur eine ungewollte Schwangerschaft, sondern schützt auch sehr zuverlässig gegen Geschlechtskrankheiten. Auch den Frauen stehen mechanische Verhütungsmittel zur Verfügung: die Portiokappe, das Diaphragma, das Femidom (das ist ein Kondom für Frauen), der Verhütungsschwamm und der Verhütungscomputer. Am bekanntesten und am weitesten verbreitet sind sicher die hormonellen Methoden zur Verhütung einer Schwangerschaft. Hierzu zählen die wohl jedem bekannte Anti-Baby-Pille, die 3-Monats-Spritze, das Hormon-Pflaster, das Verhütungsstäbchen, der Vaginalring und die Hormonspirale. Einige Frauen können sich mit all diesen Verhütungsmethoden nicht anfreunden und favorisieren daher die natürliche Empfängnisverhütung. Hierzu zählen die Temperatur-Methode, die so genannte Billings-Methode (dabei wird täglich der Zervikalschleim beobachtet) und die Kalender-Methode. All diese Methoden erfordern eine genaue Beobachtung des weiblichen Körpers und sind daher im Vergleich zu anderen Verhütungsmethoden relativ unsicher. Neben der empfängnisverhütenden Wirkung haben aber einige Verhütungsmethoden auch noch weitere positive Wirkungen auf den Organismus der Frau. So gibt es spezielle „Akne-Pillen“, welche die unschöne Akne ziemlich gut verschwinden lassen. Und auch die Gefahr an Eierstockkrebs und Gebärmutterkrebs zu erkranken ist mit der Pille geringer. Zudem berichten viele Frauen die hormonell verhüten über eine positive Wirkung in Bezug auf Zysten. Die 3-Monats-Spritze enthält kein Östrogen und dadurch bestehen auch keine Komplikationen wie Herzinfarkt in diesen Zusammenhang. Ein Vorteil von Kondomen ist der sichere Schutz vor ansteckenden Geschlechtskrankheiten. Gerade dann wenn Sie einen Partner kaum kennen und mit ihm Sex haben, sollten Sie immer ein Kondom verwenden – auch dann, wenn Sie die Pille nehmen oder anderweitig verhüten. Das Kondom ist die einzige Möglichkeit sich vor sexuell übertragbaren Krankheiten und vor AIDS zu schützen. Sorgen Sie daher vor und haben Sie auch als Frau immer ein Kondom dabei! Kondome sind nicht teuer und einfach in der Anwendung. Hormonelle Empfängnisverhütung 1. Was ist eine hormonelle Empfängnisverhütung? Produkte zur hormonellen Empfängnisverhütung werden aus einem oder aus mehreren Sexualhormonen hergestellt. Hierbei handelt es sich um die Hormone Östrogen und Progesteron. Das synthetisch hergestellte Progesteron wird auch als Gelbkörper-Hormon bezeichnet. Die populärste hormonelle Empfängnisverhütung ist die so genannte Pille. Andere hormonelle Empfängnisverhütungsmittel sind die Drei-Monats-Spritze, das Hormonpflaster, der Vaginalring, die Hormon-Spirale und das Verhütungs-Stäbchen. Ebenfalls zu den hormonellen Empfängnisverhütungsmitteln zählt die „Pille danach“. Diese wird allerdings nur dann eingesetzt, wenn die Frau nach dem Geschlechtsverkehr befürchtet schwanger zu sein. Als dauerhaftes Verhütungsmittel ist daher die „Pille danach“ keinesfalls geeignet. 2. Was ist die Pille? Die Pille ist ein hormonelles Empfängnisverhütungsmittel, welches täglich von der Frau eingenommen werden muss. Die Pille besteht aus Sexualhormonen mit deren Hilfe eine Empfängnis verhütet werden kann. Bei genauer Anwendung liegt der Pearl-Index bei 0,1 – 1,0 Prozent. Der Pearl-Index sagt aus, wie viele von 100 Frauen statistisch gesehen mit der jeweiligen Verhütungsmethode schwanger werden. Für viele Frauen unter 35 Jahren (wenn diese Nichtraucher sind) überwiegen die Vorteile die Nachteile der Pille. Moderne Pillen von heute sind niedriger dosiert als noch vor 25 Jahren und haben daher viel weniger unerwünschte Nebenwirkungen. Die Pille gibt es seit über 40 Jahren. Seither haben Wissenschaftler immer weiter daran gearbeitet, dass neben der empfängnisverhütenden Wirkung noch weitere positive Wirkungen für die Frauen nutzbar sind. So gibt es Pillen welche sich besonders positiv bei Akne bemerkbar machen. Auch Frauen welche von einer starken Menstruation betroffen sind werden dank der Pille eine Entlastung erfahren. Zudem vermindert die Einnahme der Pille verschiedene Krebs-Erkrankungen wie zum Beispiel Eierstock-, Gebärmutterschleimhaut- und Dickdarm-Krebs. 