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Nabelschnurblut:
embryonale Stammzellen-Einlagerung in Blutbanken


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Nabelschnurblut: embryonale Stammzellen-Einlagerung in Blutbanken

Nabelschnurblut: embryonale Stammzellen einfrieren und einlagern (Einlagerung)

Der primäre Vorteil vom Einlagern des Nabelschnurblutes besteht darin, das so eine Möglichkeit der medizinischen Absicherung zur Verfügung steht. Diese Versicherung ist nicht finanzieller Art – sondern stützt sich darauf, im Falle einer bestimmten Krankheit die medizinisch verfügbaren Bausteine zu besitzen. Bei jenen medizinischen Bausteinen handelt es sich um Stammzellen, welche im Nabelschnurblut gefunden wurden.

In den letzten fünf oder sechs Jahren gab es auf dem Gebiet der Stammzellen-Forschung dramatische medizinische Fortschritte, und praktisch jeden Monat werden neue Entdeckungen hierzu bekannt gegeben. Viele Ärzte und Forscher sehen großes Potenzial im Gebrauch von Stammzellen, um damit viele ernste, lebensbedrohliche Krankheiten zu stoppen oder zu heilen. Mit diesen Tatsachen im Hinterkopf entscheiden viele Eltern, die im Nabelschnurblut gefundenen Stammzellen nach der Geburt zu erhalten. Dabei gibt es keinerlei Gesundheitsgefahren. Die primäre Gefahr besteht darin, das die jährliche Gebühr von 100 Dollar für das Einlagern der Stammzellen vergeudet wird, falls diese Stammzellen nicht gebraucht werden. Immer mehr Eltern nehmen Notiz von den Fortschritten in der Stammzellen-Forschung. Hier sind einige Highlights:

Die Transplantationswissenschaft verbessert sich ständig. Mehrere Unternehmen bringen Methoden auf den Markt, wie die Stammzellen-Population im Labor „ausgebreitet“ werden kann. Und diese Methoden werden nun auch in klinischen Tests angewendet.

Die Entwicklung von pluripotenten Stammzellen in Blutstammzellen ist derzeit noch schlecht untersucht. Die letzte Meldung ist, dass unter den richtigen Bedingungen Stammzellen im Nabelschnurblut aufgezogen werden können, um in andere bereiche des Gewebes, außer des Blutes, hineinzuwachsen. Das würde einen komplett neuen Bereich der potentiellen Behandlung durch den gebrauch von Stammzellen eröffnen.

Infolge dieser Fortschritte ist es ziemlich angemessen zu hoffen, dass die Gewinnung von Stammzellen aus Nabelschnurblut schlussendlich dazu verwendet werden kann, eine größere Vielfalt von Autoimmunkrankheiten und degenerativen Erkrankungen zu behandeln, als es bisher möglich war. Wenn dem so ist (und es gibt solide Hinweise durch Forscher, dass das tatsächlich der Fall ist) macht es vollkommen Sinn, über private Nabelschnurbanken nachzudenken.

Die Argumente für das private Einlagern von Nabelschnurblut sind verschieden:

  • Kinder wachsen heutzutage auf und einige von ihnen bekommen als Erwachsene Krebs – üblicherweise wird dann selbst eingelagertes Nabelschnurblut verwendet. Krebs bei Kindern und Krebs bei Erwachsenen sind völlig verschiedene Krankheiten, was das Zellniveau betrifft (um mehr über Krebserkrankungen zu erfahren, können Sie die Webseite des Nationalen Krebs-Institutes besuchen). Während Krebspatienten im Kindesalter seltener Autologon-Transplantationen erhalten, ist unter den erwachsenen Krebspatienten die Autologon-Transplantation weiter verbreitet als die Transplantation von einen Spender.

  • durch Pressemitteilungen werden ständig neue medizinische Fortschritte über die Verwendung von Stammzellen bekannt gegeben. In Zukunft werden vermutlich Gewebereparaturen an verschiedenen Organen im Körper möglich sein

  • Familien sollten bedenken, ob die Chance, ein „Durchschnittsbaby“ zu bekommen, auf sie zutrifft. In einigen Familien gibt es eine größere Veranlagung dazu, an Krebs oder an Immunstörungen zu erkranken. Diese Familien würden vermutlich einen weitaus größeren Nutzen aus den Nabelschnurbanken ziehen, als die Statistik das zeigt.

  • Wenn Ihre Familie, besonders Ihre Kinder, von verschiedenen ethischen Werten geprägt sind, dann kann es unmöglich sein, einen erwachsenen Knochenmarkspender zu finden, wo einfach alles zusammen passt. In so einer Situation würde das Nabelschnurblut sogar von Halbgeschwistern unbezahlbar sein, falls eine Stammzellen-Transplantation notwendig wäre.

 

Informationen zum Nabelschnurblut-Banking

Nabelschnurblut einlagern umfasst den Prozess des abnehmen, konservieren und einlagern von Stammzellen aus der Plazenta und der Nabelschnur um es für den späteren Gebrauch vorrätig zu haben. Das Nabelschnurblut wird dann später für Ihr Kind oder für Ihre Familienmitglieder verfügbar sein, wenn diese erkranken sollten. Es kann so in der Behandlung von lebensbedrohlichen Krankheiten, besonders bei Blutkrankheiten wie Leukämie oder Krebs, helfen. Stammzellen, welche aus diesem Blut gewonnen werden, können in späteren Jahren auf Ihr Kind oder seine Familie übertragen werden, falls diese irgendwann einmal an einer lebensbedrohlichen Krankheit leiden.