3. Wie funktioniert die Pille? Während des Monats-Zyklus der Frau werden durch Hormonausschüttungen die Eierstöcke dazu angeregt ein Ei reifen zu lassen und abzugeben. Dieser Vorgang nennt sich Eisprung. Die Pille verhindert diesen Eisprung. Zudem verändert sich die Schleimhaut am Gebärmutterhals und macht es so dem Sperma schwer in die Gebärmutter zu gelangen. Die meisten Pillen werden über einen Zeitraum von jeweils 21 Tagen eingenommen. Danach erfolgt eine Pause von 7 Tagen. In dieser Zeit wird dann die Gebärmutterschleimhaut abgebaut und es kommt zur Regelblutung. Danach wiederholt sich das ganze: 21 Tage Pilleneinnahme gefolgt von einer 7-tägigen Pause. Inzwischen gibt es auch die Mikropillen und die Minipillen. Sie unterscheiden sich durch die Zusammensetzung der Hormone und deren Konzentration. Die Minipille unterdrückt nicht den Eisprung, führt aber dazu, dass sich die Schleimhaut sehr verdickt. Sie enthält nur Gestagene. Wie oben bereits erwähnt macht die Verdickung der Schleimhaut es den Spermien schwer im Körper der Frau vorzudringen. Die Mikropille setzt sich aus Östrogenen und Gestagenen zusammen, ist aber niedriger dosiert als die herkömmliche normale Pille. 4. Wie funktioniert die 3-Monats-Spritze? Die 3-Monatsspritze ist besonders für Frauen geeignet, die nicht jeden Tag eine Pille schlucken möchten. Die Frau bekommt diese Spritze entweder in den Muskel am Oberarm oder in die Pomuskulatur. Eine einmalige Spritze bewirkt eine Schwangerschaftsverhütung über einen Zeitraum von 3 Monate. Erst dann muss die Frau wieder zum Arzt gehen und sich die nächste 3-Monats-Spritze abholen. Bei der 3-Monats-Spritze wird Gestagen langsam an den Körper abgegeben. Es entsteht so eine Depot-Wirkung. Die 3-Monats-Spritze ist sehr sicher, der Pearl-Index liegt hier bei 0-1. Der große Vorteil bei der 3-Monats-Spritze ist, dass die Verhütung nicht einfach wie bei der Pille vergessen werden kann. Erkrankt die Frau an Durchfall oder Erbrechen, so bleibt trotzdem der volle Verhütungsschutz erhalten. Bei der Pille ist das anders: eine Magen-Darm-Grippe kann die Verhütung für einen ganzen Monat in Frage stellen. 5. Was ist ein Verhütungsstäbchen? Ein Verhütungsstäbchen (auch Implantat genannt) ist ein kleines Stäbchen aus Kunststoff, welches etwa 40 mm lang und 2 mm breit ist. Es wird unter die Haut am Oberarm der Frau gelegt. Das Verhütungsstäbchen enthält Etonogestrel. Etonogestrel ist ein Sexualhormon und gehört zu den Gestagenen. Dieses Hormon wird kontinuierlich von dem Verhütungsstäbchen abgegeben und wirkt im Prinzip genauso wie die Pille. Das Verhütungsstäbchen ist ein sehr sicheres Verhütungsmittel mit einem Pearl-Index von unter 0,1. Ein Vorteil gegenüber der 3-Monatsspritze ist, dass das Implantat bis zu 3 Jahre lang sicher eine Schwangerschaft verhütet. Daher ist es besonders für Frauen zu empfehlen welche in den nächsten Jahren keine Kinder planen. Wird das Verhütungsstäbchen entfernt, dann kann die Frau recht bald danach wieder schwanger werden. 6. Wie funktioniert die „Pille danach“? Wie bereits weiter oben erwähnt, ist die „Pille danach“ nicht für eine regelmäßige Verhütung geeignet. Sie ist vielmehr der „Notnagel“, wenn eine Frau nach dem Sex befürchtet schwanger zu sein. Das kann passieren wenn sie die Pille vergessen hatte oder wenn das Kondom beim Sex kaputt gegangen ist. Auch nach einer Vergewaltigung kann die „Pille danach“ genommen werden. Sie ist nur auf Rezept erhältlich und muss sehr bald nach dem Sex genommen werden. Genauer gesagt: sie muss binnen 72 Stunden nach dem ungeschützten Verkehr genommen werden. Die „Pille danach“ enthält ein synthetisches Hormon aus der Gruppe der Gestagene – das Levonorgestrel. Das Hormon verhindert die Einnistung des Eies in die Gebärmutterschleimhaut. 7. Ich bin unsicher welche Verhütungsmethode für mich die richtige ist. Damit sind Sie nicht allein. Die Fülle von verschiedenen Verhütungs-Methoden macht es vielen Frauen nicht gerade leicht sich für eine Methode zu entscheiden. Am besten ist, Sie machen einen Termin mit Ihren Frauenarzt aus. In einem ausführlichen Beratungsgespräch können Sie dann herausfinden, welche Methode zur Verhütung für Sie in Ihrer momentanen Situation passend ist. Denn: nicht jede Verhütungsmethode ist für jede Frau günstig. Und nicht jede Methode ist immer „dran“. Es kommt auch ganz auf Ihre sexuelle Aktivität an und darauf, ob Sie in einer festen Partnerschaft leben oder nicht. Zudem wird der Arzt Sie fragen ob Sie Raucherin sind und ob Sie weitere Medikamente regelmäßig einnehmen müssen. |
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