Die Gewinnung von Nabelschnurblut ist ein sicheres und schmerzloses Verfahren, was nur ein einziges Mal, nämlich bei der Geburt, erfolgen kann. Es wird abgenommen, wenn das Baby geboren ist und die Nabelschnur durchgeschnitten und mit einer Klammer versehen ist. Das kann entweder durch eine Spritze oder einen Blutsammelbeutel geschehen. Die Zellen sollten dann innerhalb von 48 Stunden bearbeitet und konserviert werden. Sie werden zuerst getestet und so überprüft, ob diese Zellen auch geeignet sind. Die roten Blutzellen und das Plasma werden für eine Transplantation nicht benötigt und deshalb entfernt. Bei minus 200 Grad Celsius werden die Zellen dann eingefroren, in Venyl- oder Plastikbeuteln als Vorrat angelegt und in flüssigen Stickstoff tiefgefroren. Es kann übrigens auch in Flaschen eingelagert werden. Aber es ist ratsam, nach einer Bank zu suchen, welche die Stammzellen in mehreren Flaschen oder Beuteln aufbewahrt und nicht nur in einer Flasche oder einen Beutel. So kann bei der Behandlung von vielen Menschen geholfen werden und nicht nur bei der Behandlung von einer Person. Die Stammzellen können bis zu 20 Jahren eingelagert werden. Es gibt drei verschiedene Arten von Nabelschnurbanken. Die privaten Nabelschnurbanken und die öffentlichen Spenderbanken. Nun ist ein dritter Typ erschienen: eine Mischform zwischen den privaten Banken und den öffentlichen Banken. Zur Zeit gibt es von der Mischform nur zwei Banken in der USA. In den privaten Banken werden die Stammzellen für den privaten Gebrauch Ihrer Familie eingelagert. In den öffentlichen Spenderbanken werden die Zellen für die Öffentlichkeit, also auch für nicht verwandte Personen, eingelagert. Das heißt, es gibt keine Garantie, dass Ihr Kind dann auch tatsächlich die Stammzellen bekommt, falls es diese benötigt. Es kann also auch umsonst gespendet wurden sein. Es ist immer ratsam, eine zugelassene Blutbank, zum Beispiel durch die AABB (American Association of Blood Banks for Cord Blood Banking) zu wählen. Die Kosten betragen zur Zeit (Stand 2006) bei den privaten Blutbanken ca. 600 – 2000 Dollar als Einmalzahlung zu Beginn der Einlagerung und ungefähr 80 – 100 Dollar pro Jahr zur Aufrechterhaltung des eingelagerten Materials. In diesen Mischbanken akzeptiert die öffentliche Seite der Bank das Nabelschnurblut und fügt es in eine landesweite Datenbank ein, so dass es für jeden, der eine genetische Übereinstimmung hat, verfügbar ist.

Die private Seite der Mischbanken verfährt genauso wie jede andere private Bank auch. In Frankreich und Italien sind solche privaten Banken ungesetzlich. Deswegen empfehlen Ärzte das Nabelschnurblut zu spenden und nicht kostenpflichtig einzulagern. Die European Group on Ethics in Science and Technologies stellt sich ebenfalls dagegen. Nabelschnurblut einlagern wird normalerweise von den Eltern veranlasst, damit sie sicher sind, das für Ihr Kind die perfekt passenden Stammzellen zur Verfügung stehen, falls in der Zukunft eine Transplantation notwendig wird. Eltern und Geschwister haben einen 25 –prozentige Chance, das die Stammzellen passen. Sie können auch für Großeltern und Cousins genutzt werden, falls sie übereinstimmen. Falls Sie oder jemand in Ihrer Familie schon unter einer Krankheit wie Sichelzell-Anämie, aplastische Anämie, Leukämie, Thalassemie, Stoffwechselspeicherkrankheiten oder genetischen Immunschwächen leiden, ist es ratsam, das Nabelschnurblut Ihres Kindes einzulagern. Die Wahrscheinlichkeit dass ein Kind seine Stammzellen benutzen muss, liegt bei 1:2500. Darum denken einige, das das einlagern der Stammzellen Geldverschwendung ist.

 

Sollten Sie Nabelschnurblut einlagern?

Wenn man ein Baby bekommt – egal ob es das erste oder zehnte in der Familie ist – gibt es in Sachen Geburt und Gesundheitsvorsorge bestimmte Entscheidungen, die man treffen muss. Alle Eltern stehen vor der Wahl, ob sie Nabelschnurblut ihres Neugeborenen für später einlagern oder nicht. Durch den Fortschritt in Medizin und Technik müssen Eltern immer mehr Entscheidungen fällen, die die Gesundheit ihres Kindes schon heute oder erst zukünftig betreffen.

Das Nabelschnurblut Ihres Kindes enthält eine spezielle Zellart, die so genannten Stammzellen. Stammzellenforschung ist ein umstrittenes Thema, allerdings geht es in diesem Konflikt um die Benutzung der Stammzellen abgetriebener Föten, nicht um die Ihres eigenen Neugeborenen. Es ist bewiesen, dass die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut des Kindes oder seiner Geschwister bei der Behandlung potentiell tödlicher Krankheiten oder anderer medizinischer Störungen sehr wertvoll sind. Bei diesen Stammzellen ist die Funktion noch nicht ausgebildet, deshalb können sie jede Art von Körperzellen von Blutzellen bis zu Knochenzellen ersetzen. Da Kinder mit gleicher Mutter und gleichem Vater dieselben genetischen Erbinformationen haben, können die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut zur Behandlung aller Kinder der Familie eingesetzt werden, auch bei Krankheiten wie Leukämie und Sichelzellanämie.

Wegen diesen technischen und medizinischen Durchbrüchen und weiteren Durchbrüchen in Aussicht, empfehlen viele Ärzte den Eltern, Nabelschnurblut als lebenslange Versicherung einzulagern. Wenn man all die anderen medizinischen Informationen und Entscheidungen diskutiert, die die Geburt eines Kindes betreffen, sollten sich die Eltern auch über die Lagerung von Nabelschnurblut Gedanken machen, da diese Entscheidung noch vor der Geburt getroffen werden muss, um das kostbare Blut der Nabelschnur zu konservieren. Es gibt auf beiden Seiten genügend einleuchtende Argumente, die jeweils dafür oder dagegen sprechen, deshalb ist es unumgänglich, dass Sie sich professionellen Rat von Ihrem Facharzt und anderen Quellen Ihres Vertrauens einholen.

Laut der Informationswebsite Should You Bank Cord Blood können die bei der Geburt anwesenden Ärzte und Krankenschwestern leicht das Nabelschnurblut Ihres Kindes sammeln. Nachdem das Blut abgenommen wurde, friert man es cryogenetisch in einer professionellen Lagerkammer ein, einer so genannten Nabelschnurblutbank. Es ist noch unklar, wie lang sich die gefrorenen Zellen tatsächlich halten, aber das erste eingelagerte Nabelschnurblut wurde in den 1970ern konserviert und ist noch immer funktionsfähig. Durch den technischen Wandel werden in den kommenden Jahren möglicherweise noch mehr Krankheiten auftreten, die mit Nabelschnurblut behandelt oder geheilt werden können.

Beachten Sie aber, dass nicht jeder die Nabelschnurblutbanken nutzen darf. Die amerikanische Vereinigung der Kinderärzte ist soweit gegangen zu empfehlen, dass Familien, in denen es bisher keine mit Nabelschnurblut kurierbaren Krankheiten gab, kein Blut einlagern dürfen. Es wird jedoch jeder Fall auf individueller Basis überprüft. Die hohen Preise für das Konservieren und Lagern des Nabelschnurblutes ihres Kindes dürften für viele Eltern unerreichbar sein, deshalb müssen diese negativen Aspekte gut mit den positiven abgewogen werden. Falls Ihr Kind Anzeichen für eine Krankheit oder Beeinträchtigung zeigt, die mit Nabelschnurblut behandelt werden kann oder Sie ein anderes Kind haben, das das lebensrettende Nabelschnurblut braucht, ist der Preis gerechtfertigt. Im Allgemeinen wird das Blut selten von den Geschwistern genutzt, aber falls es je gebraucht wird, ist es unbezahlbar. Außerdem könnte das Nabelschnurblut in Zukunft gegen weitere Krankheiten, Beeinträchtigungen oder medizinische Belange Ihres Kindes hilfreich sein. Wenn heute schon Erwachsene von etwa 57 Kilogramm erfolgreich mit Nabelschnurblut behandelt werden können, wer weiß welche Durchbrüche morgen erreicht werden? Ein Gespräch mit Ihrem Arzt wird Ihnen helfen, eine fundierte Entscheidung darüber zu treffen, ob Ihre Familie von der Einlagerung von Nabelschnurblut profitieren kann.

 

Nabelschnurblut und Stammzellen

In letzter Zeit wurden die positiven Seiten der Nabelschnurblutkonservierung häufig in den Medien besprochen. Dabei wurde herausgestellt, dass es notwendig ist, Zeit und Geld in die Stammzellforschung zu investieren.

Nabelschnurblut ist das Blut, das in der Nabelschnur und der Nachgeburt bleibt. Üblicherweise wird bei der Geburt das Nabelschnurblut mit Nabelschnur und Nachgeburt entsorgt, doch nun haben Untersuchungen ergeben, dass das Blut in der Nabelschnur eine ergiebige Quelle für Stammzellen ist. Das ist sehr wichtig, da Stammzellen die Grundbausteine des Blutes und des Immunsystems darstellen.

Es wurde festgestellt, dass die Einlagerung von Nabelschnurblut in Blutbanken dass Leben des Spenders oder seiner Familie bei späteren Krankheiten retten kann. Das ist möglich weil sich Stammzellen in andere Zelltypen umwandeln können. Diese können alle Arten Gewebe, Organe und Systeme des Körpers aufbauen. Durch die Aufbewahrung dieser Stammzellen können Kuren gegen Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und Diabetes entwickelt werden, um nur einige zu nennen.

Die Stammzellen im Nabelschnurblut eines Kindes sind genetisch einzigartig für das Kind und seine biologischen Verwandten. Forscher können die Stammzellen aus dieser wertvollen biologischen Quelle nutzen, um deren potentiellen Nutzen für zukünftige Anwendungen zu ermitteln, sollte das Kind oder dessen Familie später gesundheitliche Probleme haben. Daher rührt der augenblickliche Trend bei vielen Eltern, mit den bei der Geburt gesammelten Stammzellen auf der Blutbank in ihre eigene „Lebensversicherung“ zu investieren.

Der Prozess der Nabelschnurblutspeicherung beinhaltet die Blutabnahme aus der Nabelschnur. Dabei wird entweder die Spritzen- oder die Beutelmethode angewendet, nachdem die Nabelschnur abgeklemmt und durchtrennt wurde. Anschließend testet man das Blut auf seine Eignung. Die roten Blutkörperchen und das Plasma werden entfernt, da sie bei Transplantationen nicht benötigt werden. Das Blut wird dann in der Nabelschnurbluteinheit gelagert, wo es entweder in einer Vinyl- oder Plastiktüte mit flüssigem Stickstoff eingefroren wird.

Es gibt zwei Arten von Nabelschnurblutbanken:

Erstens Familienbanken, die das Blut für die Nutzung durch die jeweiligen Familien lagern.

Zweitens gibt es öffentliche Spenderbanken, die das Blut unabhängig von Familienangehörigkeit und Verwandtschaft zur Verfügung stellt. Es kann so für die Forschung und die Entwicklung von Heilmitteln gegen verschiedene Krankheiten eingesetzt werden.

Alle Eltern haben die Möglichkeit, das Blut aus der Nabelschnur ihres Babys für familiäre Nutzung aufzuheben, aber nur wenige sind berechtigt, die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut ihres Kindes zu spenden.

Es gibt im Körper drei Quellen für Stammzellen:

  1. Knochenmarkzellen

  2. Blutzellen aus zirkulierendem Blut

  3. Nabelschnurblut

 

Nabelschnurblut ist für die Forschung bedeutend weil es sich von den anderen Arten der Stammzellen unterscheidet. Aufgrund der Struktur der Stammzellen im Nabelschnurblut werden sie bei einer Transplantation seltener vom Körper abgestoßen. Deshalb kann das Blut mit einer größeren Erfolgschance auch für andere Patienten außer dem Spender genutzt werden.

Hoffentlich tragen einige oben genannte Punkte dazu bei, die Vorteile und Wichtigkeit der Nabelschnurblutaufbewahrung herauszustellen, und die Notwendigkeit Zeit und Geld in die Stammzellforschung zu investieren.

 

Nabelschnurblut – Die Zukunft der Medizin

 

Wenn Sie sich an Ihren Biologieunterricht erinnern, werden Sie sich entsinnen, dass Zellen die Bausteine sind, die einen Organismus aufbauen. Während die meisten Zellen eine vorherbestimmte Funktion haben (wie Herzzellen, die sich zusammenschließen um das Herz zu bilden oder Nierenzellen, die sich verbinden um die Nieren zu formen), gibt es andere, wie Stammzellen, die die Fähigkeit haben, sich an andere Zellen anzugliedern um neues und gesundes Wachstum verschiedenster Zellen im Körper zu fördern.

 

Behandlung

Die Medizin, die sich auf diese Stammzellen bezieht (auch zellulare Medizin), kann genutzt werden um erkrankte oder beschädigte Zellen zu reparieren oder zu ersetzen. Genauer gesagt können folgende Krankheiten geheilt oder behandelt werden:

  • Erkrankungen der Roten Blutkörperchen

  • Erkrankungen der Weißen Blutkörperchen

  • Krebs

  • Gewebeerkrankungen (wie Herzgewebe)

 

Es gibt verschiedene Arten von Stammzellen, das Knochenmark beispielsweise. Jedoch gilt Nabelschnurblut als primäre Quelle für Stammzellen.

 

Was ist Nabelschnurblut?

Nabelschnurblut ist spezielles menschliches Blut das für die Geburt aufgehoben wird. Blut aus der Nabelschnur und der Plazenta ist außergewöhnlich, weil es in Hülle und Fülle blutbildende Stammzellen enthält und mehr Vorteile gegenüber anderen Stammzelltypen hat.

  • Nabelschnurblut ist eine ergiebige Quelle für Stammzellen

  • Stammzellen aus dem Nabelschnurblut replizieren sich häufiger im Vergleich zu anderen Stammzelltypen

  • Nabelschnurblutstammzellen können genutzt werden um diverse Krankheiten bei Kindern und Erwachsenen zu behandeln

  • Nabelschnurblut bietet genaue Übereinstimmung – es besteht kein Risiko, dass es abgestoßen wird, wenn Sie Ihr eigenes Blut verwenden

  • Die Wahrscheinlichkeit, dass Nabelschnurblut auch bei Verwandten passt, ist vergleichsweise hoch

  • Die Möglichkeit, dass die Organe des Empfängers abweisend auf das Immunsystem des Spenders reagieren, ist vergleichsweise niedrig

  • Derzeit geführte Studien über Stammzellentwicklung bewerten die Möglichkeit, Stammzellen aus einer einzigen Nabelschnurblutprobe vielfach und für mehrere Familienmitgliedern zu verwenden

 

Wie wird Nabelschnurblut gesammelt?

Nachdem die Plazenta und die Nabelschnur vom Neugeborenen getrennt sind, werden sie in eine desinfizierte Stützkonstruktion gelegt, die Nabelschnur ist über die Stützauflage abgehängt. Das Nabelschnurblut wird dann durch drucklose Entwässerung gesammelt, so werden durchschnittlich 99ml eingebracht.

Einmal gesammelt wird das Blut auf eine Nabelschnurblutbank gebracht, wo es auf Infektionserreger untersucht wird, außerdem um den Gewebetyp zu bestimmen. Das Nabelschnurblut muss folgende Kriterien erfüllen, um gespeichert werden zu dürfen:

  • es muss eine ausreichende Menge Nabelschnurblut vorhanden sein

  • die Krankheitsgeschichte der Familie muss bestimmten Auswahlkriterien entsprechen

  • das Blut darf keine Anzeichen von Infektion oder anderen möglichen Problemen aufweisen

 

Wenn die Blutprobe diesen Standards entspricht, wird sie weiterbearbeitet und von Roten Blutkörperchen getrennt. Danach wird es in einem Stickstofffroster gefroren und gelagert. Die Blutprobe wird dann in das Verzeichnis der Nabelschnurbank aufgenommen, über die ein geeigneter Empfänger und ihm transplantiert wird. Andauernde Studien untersuchen nur die Haltbarkeit des Nabelschnurblutes, aber erste Berichte zeigen dass gutes Nabelschnurblut bis zu zehn Jahre eingelagert werden kann, bevor es unbrauchbar wird.

 

Kosten

Im Jahr 2005 lagen die Preise der privaten Nabelschnurblutbanken bei 1290 bis 2000 US-Dollar für die Blutabnahme (inklusive Bearbeitung und Auflistung) und zwischen 95 bis 100 US-Dollar pro Jahr für die Lagerung des für privaten Nutzen reservierten Nabelschnurblutes. Andererseits entstehen keine Gebühren für gespendetes Nabelschnurblut – die Nabelschnurblutbank trägt die Kosten für die Untersuchung und die Lagerung der gespendeten Nabelschnurblutprobe. Weil die Lagerung von Nabelschnurblut allerdings noch recht neu ist, gibt es nur in wenigen Orten Nabelschnurblutbanken. In Regionen wo sie nicht verbreitet sind, veranschlagen Ärzte (in diesem Fall Geburtshelfer und Gynäkologen) eine Gebühr, die von 100 bis 250 US-Dollar variiert.

Es gibt Unikliniken und Medizincenter, die kostenlose Programme zur Lagerung von Nabelschnurblut anbieten, wenn Sie ihren Auswahlkriterien entsprechen. Das ist der Fall, wenn Sie ein krankes Kind haben, dass mit einer Transplantation kuriert werden könnte oder eine pränatale Diagnose existiert, die zeigt dass ein hohes Risiko besteht, dass Ihr Ungeborenes an einer behandelbaren Krankheit leiden könnte.

 

Nutzung des Nabelschnurblutes

Wenn es benötigt wird, taut man das tiefgefrorene Blut auf und wäscht die Schutzhülle hab, bevor man es in die Vene eines Patienten injiziert. Studien zeigen das hohe Potential der Benutzung der blutbildenden Zellen aus Nabelschnurblut als neue Methode, Patienten mit lebensbedrohlichen Krankheiten zu behandeln. Seit 1988 wurde es zur Behandlung folgender Krankheiten und gesundheitlicher Beeinträchtigungen angewendet:

  • Blutkrankheiten (Anämien)

  • Krebs (Lungenkrebs, Eierstockkrebs, Gehirntumore)

  • Knochenmarkskrankheiten (Leukämie)

  • Multiple Sklerose

  • Rheumatische Arthritis

  • Immundefizite (SCID)

  • Angeborene Stoffwechselkrankheiten

 

Im Moment wird Nabelschnurblut zur Behandlung von über 40 lebensbedrohlichen Krankheiten genutzt. Trotzdem gibt es noch viele Dinge, die wir nicht wissen und die Forschung ist bemüht, weitere Erkenntnisse darüber zu gewinnen. Auch ethische Aspekte sind zu bedenken, aber diese wiegen weitaus weniger als bei der Forschung an Embryonen und Föten.

 

Die Vorteile der Nabelschnur-Blutbanken

Der primäre Vorteile der Nabelschnur-Blutbanken ist, das sie einen Typ der medizinischen Versorgung darstellen. Diese Versicherung bezieht sich nicht auf das finanzielle, sondern im Falle von bestimmten Krankheiten sind so die notwendigen verfügbaren medizinischen Bausteine zu haben. Bei diesen medizinischen Bausteinen handelt es sich um die Stammzellen, welche im Nabelschnurblut nachgewiesen wurden. In den letzten 5 oder 6 Jahren hat es dramatische medizinische Fortschritte in dem Bereich der Stammzelle-Forschung gegeben, und mehr Entdeckungen werden praktisch jeden Monat bekannt gegeben. Viele Ärzte und Forscher sehen großes Potenzial im Gebrauch dieser Stammzellen um viele strenge, lebensbedrohende Krankheiten zu mildern oder zu heilen. Mit diesen Tatsachen im Sinn beschließen viele Eltern, die Stamm-Zellen im Nabelschnur-Blut nach der Geburt ihres Kindes zu bewahren. Es gibt keine Gesundheitsgefahren dabei. Die primäre Gefahr besteht darin, dass die jährliche Gebühr von 100 $ für die Lagerung vergeudet wird, falls die Stammzellen nie erforderlich sind. Immer mehr nehmen Eltern Notiz von den Fortschritten in der Stammzelle-Forschung.

 

Warum Stammzellen vom Nabelschnurblut und kein Knochenmark?

Es gibt mehrere Vorteile bei der Transplantation von Nabelschnurblut als bei der Übertragung von Knochenmark. Aber auch zwei Nachteile sind zu nennen. Hier sind die Vorteile:

1. Das Gewinnen von Nabelschnurblut stellt weder für die Mutter noch für das Kind eine Gefahr dar. Bei der Knochenmarkspende ist es so, dass der Spender sich einer Anästhesie unterziehen muss und auch das Risiko einer Infektion auf sich nehmen muss.

2. Das Nabelschnurblut kann in einem kälteerzeugenden Gefrierschrank gebrauchsfertig aufbewahrt werden und ist sofort verwendbar, wenn es benötigt wird. Dagegen kann es Wochen bis Monate dauern, ehe das passende registrierte Knochenmark aus einer Spenderdatei gefunden wurden ist. Nabelschnurblut wird gewonnen und steht zur Verwendung bereit. Ohne Beziehungen einen Knochenmarkspender zu finden kann leicht 2 Monate oder länger dauern. Wenn das Nabelschnurblut gebraucht wird, wird es ausgewählt und ist binnen einer Woche in einen Transplantationszentrum. Ihr Arzt kann das Nabelschnurblut selbst auswählen, wenn Sie schnell einer Transplantation bedürfen. Dieser Faktor allein schon macht Nabelschnurblutbanken so wertvoll.

3. Die Stammzellen im Nabelschnurblut sind primitiver als die im Knochenmark. So reduziert sich das Risiko die Krankheit GVHD (Graft-versus-Host-Disease- deutsch übersetzt etwa: „Transplantat-Gegen-Empfänger-Reaktion“) enorm. So ist bei der Transplantation von Stammzellen aus dem Nabelschnurblut keine vollkommene Übereinstimmung zwischen Patient und Spender notwendig. GVHD ist eine allgemeine Komplikation nach einer Allogeneic-Verpflanzung. GVHD kann sich von einfach bis lebensbedrohend erstrecken. Studien haben ergeben, das nach einer Nabelschnurblut-Transplantation weniger Menschen GVHD bekommen als nach einer Knochenmarkstransplantation. Bei den Patienten, welche an der Studie teilgenommen haben und die nach einer Nabelschnurblut-Transplantation tatsächlich GVHD bekommen haben, verlief die Krankheit eher mild.

4. Eine vollkommene Übereinstimmung zwischen dem Patienten und dem Spender (also des Nabelschnurblutes) führt zu einem optimalen Ergebnis nach der Transplantation. Es wird immer eine Nablschnurbluteinheit bevorzug, die optimal zu dem Patienten passt. Klinische Studien haben belegt, dass diese vollkommene Übereinstimmung nicht unbedingt notwendig ist – im Gegensatz zur Knochenmarkspende, wo Patient und Knochenmarkspender vollkommen zusammen passen müssen. Wenn Sie einen ungewöhnlichen Gewebetyp haben, kann es sein, das Ihr Arzt nicht den passenden Knochenmarkspender findet. Eine Nabelschnurblut-Transplantation kann da eine Option für Sie sein.

 

Und das sind die Nachteile der Nabelschnurblut-Transplantation:

1. Die Stammzellen im Nabelschnurblut sind primitiver als die im Knochenmark. Deswegen dauert der Erzeugungsprozess beim Nablschnurblut länger. Während dieser Zeit besteht für den Patienten für eine längere Periode Infektionsgefahr.

2. Die typische Menge Nabelschnurblut, die entnommen wird, reicht in der Regel, um diese Stammzellen einem Kind oder einem kleinen Erwachsenen (bis etwa 50 kg) zu transplantieren. Forscher entwickeln im Moment Methoden, um auch schwerere Erwachsene mit dem Nabelschnurblut zu versorgen. Wenn dieser Prozess dann ausgereift ist, wird das Gewinnen und Aufbewahren von Nabelschnurblut nach der Geburt sicher Standart werden.

 

Pro und Contra der Nabelschnurblutbanken

Viele Eltern entscheiden sich, das Nabelschnurblut von ihrem neugeborenen Kind einlagern zu lassen, um so etwas für die Gesundheits-Vorsorge ihres Kindes zu tun. Diese Methode wurde besonders in den letzten Jahren immer populärer, weil in den Nachrichten darüber berichtet wurde, das Nabelschnurblut Stammzellen enthält. Stammzellen sind Zellen, deren Verwendung noch offen steht, d.h., sie sind vielseitig einsetzbar. Eine Stammzelle kann eine Nervenzelle, Blutzelle, Knochenzelle oder irgendetwas anderes werden. In der Vergangenheit wurde das Nabelschnurblut im Kreissaal einfach verworfen. Heute entscheiden sich viele Eltern, das Nabelschnurblut aufbewahren zu lassen und leisten so eine Investition für die Zukunft. Als Alternative zur Speicherung des Nabelschnurblutes überlassen viele Eltern das Nabelschnurblut auch einer Nabelschnurdatenbank oder geben es zu Forschungszwecken frei, um Krankheiten besser heilen zu können und den menschlichen Körper besser verstehen zu können.

Wenn Sie nun die Entscheidung treffen, Nabelschnurblut einlagern zu lassen, so bedenken Sie vorab die folgenden Pro und Contra, die von der informativen Website „Wenn Sie Nabelschnurblut einlagern wollen“ zur Verfügung gestellt wurden. So können Sie eine klare, gut informierte Entscheidung treffen.

PRO:

Die Möglichkeit des Spendens von Nabelschnurblut: Wenn Ihr Kind oder andere Kinder eine Transplantation von Stammzellen benötigen, so wird das Nabelschnurblut für Sie gut nutzbar sein. Das ist besonders wichtig für Kinder mit besonderer Abstammung, wo die passende Übereinstimmung von Patient und Stammzellen schwieriger ist. Außerdem ist eine Übereinstimmung bei schwierigen Aspekten wie dem Knochenmark schwieriger, wenn kein Nabelschnurblut vorhanden ist.

Behandlungsmöglichkeiten: Man hofft nicht, dass Ihr Kind einmal in diese Lage kommt. Aber wenn das Nabelschnurblut bei einer Blutbank hinterlegt ist, so ist das Spektrum, irgendwelche Krankheiten zu heilen, viel größer als sonst. Im Moment ist man in der Lage, mit dem Nabelschnurblut mehr als 45 Krankheiten zu behandeln, darunter auch Leukämie, Sichelzellenanänie und metabolische Krankheiten. Das ist besonders wichtig, wenn in der Familie schon irgendwelche dieser Krankheiten aufgetreten sind, da viele dieser medizinischen Probleme genetisch veranlagt sind und so die nächste Generation potentiell treffen könnte.

Verträglichkeit: Da das Nabelschnurblut direkt aus dem Säugling kommt und daher sehr frühe Stammzellen enthält, vermindert sich so die Gefahr der Inkompatibilität. In einigen Fällen können Nabelschnurblut-Spenden von Familienmitgliedern nicht passen sein und es besteht die Gefahr der Graft-versus-Host-Disease ( GvHD)-Krankheit, das ist quasi eine Art Abstossungsreaktion. Hat man dagegen sein eigenes Nabelschnurblut bei einer Blutbank hinterlegt, ist dies im Allgemeinen kein Problem.

CONTRA:

Die Möglichkeit das Nabelschnurblut des Kindes einlagern zu lassen wird am häufigsten durch einen Aspekt eingeschränkt: nämlich dem Preis. Jedoch bieten viele Gesellschaften auch die freie Einlagerung bzw. die Einlagerung zu einem reduzierten Preis an – und zwar in Fällen, wo es dringend notwendig ist. Das ist meist bei Kindern der Fall, die schon vor der Geburt an einer Krankheit leiden oder die auf Grund der Familiengeschichte ein sehr hohes Risiko tragen, an bestimmten Krankheiten zu erkranken. Bevor Sie vor dem einlagern des Nabelschnurblutes zurückschrecken, bedenken Sie unbedingt auch den Versicherungsfaktor für die Zukunft Ihres Kindes. Genau wie ein traditioneller Versicherungsplan ist das einlagern des Nabelschnurblutes bei einer Blutbank eine Absicherung, falls das schlimmste geschieht und Ihr Kind eine Krankheit bekommt, wo diese Stammzellen aus dem Nabelschnurblut benötigt werden.

Bedarf: Glücklicherweise ist die Wahrscheinlichkeit, das Ihr Kind oder andere Kinder das Nabelschnurblut benötigen nicht all zu groß. Auf 20.000 Familien kommt circa 1 Fall, wo dies notwendig wird. Es ist wie bei jeder anderen Versicherungspolice auch: wenn sie gebraucht wird, ist sie da und man ist eben abgesichert.

Größe: Mit der heutigen Technologie können die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut nur bei Personen unter ca. 115 Pfund verwendet werden. Das schließt die meisten Kinder und auch einige kleine Erwachsene mit ein. Allerdings ist die Erfolgsrate bei Personen, welche über 115 Pfund wiegen, minimal. Bedenken Sie, dass die Forschung immer weiter geht und vielleicht wird es auch möglich sein, in Zukunft größeren Erwachsenen mit diesem Blut helfen zu können.

 

Nabelschnurblut- Sie selbst sind Ihr bester Spender

Wenn ein Spender für einen kranken Patienten gefunden werden muss, kann es zu verschiedenen Problemen und Sorgen kommen. In den meisten Fällen kommt es zu Problemen, weil zwischen Spender und Patient keine völlige Übereinstimmung besteht und so keine Transplantation möglich ist. Das ist bei Adoptivkindern besonders schwierig, weil diese keine biologischen Geschwister oder biologische Familienmitglieder haben, welche auf eine Übereinstimmung hin geprüft werden könnten. Auch bei Kindern ohne Geschwister und Familienmitgliedern einer bestimmten Herkunft oder bei Ausländern ist es schwierig, einen geeigneten Spender zu finden, wenn in ihrer Region keine weiteren Angehörigkeiten leben. Selbst wenn ein passender Spender gefunden ist, ist es nicht sicher, dass die Transplantation ein Erfolg wird. Der menschliche Körper neigt dazu, etwas abzustoßen, was für ihn fremd ist, selbst wenn diese Sache sein Leben retten kann. Aber anstatt sich darüber Sorgen zu machen, stellen Sie sich doch einmal vor, Sie selbst sind Ihr eigener Spender und so ist die vollkommene Übereinstimmung zu jeder Zeit gegeben. Die Sorgen über eine mögliche Abstoßungsreaktion werden dann viel weniger sein. Aus diesen Gründen können Sie das Nabelschnurblut bei einer Blutbank hinterlegen.

Die informative Website „Wenn Sie Nabelschnurblut bei einer Blutbank hinterlegen“ beschreibt folgendes: Nabelschnurblut ist das Blut, was bei der Geburt in der Nabelschnur ist. Die Nabelschnur dient als Verbindung zwischen Mutter und Kind. Sie transportiert Nährstoffe, welche zu dem Kind in der Gebärmutter gehen. Nabelschnurblut ist reich an Stammzellen, welche das Potenzial haben eine Menge Krankheiten zu heilen und zu behandeln – von Krebs bis hin zu Parkinson. Die einzigartigen Heilaspekte von Stammzellen kreisen um die Tatsache, dass diesen Zellen noch keine Bestimmung zugeschrieben wurde, welche sie im menschlichen Körper spielen sollen. Diese unbestimmten Zellen sind in der Lage jede Körperzelle zu werden , sei es eine Blutzelle, Knochenzelle, Muskelzelle oder eine sonstige Zelle – je nachdem, wo sie gerade gebraucht wird.

Der Grund warum die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut so gut für die Transplantation geeignet sind ist, dass sie die Verantwortung der Zellen übernehmen, die nicht arbeiten und diese versuchen zu ersetzen. Zum Beispiel bei Menschen die unter Leukämie leiden produziert der Körper nicht mehr die passende Anzahl an weißen Blutkörperchen im Knochenmark. Bevor Leukämie-Patienten das Nabelschnurblut bekommen muss es mit dem Knochenmark verglichen werden. Dann kommt die Transplantation und der Patient muss warten, ob diese erfolgreich war oder nicht. Wenn das eigene Nabelschnurblut verwendet wird, dann ist eine sichere Übereinstimmung gegeben, weil das Blut ja aus ihren eigenen Körper kommt. Die Stammzellen werden dann schnell in richtig arbeitende Knochenmarkzellen übergehen und so die Produktion von Leukozyten sichern, welche die Krankheiten bekämpfen. Da die Stammzellen jede Art von Zellen werden können, die der Körper am meisten braucht, wird das Nabelschnurblut verwendet, um zahlreiche Krankheiten zu heilen und zu behandeln. Da eingeschlossen sind auch Krankheiten wie die Sichelzellenanämie und viele Arten von Krebs, besonders bei Kindern und bei Jugendlichen.

Da kein Spender erforderlich ist, fällt auch die Wartezeit auf diesen weg. Die Behandlung kann im Falle eines Falles sofort beginnen und Sie haben so die Chance, dass Sie schneller geheilt werden können. Als Nabelschnurblut-Spender können Sie auch Ihren Geschwistern helfen, falls diese Stammzellen benötigen sollten. Das ist viel wertvoller als alles andere, was Sie sonst Ihrem Bruder oder Ihrer Schwester geben könnten. Viele Eltern spenden auch das Nabelschnurblut, um so einen anderen kranken Kind zu helfen, das zum Beispiel an Krebs im Kindesalter leidet. Bei Geschwistern ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es zu einer passenden Übereinstimmung kommt und so kann durch die Transplantation das Leben von Schwester oder Bruder gerettet werden.

 

Auswahl einer privaten Nabelschnurblut-Bank

Sobald Sie die Entscheidung getroffen haben in Ihre Familie zu investieren, indem Sie das Nabelschnurblut Ihres Kindes bei einer Blutbank hinterlegen möchten, beginnt die Suche nach der richtigen Nabelschnurblut-Bank. Es gibt zahlreiche Nabelschnurblut-Banken im ganzen Land, welche das Nabelschnurblut Ihres Kindes einlagern. Treffen Sie die Entscheidung für die richtige Blutbank daher sorgfältig und überlegt. Viele Eltern finden diese Suche beschwerlich und sind darüber eingeschüchtert, eben weil es so viele Möglichkeiten gibt, das Nabelschnurblut einlagern zu lassen.

 

Die informative Website „Wenn Sie Nabelschnurblut bei einer Blutbank hinterlegen“ empfiehlt folgende Dinge zu beachten, damit Sie nicht die falsche Entscheidung in Bezug auf die richtige Blutbank treffen.

Preis: Das ist die Hauptsorge vieler Eltern, weil das einlagern von Nabelschnurblut nicht preiswert ist. Jedoch bieten viele Nabelschnurblutbanken schon spezielle Preise an, je nach dem, was das Kind oder die Familie für Bedürfnisse hat. Gehen Sie also sicher, dass Sie sich vorher gut informieren, bevor Sie eine Entscheidung treffen. Der größte Teil der Nabelschnurblutbanken bietet drastisch reduzierte Preise oder sogar die kostenfreie Einlagerung des Nabelschnurblutes an, wenn Ihr Kind oder ein anderes Kind die Transplantation mit dem Nabelschnurblut unmittelbar benötigt. Ansonsten ist es das Beste, Sie setzen sich mit der Nabelschnurblut-Bank in Verbindung um zu schauen, ob die Preise dort sich mit Ihrem finanziellen Budget vereinbaren lassen. Denken Sie immer daran, das das Einlagern von Nabelschnurblut zur Sicherheit Ihrer ganzen Familie dienen wird und schauen Sie ob es nicht irgendwelche anderen Möglichkeiten gibt, bevor Sie das Nabelschnurblut Ihres Kindes einfach so verwerfen und das nur wegen der finanziellen Seite. Viacord ist zum Beispiel eine Gesellschaft, die regelmäßig Gutscheine online und in den Praxen der Ärzte anbietet und viele andere Nabelschnurblut-Banken bieten Zahlungspläne an, in denen Sie bequem in Raten zahlen können.

Lage: Nabelschnurblutbanken gibt es im ganzen Land und so können Sie sicher sein, eine auch in Ihrer Nähe zu finden. Außerdem besteht zwischen viele Krankenhäusern und den Nabelschnurbanken eine Zusammenarbeit, besonders in den Kliniken, welche sich auf die Geburt von Kindern spezialisiert haben. Fragen Sie also Ihren Arzt, die Krankenschwester oder Ihren Geburtshelfer welche Möglichkeiten Ihnen offen stehen. Sobald Sie eine Nabelschnurblut-Bank in Ihrer Nähe gefunden haben, setzen Sie sich mit dieser in Kontakt und vereinbaren einen Termin, um dann alles weitere genau abzusprechen. Das ausgebildete Personal dieser Banken wird in der Lage sein, auf all Ihre Fragen bezüglich der Einlagerung und des Preises zu antworten. Außerdem wird eine Methode ausgewählt, wie das Nabelschnurblut gesammelt wird – auch hier besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen Blutbank und den Kliniken.

Ansehen: Wenn Sie auf der Suche nach einer Nabelschnurblut-Bank sind, dann werden Ihnen viele Informationen dazu gegeben werden. Wie aber können Sie herausfinden, dass die Blutbank auch seriös ist und in Ihrem Interesse arbeitet? Die Antwort werden Sie bei der amerikanischen Vereinigung der Blutbanken finden, der AABB. Diese Vereinigung prüft regelmäßig die Blutbanken im ganzen Land. Bevor Sie sich für eine spezielle Nabelschnurblut-Bank entscheiden, setzen Sie sich mit der AABB in Verbindung um zu schauen, ob diese ausgewählte Blutbank auch zugelassen ist oder ob andere Kunden Beschwerde gegen diese Bank eingereicht haben. Die AABB hilft Ihnen am Ende die richtige Blutbank zu finden, die der wichtigen Aufgabe, das Nabelschnurblut Ihres Kindes einzulagern auch würdig ist.

Nachdem Sie nun diese drei Hauptaspekte beim finden der richtigen Blutbank gelesen haben, sollte Ihnen die Entscheidung nun nicht mehr all zu schwierig vorkommen, die richtige Blutbank zu finden. Und diese Entscheidung werden Sie dann nicht mehr blind, sondern informiert treffen können. Wenn Sie sich auf die Suche nach der geeigneten Blutbank machen, so seien Sie offen für Vorschläge, damit Sie auch die richtige Blutbank finden, welche in Ihrer Situation das Beste für Sie ist. Das Internet ist für die Suche nach einer Nabelschnurblut-Bank sehr gut geeignet, da es Ihnen sehr viele Seiten über Blutbanken und deren spezielle Angebote im ganzen Land und weltweit anbietet. Zudem ist die Suche im Netz schnell und bequem. Denken Sie immer daran: bevor Sie die Entscheidung für eine Blutbank fällen ist es wichtig, einen Termin mit dieser Bank zu vereinbaren und dort alles Wesentliche zu dem Prozess des Gewinnens und Einlagerns des Nabelschnurblutes zu erfahren. Wenn Sie sich am Ende gegen die Möglichkeit entscheiden, das Nabelschnurblut für Ihr Kind einlagern zu lassen, bedenken Sie bitte noch folgendes: Sie können das Nabelschnurblut auch einer Nabelschnurblutbank spenden – so kommt es anderen Kindern zu Gute. Oder Sie können das Nabelschnurblut auch zu Forschungszwecken freigeben.

 

Berichte über gerettete Leben durch Nabelschnurblut

Durch Förderung und Weiterentwicklungen in der Medizin ist es möglich, jedes Jahr viele Menschen zu retten, die sonst durch Krankheiten nicht überleben würden. Jahr für Jahr überleben mehr Kinder tödliche Krankheiten und kämpfen mit Hilfe von Nabelschnurblut um ihre Gesundheit. Nabelschnurblut befindet sich in der Nabelschnur des Neugeborenen und kann nach der Geburt aufbewahrt werden. Da das Nabelschnurblut wertvolle Stammzellen enthält, können so zahlreiche Krankheiten behandelt und durch die Transplantation sogar geheilt werden. Eltern entscheiden sich heute entweder dafür, das Nabelschnurblut für ihr eigenes Kind aufbewahren zu lassen oder sie spenden das Blut einer Blutbank, damit anderen kranken Kindern durch dieses lebensrettende Blut geholfen werden kann.

Ein sehr interessanter Fall ist der von den Geschwistern Ashley und Kelvin J. aus Maryland. Diese beiden Kindern wurden beide mit einem ernsten kombinierten Immunschwäche-Syndrom geboren, das gewöhnlich tödlich endet, da der Körper nicht in der Lage ist die Keime abzuwehren, die für einen gesunden Körper ansonsten harmlos wären. Die geplante Lebensdauer für Kinder die an dieser Immunschwäche (SCIDS) erkrankt sind, beträgt normalerweise etwa 6 Monate. Ashley und Kelvin erhielten beide eine Transplantation mit Nabelschnurblut von einem Spender, dessen Nabelschnurblut an eine öffentliche Blutbank gespendet wurde.

Eine andere Geschichte die aufzeigt, wie durch Nabelschnurblut potentiell tödliche Krankheiten geheilt werden können, ist die von den Brüdern Blayke und Garrett L. aus Los Angeles. Drei Jahre nach ihrer Geburt bekamen beide Jungen eine seltene Krankheit, bei der das Lymphgewebe wuchert ( lymphoproliferative Krankheit). Die Immunsysteme beider Kinder waren nicht mehr in der Lage mit ganz normalen Keimen, wie man sie überall findet, erfolgreich fertig zu werden. Kinder die sehr früh an der lymphoproliferative Krankheit erkranken entwickeln im Allgemeinen einen Mononukleose, eine potentiell tödliche Krankheit, von der sich Personen mit einen normal arbeitenden Immunsystem wieder erholen können. Und auch hier ist es der anonymen Spende von Nabelschnurblut an eine Blutbank zu verdanken, das beide Jungen nach der erfolgreichen Transplantation ein glückliches und gesundes Leben führen können. Wenn diese Möglichkeit nicht zur Verfügung gestanden hätte, wäre die einzige Möglichkeit für die beiden Brüder eine schmerzhafte und komplizierte Knochenmarks-Transplantation gewesen, bei der nicht dieselben Erfolge wie bei der Nabelschnurblut-Transplantation zu erwarten gewesen wären.

Zusätzlich zu dem Nabelschnurblut was von Spendern zur Verfügung steht, verwenden immer mehr Kinder ihr eigenes Nabelschnurblut um Krankheiten zu heilen oder zu behandeln. Diese Krankheiten bestehen entweder schon vor der Geburt oder entwickeln sich danach – in allen Fällen aber ist das Nabelschnurblut eine große Hilfe im Kampf um das Leben zu retten. Eine neue Studie an der Duke-Universität in North Carolina betrifft Kinder, die an der Krabbe`s-Krankheit leiden, das ist eine genetische Krankheit, welche das Gehirn betrifft und kognitive und bewegende Funktionen angreift und beeinflusst. 25 Kinder die an dieser Krankheit erkrankt waren wurden hinsichtlich der Behandlungen beobachtet und analysiert. Jene Kinder, die sogleich nach der Geburt eine Transplantation mit dem Nabelschnurblut bekommen haben, hatten eine 100 –prozentige Chance und überlebten. Dahingegen konnten nur 43 Prozent der Kinder erfolgreich behandelt werden, bei denen die Transplantation von Nabelschnurblut erst nach dem auftreten der Krankheitssymptome erfolgt war.

All diese Kinder sind ein Beweis dafür, was für eine große Rolle das Nabelschnurblut spielen kann. Diese Berichte sollen die Eltern anregen, das lebensrettende Blut nicht einfach verwerfen zu lassen. Gemäß der informativen Website „Wenn sie Nabelschnurblut bei einer Blutbank einlagern“ muss nach der Geburt das Nabelschnurblut schnell gewonnen und aufbewahrt werden, bevor es beginnt zu gerinnen und dann nutzlos wird. Ob Sie sich nun dafür entscheiden, das Nabelschnurblut Ihres Kindes bei einer privaten Blutbank für den eigenen Gebrauch aufbewahren zu lassen oder ob Sie die Möglichkeit in Betracht ziehen, das Nabelschnurblut an eine öffentliche Bank zu spenden – in jedem Fall wird es Leben retten können. Immermehr entwickeln die Gesellschaften, die Nabelschnurblut aufbewahren und die Krankenhäuser, in denen die Kinder geboren werden Pläne. Damit das wertvolle Nabelschnurblut nicht vergeudet wird, sondern damit es private eingelagert oder einer Blutbank gespendet werden kann.

Für werdende Eltern gibt es die Möglichkeit, das Nabelschnurblut bei der Geburt aufzufangen und aufzuheben. Natürlich heben sie es nicht selbst auf, sondern das übernehmen die so genannten Nabelschnurblutbanken. Gegen Zahlung eines Entgelts wird das Nabelschnurblut so lange aufgehoben, wie gewünscht. Der Sinn dabei ist, dass die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut dafür verwendet werden können, bestimmte Krankheiten zu behandeln. Der Umfang der Behandlungsmöglichkeiten ist allerdings noch nicht völlig geklärt.


 

Lesen Sie bitte auch hier: Nabelschnurblut, Einlagerung

 

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Foto: baby in womb 3 © Chris Harvey